Mignon Kleinbek: Eine "Bähmulle" als Autorin

Die Autorin Mignon Kleinbek.
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Mignon Kleinbek hat zwei Bücher über ihre schlimme Arthritis-Erkrankung geschrieben. Mit ihrem dritten Buch will sie nun ganz neue Wege gehen. Ein Gewinnspiel zum Text finden Sie unter diesem Artikel.

Ötisheim (swiz) Nach einem fast nicht enden wollenden Ärztemarathon und einem Leben voller Schmerzen erfährt die Autorin Mignon Kleinbek, dass sie am sogenannten Fibromyalgiesyndrom und einer rheumatischen Erkrankung namens Psoriasis Arthritis leidet. Dabei handelt es sich um eine entzündliche Gelenkerkrankung, die bei Kleinbek auch mit einer starken Schuppenflechte einhergeht. Die chronischen Schmerzen machen für die Betroffenen ein normales Leben oft unmöglich. So auch für Kleinbek.

Der Krankheit viel geopfert

Die frühere Erzieherin musste der Krankheit unter anderem ihren Beruf und immer wieder auch ihr Privatleben opfern. Denn oft blieb ihr nicht viel mehr übrig, als die Tage mit Schmerzen, liegend auf der Couch oder im Bett zu verbringen. Viele Menschen hätten während einem solchen Leidensweg irgendwann aufgegeben und vor der Krankheit kapituliert. Nicht so Kleinbek. Sie kämpfte sich wieder zurück ins Leben. Neben ihrer Familie hat die 52-Jährige das auch ihrer Leidenschaft, dem Bücherschreiben, zu verdanken. In ihrem ersten Buch „Nach oben“ beschreibt die Mutter von zwei Kindern in eindrucksvollen Worten ihre Krankengeschichte. Dabei hat sie das Buch in erster Linie nicht für sich selbst geschrieben.

"Buch für Menschen, die mit jemandem wie mir zusammenleben"

„Das Buch ist eigentlich für Menschen gedacht, die mit jemandem wie mir zusammenleben oder mit Betroffenen zu tun haben“, sagt Kleinbek. „Denen konnte ich auf ihre Frage, ‚wie geht es dir?‘ eigentlich nie richtig antworten, weil diese Krankheit so komplex ist.“ Mit dem Buch habe sie allen Menschen zeigen wollen, „was genau mit mir los ist und wie chronische Erkrankungen ein ganz normales Leben beeinträchtigen. Während das erste Buch den kompletten Krankheitsverlauf von Kleinbek beschreibt, widmet sie sich in ihrem zweiten Buch „Bähmulle“ (Heulsuse auf schwäbisch; Anm. d. Redaktion) ihrer Lebensweise trotz Krankheit und beschreibt die große Unterstützung durch ihre Familie.

"Die Familie ist einfach mein absoluter Mittelpunkt"

„Ich gebe schöne Erlebnisse wieder, die ich im letzten Jahr hatte und beschreibe, wie man sein Leben auch mit der Krankheit genießen kann.“ Darüber hinaus hat sie ein großes Kapitel ihrer Familie gewidmet, in dem sie offen über die großen Herausforderungen spricht, die durch die Krankheit für ihre Liebsten entstanden sind. „Die Familie ist einfach mein absoluter Mittelpunkt“, beschreibt Kleinbek das Verhältnis. „Allerdings ist es auch da immer ein Spagat: auf der einen Seite muss ich natürlich bei vielen Sachen Hilfe von meinem Mann und meinen Kindern beanspruchen, auf der anderen Seite will ich nicht die ganze Zeit bemuttert werden.“ Diesen Spagat zu schaffen, sei für alle Beteiligten eine große und nicht immer leichte Aufgabe gewesen.

Drittes Buch in Planung

Und was bringt die Zukunft für „Bähmulle“ Kleinbek? „Ich habe nach diesen zwei Büchern gemerkt, dass ich da eine Passion entdeckt habe. Allerdings will ich nicht mehr über meine Krankheit schreiben, sondern mich anderen Projekten widmen.“ Ganz konkret haben sich diese Planungen auch schon in einem dritten Buch niedergeschlagen, über das Kleinbek aber noch nicht viel verraten will. „Nur so viel, es wird ein eher düsteres Buch werden, das die Geschichte einer Familie aus einem kleinen Dorf in Österreich erzählt, die in den 1940er Jahren beginnt.“

Wer jetzt Lust zum Lesen bekommen hat, kann im folgenden Gewinnspiel eines von drei "Bähmulle"-Büchern von Mignon Kleinbek gewinnen.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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