Staatssekretär Steffen Bilger zu Gast in Bretten
B 294-Umfahrung ist Thema des Tages

Von links: Steffen Bilger, Ansgar Mayr, Michael Nöltner, Martin Knecht, Joachim Kössler und Waltraud Günther-Best.
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Bretten (hk) Täglich wird die B294, die auf der Pforzheimer Straße, Wilhelmstraße und Melanchthonstraße durch Bretten verläuft, zum Nadelöhr für den Brettener Innenstadtverkehr. Davon hat sich am Montag, 10. August, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger, auf Einladung von CDU-Landtagskandidat Ansgar Mayr selbst ein Bild gemacht. Im Gespräch mit Bilger machten Bürgermeister Michael Nöltner, CDU-Stadtverbandsvorsitzende Waltraud Günther-Best, CDU-Stadtrat Martin Knecht und der Landtagsabgeordnete Joachim Kössler (CDU) die starke Belastung der Melanchthonstadt durch den anwachsenden Durchgangsverkehr aus Richtung Pforzheim deutlich.

Südwest-Ortsumgehung vordringlich

Bereits in den 1990er-Jahren war laut Nöltner eine Umfahrung der B294 im Süden Brettens geplant gewesen. Allerdings habe man sich dann für eine Nordumfahrung der B35 entschieden. Mit dem vierspurigen Ausbau der Wilhelmstraße habe man geglaubt, das Problem mit der B294 streckenweise zu lösen. „Aber damit hat man Bretten zerschnitten“, machte Nöltner gegenüber Bilger deutlich. Die B294 wird zunehmend als Ausweichstrecke genutzt, wenn der Verkehr auf den Autobahnen A5 und A8 stockt. Im aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ist die „Südwest Ortsumgehung Bretten“ – wie sie offiziell dort genannt wird – im vordringlichen Bedarf ausgewiesen. Die Maßnahme ist mit 40 bis 50 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen im Bundesverkehrswegeplan bis 2030 projektiert. Ebenso wie Bretten liegen auch Bruchsal und Neulingen-Bauschlott auf der Ausweichstrecke aus Richtung Pforzheim. Laut Nöltner sei eine Lösung auch dann zufriedenstellend, wenn die Maßnahmen für Bretten, Bruchsal und Neulingen in einem Zug realisiert würden. „Für einen Lkw ist es von der geografischen Lage her tatsächlich eine Abkürzung, in Pforzheim von der Autobahn runterzufahren und in Bruchsal wieder aufzufahren“, sagte Nöltner. „Ich habe den Eindruck, dass die Situation deutlich schlimmer geworden ist, seitdem es die Autobahn-Maut gibt“, ergänzte Waltraud Günther-Best.

„Vierspurigkeit der Wilhelmstraße hat uns nichts gebracht“

Bürgermeister Nöltner präsentierte dem Staatssekretär auch die bisherigen Überlegungen zu den unterschiedlichen Trassenvarianten. „Es ist die Aufgabe des Planfeststellungsverfahrens herauszufinden, welche Variante am besten ist“, erläuterte Nöltner. Der Leitende Baudirektor des Regierungspräsidiums Karlsruhe, Axel Speer, habe bei einem Treffen Anfang Mai signalisiert, dass die Trasse, die auf den Alexanderplatz führen würde, aus der Sicht des Regierungspräsidiums nicht mehr weiterverfolgt werde, „weil sie das Problem nicht löst, sondern wieder an einer anderen Stelle konzentriert“, erklärte Nöltner, der auch Zahlen zur Entwicklung des innerstädtischen Durchgangsverkehrs dabei hatte. Der Bund gehe davon aus, dass auf der Wilhelmstraße Höhe Aldi bis 2030, 16.000 Kraftfahrzeuge pro Tag durch Bretten rollen werden, davon 5.000 Lkw in 24 Stunden. Auf der Pforzheimer Straße Höhe Hagebau rechne der Bund mit 19.000 Fahrzeugen, davon 5.000 Lkw pro Tag. „Die Vierspurigkeit der Wilhelmstraße hat uns nichts gebracht. Es ist eigentlich nur ein Stauraum. Der Durchfluss würde sich nur dann erhöhen, wenn die Straße durchgängig vierspurig wäre“, erklärte Nöltner. „Und jetzt kommt die Gartenschau ins Spiel“, sagte Nöltner dann erfreut.

Zweite Spur für Radfahrer und Fußgänger

Die Bewerbung für die Ausrichtung der Landesgartenschau im Jahr 2031, 2033 und 2035 wurde bereits abgegeben – im Oktober fällt die Entscheidung. „Die Gartenschau wäre viel attraktiver, wenn wir bei der Ausrichtung die Umfahrung hätten“, sagte Nöltner. In jedem Fall, „ob mit oder ohne Umfahrung“, so der Bürgermeister, die vierspurige Wilhelmstraße werde in jedem Fall auf zwei Spuren zurückgebaut. Die zweite Spur soll somit an die Fußgänger, Radfahrer und an die Natur „zurückgegeben“ werden. „Das ist ein wesentliches Konzept der Landesgartenschau“, machte Nöltner deutlich und fügte hinzu: „Deshalb ist uns die Bewerbung der Gartenschau auch so wichtig, weil damit andere Projekte vorangetrieben werden.“

Von links: Steffen Bilger, Ansgar Mayr, Michael Nöltner, Martin Knecht, Joachim Kössler und Waltraud Günther-Best.
Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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