Indisches Springkraut - Orchidee des armen Mannes

Sportlicher Einwanderer: Das Indische Springkraut schleudert seine Samen bis zu sieben Meter weit. (Foto: Dittes)

Teil 2 unserer Serie Klimawandel im Kraichgau

Zunehmende Wetterextreme, steigende Meeresspiegel, sich ausbreitende Wüsten – weltweit finden Forscher immer mehr Anzeichen des Klimawandels. Auch im Kraichgau registriert der Brettener Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) schon seit Jahren den Klimawandel anhand von Wanderungsbewegungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Heute: das Indische Springkraut.

Ebenfalls vom Klimawandel begünstigt wird die Ausbreitung des Indischen Springkrauts entlang von Bächen oder schattigen Waldwegen. Nicht nur Kinder haben im Sommer Spaß daran, seine reifen Samenkapseln zum Explodieren zu bringen. Bei der geringsten Berührung schleudern sie ihre schwimmfähigen Samen bis zu sieben Meter weit.

Von Imkern als ideale Bienenweide geschätzt

Die aus dem Himalaya stammende Zierpflanze wurde im 19. Jahrhundert in Europa eingebürgert. Wegen ihrer dekorativen, leuchtend roten bis rosafarbenen Blüten erhielt sie den Beinamen „Orchidee des armen Mannes“. Auch Imker trugen zur Verbreitung bei, weil sich das Springkraut unter anderem wegen seiner überdurchschnittlichen Nektarproduktion und der bis zum ersten Frost währenden, langen Blütezeit als ideale Bienenweide anbietet. Deshalb werden die Blüten auch von den Brettener Bienen und Hummeln besonders gerne besucht.

Keine Behinderung nachwachsender Bäume

Aber das oft in großen Kolonien auftretende, über zwei Meter hohe, einjährige Staudengewächs wird teilweise auch bekämpft, weil ihm vorgeworfen wird, dass es einheimische Pflanzen verdrängt. Versuche ergaben jedoch, dass es das Nachwachsen junger Bäume nicht behindert. Außerdem wechselten die Kolonien nach spätestens drei Jahren ihren Standort. Bestimmten Pflanzenteilen werden von Kräuterkundlern sogar heilkräftige und kosmetische Wirkungen nachgesagt. gd/ch


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