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IHK Karlsruhe und Regionalverband bieten Kommunen Hilfe bei Innenstadtentwicklung an
Braucht Bretten einen Innenstadtberater?

Bretten kann mit seiner historischen Altstadt bei Besuchern punkten. Doch auch hier leidet der Innenstadthandel.
  • Bretten kann mit seiner historischen Altstadt bei Besuchern punkten. Doch auch hier leidet der Innenstadthandel.
  • Foto: archiv/msc
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Bretten (kn) Das langsame "Sterben der Innenstädte" ist für viele Kommunen ein drängendes Zukunftsthema. Auch die Industrie- und Handelskammer Karlsruhe und der Regionalverband Mittlerer Oberrhein sehen in diesem Bereich dringenden Handlungsbedarf und bieten den Kommunen in der Region nun die Unterstützung eines Innenstadtberaters an. Dieser soll den Städten und Gemeinden helfen,  "lebendige und attraktive Innenstädte zu gestalten". Gerd Hager, Verbandsdirektor beim Regionalverband, ist überzeugt: „Der Innenstadtberater ist wichtig, weil uns digitale Märkte und Plätze weder einen Augenblick noch ein Lächeln schenken können.“

"Maßgeschneiderte Konzepte entwickeln"

Die Initiative ist offen für alle Kommunen mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern und deren lokale Akteure, wie Einzelhändler, Handels- und Gewerbevereine, City-Initiativen und Gewerbetreibende. Gemeinsam mit den Innenstadtberatern werden laut den Akteuren "maßgeschneiderte Konzepte entwickelt, die Lust auf Innenstadt machen. Dabei gilt es, kreative eigene Wege zu finden, die die kommunale Einzigartigkeit und Identität fühlen lassen". Guido Glania, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, ist sich sicher: „Nur gemeinsam können wir die Zukunft positiv gestalten. Der Innenstadtberater wird diesen Prozess moderieren und gemeinsam mit allen Akteuren entwickeln.“ Ermöglicht wird der Innenstadtberater durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, das die Arbeit bis Ende 2022 finanziell fördert.

"Mit den Fragestellungen beschäftigen wir uns seit Jahren"

Auf Nachfrage der Brettener Woche/kraichgau.news betont der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff, er habe das Thema auch erst kurzfristig auf den Tisch bekommen und wolle dies zunächst Verwaltungsintern mit den zuständigen Akteuren besprechen und dann einen eventuellen Bedarf eruieren. "Allerdings hatten wir auch schon vor rund vier Jahren mit der Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU) und den Einzelhändlern das Thema 'Citymanager' auf dem Tableau und haben daraufhin Frau Nathalie Dörl-Heby eingestellt", so Wolff. Und genau mit den Fragestellungen, die von der IHK genannt werden, beschäftige man sich bei der Stadt ebenfalls schon seit einigen Jahren. "Das ist jetzt nichts, was ganz neu vom Himmel fällt", betont OB Wolff. 

VBU sieht dringenden Handlungsbedarf

Dringenden Handlungsbedarf sieht dagegen die Vorsitzende der VBU, Marion Klemm, wie sie im Gespräch mit der Brettener Woche/kraichgau.news deutlich macht. "Wir sollten auf dieses Angebot der IHK und des Regionalverbands schnellstmöglich aufspringen", betont Klemm und ergänzt: "Von unserem Citymanagement habe ich nämlich schon eine ganze Weile nichts mehr gehört". Die VBU-Vorsitzende könnte sich nach eigenen Angaben auch eine gemeinsame Veranstaltung von Stadt und VBU vorstellen, auf der besagter Innenstadtberater in einem Vortrag die Chancen für den Innenstadthandel in Bretten skizziere. "So ein Blick von außen kann nur helfen", ist sich Klemm sicher. Außerdem könne der Berater der Stadt vielleicht klarmachen, dass ein "Dienstleistungszentrum auf der Sporgasse eher in Frage zu stellen ist".

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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