Abschluss des Reformationsjubiläums in Baden-Württemberg

Mit einem zentralen Festgottesdienst und einem Empfang des Ministerpräsidenten haben die evangelischen Christen am Dienstag den 500. Reformationstag gefeiert.

Stuttgart (dpa/lsw) Mit einem zentralen Festgottesdienst und einem Empfang des Ministerpräsidenten haben die evangelischen Christen am Dienstag den 500. Reformationstag gefeiert. "Die Reformation als Bewegung hat ihren Ursprung in der Umkehr eines Menschen weg von der Angst vor Gott hin zu Gottesfurcht, Liebe und Vertrauen", sagte der württembergische Landesbischof Frank Otfried July in einer Predigt mit dem badischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh laut einem vorab verbreitetem Redetext.

Gottesfurcht als Form von Liebe

Cornelius-Bundschuh zeigte in der Stuttgarter Stiftskirche Verständnis für die vielen Ängste, die die Menschen umtrieben, wie die Angst vor Krankheit und Alter, vor Terrorismus oder dem Klimawandel. Landesbischof July stellte der Angst der Menschen die Gottesfurcht entgegen. Gottesfurcht sei immer eine Form von Liebe. Sie begrenze menschliche Machtfantasien. "Wir sollen Menschen sein und nicht Gott", zitierte July Martin Luther.

Empfang im Neuen Schloss

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wies im Rahmen des anschließenden Empfangs im Neuen Schloss auf die befreiende Wirkung der Rechtfertigungslehre Luthers hin. In einem vorab verbreitetem Redetext hieß es: "Der Mensch wird vor Gott nicht gerecht durch seine guten Werke, sondern durch seinen Glauben an Jesus Christus." Dieser Gedanke mache innerlich frei. Wer sich befreit erlebt von der lähmenden Sorge um das Jenseits, der müsse Verantwortung übernehmen für sich, für andere, für die Welt. "Es ist also eine Freiheit, die in Verantwortung mündet", betonte Kretschmann.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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