In Diedelsheim beginnen die Arbeiten mit einem Hausabbruch
Hochwasserschutzmaßnahme als Ortsverschönerung

Nach dem Baggerbiss ein Spatenstich mit (von links) Gregor Kühn (Wald+Corbe), Karl Velte, Martin Kern, Martin Wolff, Michael Nöltner, Thomas Zehlicke (EBRD).
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  • Nach dem Baggerbiss ein Spatenstich mit (von links) Gregor Kühn (Wald+Corbe), Karl Velte, Martin Kern, Martin Wolff, Michael Nöltner, Thomas Zehlicke (EBRD).
  • Foto: ger
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Bretten-Diedelsheim (ger) Viele erinnern sich noch an die Jahre 2013, 2015 und 2016, in denen Dauer- oder Starkregen etliche Teile Brettens unter Wasser setzten. Auch entlang des Saalbachs in Diedelsheim liefen Keller voll und wurden Grundstücke überschwemmt. Eins der größten Projekte im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen wurde jetzt dort angestoßen: Oberbürgermeister Martin Wolff höchstpersönlich ließ im Beisein vieler Ortschafts- und Stadträte den Bagger in das bereits abgedeckte und ausgeräumte Haus an der Schwandorfstraße 8 neben dem Saalbach beißen.

Kosten von 2,2 bis 2,5 Millionen Euro

Insgesamt wird dieser Teil des Hochwasserschutzkonzepts 2,2 bis 2,5 Millionen Euro kosten. Der erste Schritt ist der Abbruch des Hauses und der angrenzenden Ufermauer. Die dadurch gewonnene Fläche wird als öffentliche Grünfläche mit Sitzmöglichkeiten gestaltet, zum Gewässer hin werden terrassierte Natursteine angelegt. Die von der Ingenieurgesellschaft Wald + Corbe geplante Maßnahme erstreckt sich über 850 Meter von der Brückenfeldstraße bis zum Ortsende in Diedelsheim, wobei auch die ökologische Aufwertung und Renaturierung des Saalbachs berücksichtigt werden.

Ortsverschönerung

„Retention vor Durchleitung“ betitelte der OB die Maßnahme und versprach, dass damit auch der Ort verschönert werde. Eine Verwallung bzw. eine Hochwasserschutzmauer wird erstellt, die den sogenannten hundertjährigen Hochwassern trotzen soll. Zugleich sind Gewässeraufweitungen und leichte Gewässerlaufverlagerungen vorgesehen, erläuterte der Brettener Bauamtsleiter Karl Velte. Die teilweise sehr steilen und stark von Erosion betroffenen Böschungen sollen deutlich abgeflacht und abgesenkte Vorlandzonen angelegt werden, in denen sich Wassermassen ausbreiten können. Außerdem kommt man so für Unterhaltungsarbeiten besser an den Bachlauf heran.
Störsteine und Wurzelstöcke im Wasser sollen einerseits die Fließgeschwindigkeit drosseln, als auch andererseits kleine Anstauzonen ermöglichen, die selbst in trockenen Sommermonaten einen Lebensraum für Wasserbewohner bieten.

Rodungsarbeiten ab Oktober

Bewusst habe man den jetzigen Zeitpunkt für den Abriss des Hauses gewählt, so Baubürgermeister Michael Nöltner. Durch die Sperrung des Bahnübergangs im Zuge der Sanierung der Schnellbahntrasse Stuttgart – Mannheim herrsche weniger Verkehr in der Straße. „Im Oktober geht es dann weiter, da für die Bauarbeiten auch Gehölze gerodet werden müssen.“ Velte schätzt, dass die Bauarbeiten ein Jahr dauern werden.
Ortsvorsteher Martin Kern brachte seine Freude zum Ausdruck, dass die Schutzmaßnahme endlich angegangen wird. „Ich hoffe, dass sich die Behinderungen für die Anwohner in Grenzen halten. Und wenn sie doch größer sein sollten, so wünsche ich mir, dass man das große Ganze sieht.“

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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