Einsatz in Bretten
Hautreizungen bei Schülern wegen Eichenprozessionsspinner

Von der Feuerwehr Bretten wurden auch Proben genommen.
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Bretten (kn) Auf dem Schulhof der Schillerschule in Bretten ist es am heutigen Freitagmittag, 17. Mai, zu einem Zwischenfall gekommen. Laut Polizei hätten fünf Schüler plötzlich über Hautrötungen und Atembeschwerden geklagt. Daraufhin wurden sowohl die Schillerschule als auch die Max-Planck-Realschule evakuiert. Auf Nachfrage der Brettener Woche/kraichgau.news hatte ein Sprecher der Polizei zunächst bekanntgegeben, dass die herunterfallenden Haare des Eichen-Prozessionsspinners "zu 98 Prozent" für die Vorfälle verantwortlich seien. Die Haare der Larve des Eichen-Prozessionsspinners halten sich an Kleidern und Schuhen und lösen bei Berührungen toxische Reaktionen aus. Die Haare dringen leicht in die Haut und Schleimhaut ein und setzen sich dort fest.

Auch Feuerwehr gibt Entwarnung

In der Folge hatte auch die Feuerwehr Bretten auf Ihrem Instagram-Account über den Vorfall informiert. Dort hieß es: "Es besteht keine Gefahr! Keine Schüler sind verletzt. Einzelne Schülerinnen und Schüler klagten am Vormittag über Hautreizungen. Vermutlich haben sich die Kinder in der Pause unter Bäumen aufgehalten und sind mit dem Insekt Eichen-Prozessionsspinner in Kontakt gekommen." Dies bestätigte im Gespräch mit der Brettener Woche/kraichgau.news auch der Pressesprecher der Feuerwehr Bretten, Achim Pleyer: "Die betroffenen Kinder haben sich in der Pause wohl unter einem Baum aufgehalten, der mit dem Eichenprozessionsspinner befallen war". Dieses Areal sei inzwischen aber abgesperrt, zudem seien Proben der Raupen zur Untersuchung mitgenommen worden.

Haas und Nöltner vor Ort

Neben dem Feuerwehr-Kommandanten Oliver Haas und dem Brettener Bürgermeister Michael Nöltner waren auch mehrere Rettungswagenmannschaften vor Ort, um die inzwischen insgesamt 29 betroffenen Schüler zu behandeln. Zur weiteren Behandlung mit Kortison wurden die Kinder ins Krankenhaus gebracht. "Die meisten Schüler waren aber aufgrund des Schulschlusses schon nach Hause gegangen", so Pleyer. Da am Anfang unklar war, was die Hautreizungen ausgelöst hat, ist auch die Analytische Taskforce (ATF) der Berufsfeuerwehr Mannheim alarmiert worden. Diese ist für die Aufklärung von Schadensereignissen, bei denen mit der Freisetzung von radioaktiven Stoffen, biologischen Agenzien oder gefährlichen Chemikalien gerechnet werden muss, zuständig. Die ATF konnte mittels Luftmessungen in den Schulräumen zudem einen Austritt von Chemikalien oder Gasen ausschließen und Entwarnung geben. Über einen möglichen Austritt sowie über das Versprühen von Reizgas war zuvor in den sozialen Medien spekuliert worden.

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