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Neustrukturierung der Wasserversorgung in Gochsheim, Münzesheim und Oberacker
Neubau des zentralen Hochbehälters geht voran

Der neue Hochbehälter von innen: Wassermeister Sven Oswald (am Monitor) erläutert unter anderem Bürgermeister Ulrich Hintermayer (dritter von links) das „elektronische Herzstück“ des Gebäudes.
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  • Der neue Hochbehälter von innen: Wassermeister Sven Oswald (am Monitor) erläutert unter anderem Bürgermeister Ulrich Hintermayer (dritter von links) das „elektronische Herzstück“ des Gebäudes.
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Kraichtal-Oberacker (sn) Eine gute Wasserversorgung ist auch für die Zukunft des ländlichen Raums unerlässlich. Erst wenn einem das „Lebensmittel Nr. 1“ von heute auf morgen einmal nicht mehr zur Verfügung steht - beispielsweise aufgrund einer Keimbelastung - wird einem bewusst, wie bedeutend die Ressource für das tägliche Leben ist. Dies wissen auch die Verantwortlichen der Stadt Kraichtal, die sich jüngst an der Baustelle des neuen, zentralen Hochbehälter in Oberacker von der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts überzeugten.

Versorgungssicherheit soll erhöht werden

„Nach Information unseres Labors für Trinkwasseranalyse sind alle Proben, die für einen Umschluss der Trinkwasserversorgung in Kraichtal-Oberacker nötig waren, ohne Befund", erklärte Wassermeister Sven Oswald. Daher konnte der neue Hochbehälter auch ohne Probleme am 23. Januar an die Versorgungsleitung Oberacker angeschlossen werden. Auch Bürgermeister Ulrich Hintermayer ging noch einmal auf die wichtigsten Punkte der rund einjährigen Baumaßnahme am bestehenden Hochbehälter „Forst“ ein. „Wesentliche Bestandteile des Konzepts sind der Bau eines zentralen Trinkwasserhochbehälters sowie das Herstellen einer Verbindung zwischen den Stadtteilen Gochsheim und Münzesheim mittels Ringleitung, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.

„Aus drei mach eins“

Ausgangspunkt für den Bau des Behälters war ein von der Stadt Kraichtal in Auftrag gegebenes Strukturgutachten zu den zahlreichen Hochbehältern, die in neun Stadtteilen Kraichtals zur zuverlässigen Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser vorgehalten werden. „Ziel des Gutachtens war es nicht nur, die festgestellten Mängel zu beseitigen, sondern eine zukunftsweisende Lösung für die nächsten Generationen zu finden - also ein nachhaltiges wie gleichermaßen wirtschaftliches Konzept, das sukzessive umgesetzt werden kann“, erinnerte Nils Deparade, Amtsleiter Technik, an die anfänglichen Überlegungen. Schnell wurde erkannt, dass aus drei Hochbehältern in Gochsheim, Oberacker und Münzesheim einer gemacht werden soll.

Ringschluss zwischen Münzesheim und Gochsheim

Die Neuverlegung einer Förderleitung von Gochsheim (Versorgung mit Bodenseewasser) zum zentralen Hochbehälter wurde dabei ebenso notwendig, wie die Verlegung einer Fallleitung zwischen dem Hochbehälter und den Stadtteilen Münzesheim und Gochsheim. Ein Ringschluss zwischen den Stadtteilen Münzesheim und Gochsheim wurde zudem aus Gründen der Versorgungssicherheit unumgänglich. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt haben am 5. Februar mit dem Bau der Fallleitung von Oberacker nach Münzesheim begonnen.

Kosten von 1,8 Millionen Euro

Für den Hochbehälter Oberacker mit Bedienungshaus ergeben sich Herstellungskosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro. Für die Realisierung des Wasserversorgungskonzepts fließen Fördermittel des Landes. Der Fördersatz beträgt 65 Prozent.

Der neue Hochbehälter von innen: Wassermeister Sven Oswald (am Monitor) erläutert unter anderem Bürgermeister Ulrich Hintermayer (dritter von links) das „elektronische Herzstück“ des Gebäudes.
Der neue Hochbehälter in Oberacker von außen.
Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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