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25 Jahre Südbau: Interview mit den Geschäftsführern Markus Vierling und Ulrich Wickenheißer

Südbau-Geschäftsführer Ulrich Wickenheißer (links) und Markus Vierling
  • Südbau-Geschäftsführer Ulrich Wickenheißer (links) und Markus Vierling
  • hochgeladen von Wiebke Hagemann

Im Interview mit  der Brettener Woche/kraichgau.news lassen die Südbau-Geschäftsführer Markus Vierling und Ulrich Wickenheißer die letzten 25 Geschäftsjahre noch einmal Revue passieren.

Aus welcher Motivation heraus haben Sie gemeinsam die Südbau gegründet?

Vierling: Wir waren schon immer gute Freunde und haben uns schon früh gesagt: Irgendwann gründen wir gemeinsam eine eigene Firma.

Wickenheißer:
Dann ging alles auf einmal ganz schnell: Als wir 1992 die Firma gegründet haben, habe ich noch an meiner Diplomarbeit geschrieben.

Vierling: Dass wir uns nach 25 Jahren gemeinsamer Geschäftsführung noch diese enge Freundschaft bewahrt haben, ist etwas ganz Besonderes. Daraus erwächst auch das familiäre Geschäftsklima der Südbau.

"Das ist noch heute schön anzusehen"

In welchen Bereichen ist Südbau tätig?

Wickenheißer:
Die Südbau ist kein Bauunternehmen, sondern ein Architektur- und Ingenieurbüro. Wir sind nicht nur im Wohnungsbau tätig, sondern auch als Generalplaner für Industriebauten. Manch einer ist überrascht, wenn er erfährt wie viele Projekte und welche wir im Bereich Gewerbe- und Industriebauten betreuen. Die Südbau fungiert außerdem als Bauträger im investiven Bereich und auch als Grundstücksentwicklungs- und Erschließungsträger. Zudem sind wir im Marktsegment der Vermittlung und Begutachtung von Bestandsimmobilien, Grundstücken und Mietobjekten tätig.

Welche Projekte Ihrer 25-jährigen Firmengeschichte sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Vierling: Ganz klar unserer erstes Bauprojekt! Das war ein Einfamilienwohnhaus in der Albert-Einstein-Straße in Bretten. Das haben wir damals noch als Zwei-Mann-Betrieb gebaut. Das ist heute noch schön anzusehen. Aber auch die ersten Reihenhausanlagen in Gondelsheim, in Bretten /Kupferhälde oder an der Derdinger Straße. Dafür haben wir eine Auszeichnung von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) für besonders innovatives Bauen erhalten.

Wickenheißer: Wir waren auch eines der ersten Planungsbüros, die Passivhäuser im Landkreis Karlsruhe gebaut haben. Dieses Pilotprojekt wurde 1999 in einem Neubaugebiet der Stadt Kraichtal realisiert.

Verbundenheit zur Region

Inwiefern fühlen Sie sich in der Region verwurzelt?

Vierling: Herr Wickenheißer stammt aus Forst und ich aus Flehingen beziehungsweise Sickingen, wo wir auch aufgewachsen sind. Die Verbundenheit zur Region erkennt man auch daran, dass viele Handwerksbetriebe und Zulieferer, die hauptsächlich ihren Sitz in Bretten und der näheren Umgebung haben, von der Südbau beauftragt werden. Damit ist die Südbau sowohl direkt als auch indirekt an Arbeitsplatzschaffung und -sicherung in der hiesigen Baubranche beteiligt. Zur Zeit arbeiten rund 480 Personen auf und für unsere Baustellen. Zudem unterstützen wir viele Veranstaltungen, Vereine und soziale Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen.

Wickenheißer: Ebenso stellen wir Praktikumsplätze für Schüler aus allen Brettener Schulen im technischen wie im kaufmännischen Bereich zur Verfügung, die immer einen hohen Zuspruch finden. Hieraus wählen wir öfter unsere Azubis oder auch Studenten der
Dualen Hochschule, die bei uns eine Ausbildung absolvieren. Daher sind wir auch vernetzt mit den Universitäten und Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim.

Einige Ihrer Bauprojekte sind Pflege- und Altenhilfezentren. Welche besonderen Kenntnisse braucht es dafür?

Wickenheißer: Es ist ein sehr interessantes Arbeitsfeld, bei dem man viel Spezialwissen braucht. Insbesondere durch viele verschiedene Verordnungen und Anforderungen, die sich immer wieder ändern und im Detail beachtet werden müssen. Das unterscheidet sich noch einmal ganz erheblich von anderen Bauprojekten.
Vierling: Darum ist Erfahrung dabei auch ganz entscheidend.

Warum haben Sie sich damals für den Umzug von Gondelsheim nach Bretten entschieden?

Vierling: Nach 15 Jahren in Gondelsheim haben wir größere und modernere Büroräumlichkeiten gebraucht. Im Kraichgau-Center haben wir etwa 400 Quadratmeter Fläche für unsere mittlerweile 28 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Wickenheißer: Als Mittelzentrum haben wir in Bretten die Möglichkeit, in alle Richtungen zu agieren und in einem weiten Umkreis in der Region tätig zu sein.

"Mut haben, Ideen umzusetzen"

Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Wirtschaftskrisen und schwierige Zeiten für die Baubranche. Wie hat die Südbau GmbH diese überstanden?

Vierling: Der Innovationswille von Südbau hat eine entscheidende Rolle gespielt. Wir haben immer neue Ideen gehabt und Marktnischen ausgefüllt. Ganz wichtig war es aber, den Mut zu haben, diese Ideen umzusetzen und gegen den Trend Dinge anzugehen. So haben wir zum Beispiel funktionierende Reihenhäuser mit einer Breite von nur 4,30 Metern gebaut. Das hat sonst niemand gemacht. So hat die Entwicklung des Unternehmens nie stagniert.

Wickenheißer: Die Nachfrage nach Energieberatung und energetischer Sanierung hat in den letzten Jahren auch durch neue Gesetzgebungen immer mehr angezogen. In diesem Bereich haben unsere qualifizierten Energieberater und Ingenieure schon von Anfang an große Kompetenz, auch durch die alljährlichen Weiterbildungsmaßnahmen, bewiesen.

Wie geht es in den nächsten Jahren für das Unternehmen weiter?

Vierling: Wir fühlen uns als Unternehmen wohl in Bretten. Sollten unsere jetzigen Räumlichkeiten einmal zu klein werden, favorisieren wir auf jeden Fall den Brettener Standort.

Wickenheißer: Wir bleiben weiterhin innovativ und wollen zukunftsweisende Vorhaben realisieren. Dafür investieren wir auch viel in die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Autor:

Wiebke Hagemann aus Bretten

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