Die Brettener Woche Kinderecke

Sie sind überall: "Smombies" werden Menschen genannt, die immer und überall auf das Display ihres Handys starren und dabei nicht bemerken, was um sie herum geschieht. (Foto © dglimages - fotolia.com)
  • Sie sind überall: "Smombies" werden Menschen genannt, die immer und überall auf das Display ihres Handys starren und dabei nicht bemerken, was um sie herum geschieht. (Foto © dglimages - fotolia.com)
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Smombie – Jugendwort des Jahres

Letzte Woche wurde das Jugendwort des Jahres gewählt: Smombie. Nie gehört? Da geht es euch wie vielen. Es handelt sich nämlich nicht unbedingt um ein Wort, das besonders häufig von Jugendlichen benutzt wird. Wörter für das Jugendwort des Jahres können unter www.jugendwort.de von jedem eingereicht werden. Ab Mitte des Jahres kann dann jeder abstimmen, welches Wort ihm am besten gefällt. Die zehn meistgewählten Wörter werden dann einer Jury vorgelegt, die aus jungen und älteren Menschen besteht, die sich mit Sprache beschäftigen. Dieses Jahr waren zum Beispiel Journalisten, Sprachwissenschaftler, Lehrer und Schüler, aber auch Musiker wie Roger Rekless und YouTuber wie „Die Lochis“ dabei. Über die Homepage kann man sich auch als Mitglied für die Jury bewerben. Und diese Jury wählt dann aus, was ihr von den Vorschlägen am besten gefällt.
Smombie ist eine Verschmelzung aus Smartphone und Zombie und bezeichnet jemanden, der auf der Straße wie gebannt auf sein Display schaut und dabei nicht bemerkt, was um ihn herum vor sich geht. So jemanden kennt ihr? Seht ihr, dann habt ihr jetzt ein Wort für ihn. In der engeren Auswahl waren auch noch: Augentinnitus, damit wird das Gefühl beschrieben, dass man nur von dummen Menschen umgeben ist: „Ich glaub, ich hab ‘nen Augentinnitus. Wohin ich auch gucke, ich sehe nur Pfeifen.“
rumoxidieren für nichtstun. Auf der erweiterten Liste gab es auch kompostieren, was ungefähr das gleiche bedeutet, nämlich rumgammeln.
Auf den zweiten Platz dieses Jahr schaffte es merkeln. Wer merkelt, trifft keine Entscheidung, äußert sich nicht, handelt nicht. Abgeleitet wird es vom Namen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, der in den Medien und von ihren politischen Gegnern bisweilen eine besonnene, manchmal zu abwartende Haltung vorgeworfen wird.
Hübsch ist auch shippen für „eine Beziehung führen“, abgeleitet von relationship, englisch für Beziehung. „Paul und ich shippen jetzt.“
Ein Swaggetarier ist jemand, der aus Imagegründen vegetarisch lebt. 2011 wurde Swag zum Jugendwort des Jahres gewählt. Jemand mit Swag hat eine beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung.
Und ein Discopumper schließlich bezeichnet jemanden, der Krafttraining macht, nur um in der Disco gut auszusehen. (ger)

Alle Kinderecken finden Sie auf der Themenseite Kinderecke

Autor:

Matthias Schubinski aus Bretten

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