Peter-und-Paul 2020: Vergnügungspark an neuer Stelle
Riesenrad hinter dem Technischen Rathaus?

Ab 2020 steht der Sporgassenparkplatz voraussichtlich nicht mehr für den Vergnügungspark an Peter-und-Paul zur Verfügung.
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  • hochgeladen von Christian Schweizer

Bretten (ger) [ortsmarke]Bretten [/ortsmarke]Im November soll es endlich losgehen: Auf dem Sporgassenparkplatz wird in einem ersten Schritt auf einem von zwei Baufeldern ein Gesundheitszentrum mit Arztpraxen sowie eine öffentliche Tiefgarage errichtet. Damit fällt der zentral gelegene Platz ab 2020 als Standort für den Vergnügungspark während des Peter-und-Paul-Festes wohl endgültig weg. Auch Peter Dick, Vorsitzender der Vereinigung Alt-Brettheim (VAB), die das Fest zusammen mit der Stadt veranstaltet, weiß um diese Tatsache. Im Gespräch mit der Brettener Woche (das vollständige Interview lesen Sie in unserer Sonderbeilage zum Peter-und-Paul-Fest am 26. Juni) verweist er zwar augenzwinkernd darauf, dass es schon vor 25 Jahren, als er Stadtvogt wurde, Bebauungspläne für den Platz gegeben habe. Aber auch er nimmt die Beschlüsse des Gemeinderats diesmal ernst.

Vergnügungspark gehört zu Volksfest

Der Rummel stelle zum einen eine nicht zu vernachlässigende Einnahmequelle für das beliebte Fest dar, das seit fünf Jahren als immaterielles Weltkulturerbe von der UNESCO gewürdigt wird. Sowohl die Stadt als auch die Vereinigung Alt-Brettheim sind zum anderen der Ansicht, dass er zu einem Volksfest einfach dazu gehöre. Die Suche nach einem alternativen Standort scheint sich nun auf eine Lösung zu konzentrieren: Den Platz hinter dem Technischen Rathaus. Oberbürgermeister Martin Wolff verweist auf Nachfrage darauf, dass sich eine Stadt permanent weiterentwickele und damit eben ab 2020 der Vergnügungspark auf der Sporgasse dieser Entwicklung zum Opfer falle. „Mit der VAB habe ich mir aber schon vor Jahren Gedanken gemacht, wohin man ausweichen könnte. Den Rummel auf den Platz hinter dem Technischen Rathaus zu verlegen, war meine Idee.“ So sei der Parkplatz schon so angelegt worden, dass er als Festplatz geeignet sei. Bereits jetzt werde geplant, was die technische Ausstattung wie Stromversorgung angehe. Ebenso müsse ein zweiter Fluchtweg angelegt werden.

Sperrung ist unproblematisch

Zudem werde die Vergnügungsmeile nicht nur abgeschieden hinter dem Technischen Rathaus Platz stattfinden, sondern man werde auch die Hermann-Beuttenmüller-Straße vor dem Gebäude zwischen den beiden Bahnunterführungen nutzen. Die temporäre Sperrung der Straße sieht Wolff als unproblematisch an. „Zur Klinik gelangt man ja auch problemlos über die Straße Im Brückle und die Carl-Benz-Straße. Das war in der Zeit, als der Kreisel in der Hermann-Beuttenmüller-Straße gebaut wurde, auch über Monate kein Problem. Für ganz dringende Fälle wird auch eine Durchfahrtsgasse gewährleistet,“ verspricht das Stadtoberhaupt. Als Knackpunkt an dem neuen Standort sieht Wolff die Überquerung der Wilhelmstraße. „Wir denken gerade darüber nach, wie wir die so sicher wie möglich gestalten können. Eine Brücke wird es an der Stelle aber sicher nicht geben. Aber so etwas wie einen ‚betreuten Übergang‘, also mit Personal an der Stelle, wäre denkbar. Übrigens kommen ja auch bisher viele Leute mit der Stadtbahn und müssen hier schon über die Straße.“

"Wird nicht ohne Kritik über die Bühne gehen"

Die Anbindung an das Mittelalterfest sei laut Oberbürgermeister an der Stelle fast noch schneller als von der Sporgasse herab, denn über die Luisenstraße seien die Besucher ja sofort am Seedamm, wo sich das mittelalterliche Lagerleben zu einem großen Teil abspiele. Dass der Standortwechsel ohne Kritik über die Bühne gehe, davon geht Wolff nicht aus. „Wie bei allen Änderungen ist auch hier mit Betroffenheiten, etwa bei Anwohnern, zu rechnen. Aber ich bin angesichts der Tatsache, welchen Stellenwert Peter-und-Paul in Bretten hat, zuversichtlich, dass sie gering ausfallen.“

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