Wegen fehlendem Entgegenkommen der Arbeitgeber
Busfahrer im Südwesten treten in Warnstreik

Reutlingen (dpa/lsw) Busfahrer im Südwesten fordern bessere Arbeitsbedingungen und treten an diesem Mittwoch in mehreren Städten in den Warnstreik. So soll etwa der Stadtverkehr in Reutlingen ab 8.00 Uhr bestreikt werden, wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch in Neuenstadt am Kocher (Kreis Heilbronn) und im Raum Karlsruhe soll es Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr und bei privaten Busunternehmen geben. Weitere Warnstreiks sollen demnach am Donnerstag folgen. Grund für den Warnstreik ist nach Angaben von Verdi fehlendes Entgegenkommen der Arbeitgeber.

Auswirkungen auf bis zu 9000 Busfahrer

Verdi und der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer WBO verhandeln derzeit einen neuen Manteltarifvertrag für das private Omnibusgewerbe. Verdi setzt sich unter anderem für eine Pausenregelung nach dem Arbeitszeitgesetz, höhere Sonntags- und Nachtzuschläge und die Aufnahme von Verhandlungen für eine betriebliche Altersvorsorge ein. Der Verband WBO teilte mit, der Warnstreik komme zur Unzeit. Unternehmen hätten während der Pandemie zudem Arbeitsplätze vielfach mittels Kurzarbeit erhalten, hieß es. Die Verhandlungen haben laut Verdi Auswirkungen auf bis zu 9000 Busfahrer im Südwesten. Die Gespräche sollen am 26. Juni fortgesetzt werden.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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