Faustball-Nationalmannschaft holt sich das Weltmeister-Triple
Im richtigen Moment am oberen Limit gespielt

Zum dritten Mal in Folge: Der Faustball-Weltmeister heißt Deutschland. (Delegationsleiter Harald Muckenfuß stehend links)
  • Zum dritten Mal in Folge: Der Faustball-Weltmeister heißt Deutschland. (Delegationsleiter Harald Muckenfuß stehend links)
  • Foto: Bernhard Kaiser
  • hochgeladen von Chris Heinemann

BRETTEN (GG) Die im Vierjahres-Rhythmus ausgespielten Weltmeisterschaften wurden im schweizerischen Winterthur mustergültig organisiert. Insgesamt wurden 30 000 Zuschauer an sieben WM-Tagen und rund 7 000 Faustballbegeisterte aus aller Welt beim Finale gezählt. Erstmalig nahmen 18 Nationen aus fünf Erdteilen an diesem Event teil.

Einstimmung in Geislingen

Als Delegationsleiter der deutschen Faustball-Nationalmannschaft war der Brettener Harald Muckenfuß im Vorfeld für das Team tätig und vor Ort mitten im Geschehen. Der deutsche Zehner-Kader stimmte sich mit einem zweitägigen Vorbereitungslehrgang in Geislingen auf das Turnier ein. Das Turnier hatte einen besonderen Modus. Die acht Bestplatzierten der Weltrangliste spielten in zwei Vierergruppen, die restlichen Nationen in zwei Fünfergruppen eine Vorrunde aus. In der Zwischenrunde konnte man sich für das Viertelfinale qualifizieren.

Schleppender Auftakt

Natürlich war das deutsche Team als World Games-Sieger 2017 und als amtierender Doppel-Weltmeister (Österreich 2011 und Argentinien 2015) hoher Favorit. Die Mannschaft kam allerdings nur schleppend ins Turnier. In den ersten beiden Spielen gegen Argentinien und Italien zeigte man trotz der 3:0-Siege vor allem in der Defensive keine gute Leistung. Eine immer noch nicht optimale Leistung reichte dann gegen die Mitfavoriten aus Österreich aus, wobei beim 3:1-Erfolg der erste und einzige Satz im Turnierverlauf abgegeben werden musste.

Noch immer Sand im Getriebe

Auch gegen die erstaunlich selbstbewusst auftretenden Spieler aus der USA war noch immer Sand im Getriebe. Trotzdem konnten noch einmal alle Spieler getestet werden. Ein erstes Zeichen wurde dann im Viertelfinale gegen den starken Südamerika-Meister Brasilien gesetzt werden, der beim 3:0 ( 11:7, 11:9, 11:6) Sieg dominiert wurde. Gastgeber Schweiz hatte überraschend gegen Österreich verloren, sodass es im Halbfinale vor über 6000 lautstarken Zuschauern zum Duell der Teams kam, die sich in den letzten sechs internationalen Endspielen ebenfalls gegenüberstanden. Deutschland hatte den besseren Start und entschied den ersten Durchgang mit 11:6 für sich.

Knackpunkt gegen die Schweiz

Knackpunkt war der zweite Satz, in dem das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld drei Satzbälle abwehren konnte, um dann beim 14:14 den entscheidenden Punkt zu setzen. Damit war die Schweizer Gegenwehr gebrochen und der letzte Satz mit 11:3 eine leichte Beute für Deutschland.

Beeindruckende Leistung gegen Österreich

Gegner im Finale war das Team Österreich, das sich knapp mit 3:2 gegen Brasilien durchgesetzt hatte. Es herrschte eine unglaubliche Stimmung im Stadion, in dem sich die österreichischen und deutschen Fans lautstark duellierten. Das Spiel wurde sowohl in der Schweiz, als auch in Österreich live im Fernsehen übertragen. Mit einer beeindruckenden Leistung auf allen Positionen ließ der Titelverteidiger dem Herausforderer aus dem Nachbarland keine Chance und feierte nach nur 50 Minuten Spielzeit den dritten Weltmeistertitel in Folge. Der 4:0 (11:4, 11: 4, 11:9, 11:5) Erfolg war nur im dritten Satz ein Spiel auf Augenhöhe. Zu stark der Service und die Spielschläge des überragenden Spielers dieser WM, Patrick Thomas aus Pfungstadt. Aber auch der zweite Angreifer Lukas Schubert (Berlin), der Zuspieler Fabian Sagstetter (TV Schweinfurt-Oberndorf) und die Pfungstadter Defensive mit Jonas Schröter und Ajith Fernando spielten zum richtigen Zeitpunkt am oberen Limit und konnten zu Recht ausgelassen den Titel feiern.

Ausbildungsprogramm bezahlt gemacht

Dazu Harald Muckenfuß: „Dieses Finale war für uns nahezu perfekt. Es war von der Bank aus sehr entspannt anzuschauen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass wir verlieren könnten. Es zeigt, dass die Deutsche Faustball-Liga auf einem guten Weg ist und dass sich unser Ausbildungsprogramm bezahlt macht!“ Das soll sich auch noch in vier Jahren auswirken, wenn die WM in Deutschland ausgetragen wird und das Finale in der SAP-Arena in Mannheim erstmalig auf natürlichem Rasen in der Halle stattfinden soll.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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