Der Feigenbaum - Süße Früchte mit Sonnenhunger

Südeuropäische Genüsse im Kraichgau: Steigende Temperaturen bescheren Feigenbaumbesitzern reichlich süße Früchte. (Foto: Dittes)

Teil 7 unserer Serie Klimawandel im Kraichgau

BRETTEN (ch) Zunehmende Wetterextreme, steigende Meeresspiegel, sich ausbreitende Wüsten – weltweit finden Forscher immer mehr Anzeichen des Klimawandels. Auch im Kraichgau registriert der Brettener Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) schon seit Jahren den Klimawandel anhand von Wanderungsbewegungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Heute: der Feigenbaum.

Immer häufiger gedeihen in den Hausgärten von Bretten und Umgebung Feigenbäume. Die milden Winter und die heißen Sommer lassen die süßen, wohlschmeckenden Früchte reifen. Man muss nicht mehr ins sonnige Südeuropa fahren, um sie frisch vom Baum genießen zu können. Der Feigenbaum stammt aus Kleinasien und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits im Alten Testament wird er mehrfach erwähnt. Diese wärmeliebende Kulturpflanze ist rund um das Mittelmeer weit verbreitet. Die durch den Klimawandel angestiegenen Temperaturen haben im Kraichgau nicht nur die Ausbreitung des Feigenbaums begünstigt, sondern auch dessen Erträge gesteigert. So konnten in einem Garten der Brettener Innenstadt im vergangenen Super-Sommer 2018 von Anfang August bis Ende September Feigen geerntet werden. Inzwischen gibt es Feigensorten, die winterhart sind und schon im zweiten Jahr Früchte tragen. Aber Vorsicht: „Die ganze Pflanze enthält einen milchigen Saft, der zu Hautreizungen führen kann“, warnt Matthias Menzel vom BUND Bretten. gd

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