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Nach grippalen Infekten
B-Vitaminkur für schnellere Erholung

Dr. med Wolfgang Grebe, Facharzt für Innere Medizin, Frankenberg/Eder
  • Dr. med Wolfgang Grebe, Facharzt für Innere Medizin, Frankenberg/Eder
  • Foto: Privat
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Eine Erkältung, ein grippaler Infekt oder gar eine richtige Grippe ist kraftraubend. Es braucht oft Wochen, um wieder zu Kräften zu kommen. Dabei scheinen die Erreger immer heftigere Symptome auszulösen, wie die Grippewellen der vergangenen Jahre zeigten. Wir sprachen mit dem Facharzt für Innere Medizin, Dr. med. Wolfgang Grebe aus Frankeberg/Eder, über besonders gefährdete Patientengruppen und über die Rolle, die eine vom Arzt per Spritze oder Infusion verabreichte Aufbaukur mit B6, B12 und Folsäure bei der Regeneration spielen kann.

Herr Dr. Grebe, Sie sprechen von immer heftigeren Symptomen der letzten Grippewellen. Welche Patienten sind denn besonders betroffen?
Von grippalen Infekten und von Infektionen mit der echten Grippe waren in den vergangenen beiden Wellen hauptsächlich die Altersgruppen 35 bis 59 (mit ca. 33%) sowie die über 59jährigen mit etwa 25%. betroffen. Sie alle plagten sich nicht nur mir der Erkrankung an sich, sondern auch mit langen, oft schier nicht enden wollenden Erholungsphasen.

Wie lange sollte denn die Erholungsphase im Regelfall dauern dürfen?
Als Faustregel gilt: Die Dauer der Erholungsphase, der sogenannten Rekonvaleszenz-Zeit, sollte der Dauer der Krankheitsphase entsprechen. Wer also zwei Wochen krank war, sollte sich auch zwei Wochen erholen können.

Das ist aber doch fast nie machbar!
Leider haben Sie da recht. Schon unsere Berufswelt fordert jederzeitige Verfügbarkeit. Eltern können auch nur sehr selten genügend ausruhen. Hinzu kommt, dass vor allem ältere Patienten deutlich länger brauchen, um eine Infektion zu überwinden, genauso wie Personen mit vorgeschädigtem Immunsystem oder mit einer ungesunden, vitaminarmen Lebensweise. Wenn die Erschöpfung nach einer überstandenen Infektion nahezu kein Ende mehr nimmt, sprechen wir von einer „persistierenden“ Erschöpfung, einem Zustand, der sich häufig erst durch eine sinnvolle Vitamin-Aufbaukur beenden lässt.

Warum Vitamine? Welche Rolle spielen die bei der Frage der Rekonvaleszenz-Zeit?
Seit Jahren ist ein Zusammenhang zwischen einem Mangel an den Vitaminen B6, B12 und Folsäure und einem Absinken der körperlichen und psychischen Belastbarkeit bekannt. Daher sollte in Belastungssituationen immer die gleichzeitige und aufeinander abgestimmte Gabe aller drei Vitamine erfolgen. Will man sie zuführen, sollten sie in einem optimalen Verhältnis zueinander verabreicht werden, damit sie sich in ihrer Wirkung ergänzen und unterstützen. Um eine zeitnahe und möglichst umfassende Wirkung zu erzielen, solle die Zufuhr per Injektion erfolgen.

Als Muster einer sinnvollen Vitamin-Aufbaukur, die von Ärzten per Spritze oder Infusion verabreicht wird, gilt Medivitan i.V. (rezeptfrei, Apotheke). Aber warum nicht einfach die Vitamine schlucken?
Weil die Bioverfügbarkeit von über den Magen/Darmtrakt zugeführten – also geschluckten – Vitaminen denkbar schlecht ist. Aus Tabletten und Trinkampullen gelangt beispielsweise nur etwa 1% des enthaltenen B12 in die Blutbahn. Zudem spricht für die sogenannte parenterale Zufuhr, also die Zufuhr mittels Spritze oder Infusion die Tatsache, dass durch chronische Magen-Darm-Erkrankungen oder die mit zunehmendem Alter abnehmende Aufnahmefähigkeit des Magen-Darm-Trakts noch weniger der mittels Tabletten zugeführten Vitamine sinnvoll in den Stoffwechsel aufgenommen werden. Eine Injektionskur jedoch stellt sicher, dass 100% der Aufbaustoffe dort ankommen, wo sie wirklich benötigt werden.

Wie lange braucht es, bis der Patient die ersten positiven Veränderungen spürt?
Das ist ja das Schöne an dieser Art der Zufuhr: Die revitalisierende Wirkung ist häufig schon nach der ersten Spritze spürbar. Die Injektionskur geht über vier Wochen – jeweils zweimal pro Woche eine Spritze.

Ist das nicht ein hoher Zeitaufwand?
Dieser Zeitaufwand lohnt aber auf jeden Fall. Denn so kann jeder recht einfach dazu beitragen, nach Erkrankungen schnell wieder fit zu werden und die gewohnte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zurück zu erlangen.

Autor:

Kraichgau News aus Bretten

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