Zufahrt von Kletter- und Tierpark war zugeparkt / Rettungsgasse muss immer frei bleiben
„Wildes Parken“ ist nicht in Ordnung

Chaotische Verhältnisse und das Fehlen einer Rettungsgasse bemängelte Fraktionsvorsitzender Jörg Biermann (die aktiven) in einer Email an Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter.
  • Chaotische Verhältnisse und das Fehlen einer Rettungsgasse bemängelte Fraktionsvorsitzender Jörg Biermann (die aktiven) in einer Email an Bürgermeister und Ordnungsamtsleiter.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Bretten (bea) Das schöne Wetter der vergangenen Wochen haben viele Autofahrer genutzt, um den wieder eröffneten Kletter- und Tierpark zu besuchen. Dabei war der Andrang offenbar so groß, dass der Wirtschaftsweg, der die beiden Attraktionen in Bretten erschließt, zugeparkt war. „Die Verhältnisse waren chaotisch, von einer Rettungsgasse war nichts zu sehen“, schrieb Jörg Biermann, Fraktionsvorsitzender „die aktiven“, in einer E-Mail an Bürgermeister Michael Nöltner und Ordnungsamtsleiter Simon Bolg.

Parken auf dem Wirtschaftsweg ist nicht erlaubt

„Wir sind Opfer unseres eigenen Erfolgs geworden“, sagt Bürgermeister Nöltner auf Anfrage der Brettener Woche/Kraichgau News. Sicherlich sei es schön, dass die beiden Betriebe nach der Corona-Zeit so attraktiv seien und der Bereich rund um Salzhofen zum Wandern genutzt werde. Doch das ändere nichts daran, dass das Parken auf dem Wirtschaftsweg, der zu den ausgewiesenen Parkplätzen führt, nicht erlaubt sei, sagt Nöltner.

Rettungskräfte müssen passieren können

Die Stadt habe bereits im vorderen, der Straße zugewandten Bereich Parkverbotsschilder anbringen lassen, informiert er. Das verleite die Autofahrer scheinbar zu dem Glauben, dass das Parken auf dem restlichen Wirtschaftsweg erlaubt sei, mutmaßt der Bürgermeister. Doch sei dies vom Gesetz her nicht zulässig. Es müsse stets eine Fahrbahnbreite von 3,05 Metern frei bleiben, damit Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei den Weg ungehindert passieren könnten. „Das werden wir in Kürze noch deutlicher und klarer machen“, kündigt Nöltner an.

Beschilderung und Markierungsarbeiten kommen

In den kommenden Wochen soll, wie von den „aktiven“ gefordert, eine Beschilderung am Wirtschaftsweg angebracht und Markierungsarbeiten vorgenommen werden. Weitere Parkplätze zu bauen sei hingegen nicht vorgesehen. „Zuerst wollen wir eine Erschließung des Areals mittels Geh- und Fahrradweg schaffen“, so Nöltner. Geplant war den parallel zum Wirtschaftsweg verlaufenden Rad- und Fußweg bereits im kommenden Jahr zu realisieren. Doch dies könnte nun wohl noch eine Weile dauern.

Fördergelder für Rad- und Fußweg abgelehnt

Erst kürzlich habe das Regierungspräsidium den Antrag der Stadt auf Fördergelder abgelehnt, teilt Nöltner mit. Dies wurde mit dem als überörtlichem Radwanderweg fungierenden Wirtschaftsweg begründet. „Doch man muss die Situation vor Ort kennen“, sagt Nöltner. Der Wirtschaftsweg fungiere ebenfalls als Erschließungsweg für Kletter- und Tierpark. Daher werde er sich weiterhin beim Regierungspräsidium für die Genehmigung der Fördergelder für einen neuen Rad- und Fußweg in Salzhofen einsetzen. Bislang habe er noch keinen Ansprechpartner im Regierungspräsidium erreicht. Bis dies geschieht, sollen die Markierungs- und Beschilderungsmaßnahmen für den Wirtschaftsweg in Auftrag gegeben werden.

"Saftiger Strafzettel" für Behinderung der Rettungskräfte

„Wenn Rettungswagen und weitere Einsatzkräfte nicht mehr durchkommen, sind saftige Strafzettel zu erwarten. Wir behalten und vor hier aktiv zu werden“, kündigt Nöltner an. Neben den Fördergeldern muss die Stadt ebenfalls noch die für eine Realisierung benötigten Grundstücke erwerben. Bis dahin müssen die bereits vorhandenen Parkplätze dem Besucherandrang standhalten. „In den meisten Fällen reicht der Parkplatz, doch in fünf Prozent der Fälle eben nicht“, sagt Nöltner.

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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