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Bisher keine Hinweise auf infizierte Wildschweine
Ausbruch von Schweinepest bei Hausschweinen in Baden-Württemberg

Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Forchheim (Landkreis Emmendingen) will das Agrarministerium untersuchen, ob Wildschweine im Umkreis befallen sind (Symbolbild).
  • Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Forchheim (Landkreis Emmendingen) will das Agrarministerium untersuchen, ob Wildschweine im Umkreis befallen sind (Symbolbild).
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Forchheim (dpa/lsw) Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Forchheim (Landkreis Emmendingen) will das Agrarministerium untersuchen, ob Wildschweine im Umkreis befallen sind. "Um die Suche schnell und effizient zu gestalten, setzen wir Zweier-Teams bestehend aus zwei Personen und einem geeigneten Hund ein, die das eingerichtete Suchgebiet systematisch nach möglichen Kadavern absuchen", kündigte Agrarminister Peter Hauk (CDU) an. Am Freitag, 27. Mai, werde die Suche mit rund 20 Team in Emmendingen beginnen. Am Samstag und Sonntag werden weitere Teams ausrücken.

Drohnen-Einsatzteams mit Wärmebildkameras

"Flankiert werden die Suchteams außerhalb von Waldflächen durch Drohnen-Einsatzteams mit Wärmebildkameras", sagte Hauk. Diese Suchteams werden bisher nur in Baden-Württemberg ausgebildet und kamen bereits in anderen von Afrikanischen Schweinepest betroffenen Gebieten Deutschlands zum Einsatz.

Schutzzone mit Mindestradius von drei Kilometern

Laut Hauk sollen in den drei Landkreisen Emmendingen, Ortenau und Breisgau-Hochschwarzwald in den nächsten Monaten alle erlegten und durch Unfälle getöteten Wildschweine untersucht werden. Den Jägern werden dazu Probenkits zur Verfügung gestellt. Um den betroffenen Betrieb in Forchheim herum werden eine Schutzzone mit einem Mindestradius von drei Kilometern und eine sich daran außen anschließende Überwachungszone mit einem äußeren Radius von zehn Kilometern eingerichtet.

Keine Gefahr für die menschliche Gesundheit

In dem Betrieb waren innerhalb von nur fünf Tagen bis zum Mittwoch 16 von 35 Hausschweinen qualvoll verendet. Das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigte das Virus am Mittwochabend bei zwei verendeten Tieren. Die übrigen Tiere sind laut Hauk getötet worden. Es bestehe keine Gefahr für die menschliche Gesundheit, Schweinefleisch könne weiter verzehrt werden.

Bisher keine Hinweise auf infizierte Wildschweine

Laut dem Landesjagdverband gibt es derzeit keinen Hinweis auf infizierte Wildschweine. Wurst- und Fleischreste sollten, insbesondere an Rastplätzen, in verschlossenen Mülleimern entsorgt werden. Das Virus kann beispielsweise in geräuchertem Schinken oder Salami über 100 Tage überleben. «Werfen Sie keine Lebensmittelreste, vor allem von Wurst- und Fleischwaren, unachtsam fort, damit sich Wildschweine nicht infizieren. Die Jägerinnen und Jäger sind sich ihrer Verantwortung bewusst und helfen bei der Prävention sowie dem Monitoring. Je früher infizierte Schweine gefunden werden, desto eher wird die Seuche eingedämmt und Tierleid vermieden», sagte Landesjägermeister Jörg Friedmann.

ASP ist eine schwere Virusinfektion

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine betrifft. Sie verläuft fast immer tödlich und ist unheilbar. Für den Menschen oder für andere Tierarten ist die Krankheit ungefährlich. Zunächst hatte sie sich in Osteuropa verbreitet. Am 10. September 2020 wurde ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt. ASP-Fälle waren seitdem in Brandenburg (Wild- und Hausschweine) und in Sachsen (Wildschweine) und 2021 auch in Mecklenburg-Vorpommern (Wild- und Hausschweine) aufgetreten.

Autor:

Kraichgau News aus Bretten

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