Die Weihnachtsgeschichte im Koran

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Interkulturelle Weihnachtsfeier mit minderjährigen Geflüchteten



Kürnbach. Dass die Geschichte von Maria und dem Jesuskind auch im Koran steht, war der zentrale Verbindungspunkt des Abends. Die ehrenamtliche Initiative „Flüchtlinge Unter Uns – FUU“ in Kürnbach hat zum zweiten Mal eine interkulturelle Weihnachtsfeier mit den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen durchgeführt, die in der Jugendhilfeeinrichtung des Internationalen Bundes (IB) in der ehemaligen Blasmusikakademie untergebracht sind.

Gastfreundschaft des ökumenischen Jugendkreises

Die Jugendlichen des ökumenischen Jugendkreises, die auch regelmäßig die geflüchteten Jugendlichen einladen, hatten im Vorfeld Plätzchen gebacken und Ehrenamtliche hatten kleine Geschenke besorgt und den Raum weihnachtlich geschmückt. Pfarrerin Ulrike Trautz brachte zu Beginn mit einem Spiel Begegnungsmöglichkeiten in die bunt gemischte Festgruppe. Viele der geflüchteten Jugendlichen stammen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak, aber auch junge Afrikaner sind dabei. Da sie aber aus muslimisch geprägten Kulturen kommen, kennen die meisten von ihnen das Weihnachtsfest nur aus dem Fernsehen. Eine Mitarbeiterin des IB hatte mit drei Jugendlichen ein kleines Anspiel vorbereitet, das unsere Festkultur spiegelte und in der christlichen Weihnachtsgeschichte nach Lukas mündete.

Lesung der Weihnachtsgeschichte aus Bibel und Koran

Nach dem traditionellen Weihnachtslied „Stille Nacht“ thematisierte der Migrationsbeauftragte des evang. Kirchenbezirks Bretten-Bruchsal, Pfr. Gunter Hauser, mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Koran die verbindende Bedeutung von Weihnachten zwischen den Religionen Christentum und Islam. Für manche war dies neu, anderen war das aber auch schon bekannt. Schon bei der letztjährigen Feier hatte ein junger Moslem aus Gambia gewusst, dass Jesus im Koran 26 mal genannt wird.

Gedämpfte Stimmung wegen drohender Abschiebungen

Nach einem Friedenslied in drei Sprachen gab es dann Leckereien und Spiele und die Feier endete in angeregten Gesprächen und Musik. Dabei war die Atmosphäre im Vergleich zum Vorjahr etwas gedämpft, weil für einige der Geflüchteten die Ablehnung und damit die Abschiebung aktuell im Raum steht.
Der Einrichtungsleiter Frank Kalenda und der Psychologe Klaus Eisenhut unterstützten die Feier mit ihrer Mitwirkung in guter Kooperation mit den Mitgliedern des Aktionskreises FUU wie Pastor Andreas Heeß von der Methodistischen Kirche, dem ehemaligen Bürgermeister Karl-Heinz Hauser, der ehemaligen Schulleiterin Helene Edin, der Gemeinderätin Tatjana Mohr und Wolfgang Grahm, der für fair gehandelte Schokolade gesorgt hatte.

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