Firma setzt auf breite Hygienemaßnahmen
Kein Corona bei Deuerer

Bretten (hk/swiz) Seitdem mehrere Schlachtbetriebe in Deutschland zu Coronavirus-Hotspots geworden sind, rücken die Arbeits- und Wohnbedingungen der Beschäftigten, vornehmlich die der Leiharbeitnehmer, in den Blickpunkt. In der Region ist vor allem die Firma Müller Fleisch aus Birkenfeld (Enzkreis) ins Visier der Öffentlichkeit geraten, nachdem bekannt wurde, dass dort mehrere hundert Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Die infizierten Mitarbeiter, die in beengten Wohnverhältnissen lebten, wurden daraufhin vom Landratsamt in Ausweichunterkünften untergebracht. Auch das Unternehmen Deuerer in Bretten hat Wohnräume, in denen Leiharbeitnehmer untergebracht sind.

Mundschutz-Tragepflicht per Dienstanweisung angeordnet

Roland Hagner, kaufmännischer Geschäftsführer der Deuerer Gruppe, teilt auf Anfrage der Brettener Woche mit, dass bisher keine Coronavirus-Fälle in den Betrieben der Firma Tiernahrung Deuerer verzeichnet wurden. „Dies führen wir auf die sofort nach Bekanntwerden der Pandemie eingeleiteten Infektionsschutzmaßnahmen zurück“, so Hagner weiter. So seien beispielsweise alle Mitarbeiter hinsichtlich der einzuhaltenden Hygienemaßnahmen und den Abstandsregeln intensiv geschult worden. Darüber hinaus habe man den Mitarbeitern sogenannte PP-Astrohauben mit Mundschutz zur Verfügung gestellt sowie die Tragepflicht per Dienstanweisung angeordnet. „Veränderungen der Laufwege im Betrieb und die Aufstellung von Plexiglastrennwänden waren weitere beispielhafte Maßnahmen“, erklärt Hagner.

Zusammenarbeit mit einem Leiharbeitnehmer-Unternehmen

Das Brettener Unternehmen beschäftige bereits seit fünf Jahren kein Werkvertragsunternehmen mehr. Aktuell arbeite man mit nur einem Leiharbeitnehmer-Unternehmen zusammen. Hagner versichert, dass die größte Anzahl der Leiharbeitnehmer sich selbstständig Wohnraum auf dem privaten Wohnungsmarkt besorgt habe. Vor der Coronavirus-Krise habe es nur ein Wohnheim mit maximal zwei Betten pro Zimmer gegeben. „Nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie wurde zusätzlicher Wohnraum angemietet, so dass grundsätzlich jedem Mitarbeiter ein Einzelzimmer mit Nasszelle zur Verfügung steht“, erläutert Hagner. Zusätzlich seien Maßnahmen für die Hygiene verstärkt worden, indem die Intervalle der Reinigung erhöht und Desinfektionsmaßnahmen eingeführt wurden. Auch die Laufwege und Ein- und Ausgänge im Gebäude seien geregelt worden. Insbesondere zur Einhaltung des Abstandsgebots würden verstärkt Begehungen und Kontrollen durchgeführt werden.

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Kraichgau News aus Bretten

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