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Schulsachenaktion hilft Flüchtlingsfamilie
Auf der Flucht nur einen Rucksack dabeigehabt

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Region (hk) Kinderarmut in Deutschland führt ein Schattendasein, aber es gibt sie – auch in Bretten und Umgebung. Wie notwendig Hilfe für finanziell schwache Familien ist, erleben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werks in Bretten immer wieder. Die finanzielle Kraftanstrengung für die Beschaffung von Schulmaterial ist gerade für diese Familien nicht zu stemmen – und ein chancengleicher Start ins Schulleben für die Kinder nicht möglich. Der Bedarf an Sach- oder Geldspenden ist in bedürftigen Familien folglich grundsätzlich gegeben. Deshalb veranstaltet die Brettener Woche/kraichgau.news in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk in Bretten auch in diesem Jahr wieder die „Schulsachen“-Aktion „durch die wir diese Familien gut unterstützen können“, weiß Melanie Heinzel von der Diakonie.

Strahlende Augen bei ukrainischer Flüchtlingsfamilie

Die Schulsachen- und Geldspenden der Leserinnen und Leser helfen in besonderem Maße Familien, die sich verzweifelt bemühen, ihren Kindern einen chancengleichen Start ins Schulleben zu ermöglichen, aber nicht die finanziellen Möglichkeiten haben. Von diesen Sorgen und Ängsten zum Schulanfang bleiben auch ukrainische Flüchtlingsfamilien nicht verschont, wie jüngst eine Beratung in der Diakonie aufgezeigt hat, berichtet eine Mitarbeiterin. Dort konnte eine aus der Ukraine geflüchtete Mutter mit ihren beiden sieben und acht Jahre alten Kindern – vor Ort und aus der Beratung heraus – mit zwei Schultaschen versorgt werden. „Die beiden Kinder gehen hier erst seit wenigen Wochen in die Schule und haben gestrahlt bei der Übergabe. Dass auch noch ein neues Mäppchen mit neuen Stiften darin war, ließ die Kinderaugen besonders strahlen“, berichtet Melanie Heinzel. Auf ihrer Flucht hätte die kleine Familie nur einen kleinen Rucksack dabeigehabt.

Frist zur Abgabe der Karten endet am 15. Juli

Mit der Schulsachen-Aktion sollen aber auch jene Familien unterstützt werden, die mit ihrem Einkommen gerade so über die Runden kommen und nicht auf Hilfe angewiesen sind, für die der Schulanfang aber eine besondere finanzielle Belastung darstellt. Zu diesem Zweck werden alle Brettener Schulen und Kindergärten gebeten, die blauen Karten der Schulsachen-Aktion mit der Aufschrift „Alle meine Schulsachen – das wünsche ich mir zum Schulanfang“ an bedürftige Familien zu verteilen. Die Karten sollten dann bis zum 15. Juli ausgefüllt an die Brettener Woche (Pforzheimer Straße 46, 75015 Bretten) gesendet oder in den Briefkasten der Brettener Woche im Kraichgau Center geworfen werden. Ab dem 18. Juli können dann Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich ein oder mehrere Kärtchen in der Geschäftsstelle der Brettener Woche heraussuchen und den notierten Schulsachen-Wunsch (Schulranzen oder Schulrucksack) erfüllen. Die Sachspenden mit Kärtchen geben Sie bitte bis zum 8. August wieder bei der Brettener Woche ab.

Auch Geldspenden sind erwünscht

Wer lieber mit Geld, das zweckgebunden für Schulsachen verwendet wird, helfen möchte, kann auf das Spendenkonto des Diakonischen Werks in Bretten bei der Volksbank Bruchsal-Bretten, IBAN DE13 6639 1200 0000 5675 07 spenden. Bitte geben Sie unbedingt den Verwendungszweck „Alle meine Schulsachen“ an. Auch mehrere kleine Spenden summieren sich am Ende zu einem beachtlichen Betrag, mit dem sich Schulranzen anschaffen lassen, um beim Start ins Schulleben für Chancengleichheit zu sorgen!

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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