Walzbachtal bekommt zwei neue Gemeinschaftsunterkünfte

Die Integration funktioniert in Walzbachtal.
  • Die Integration funktioniert in Walzbachtal.
  • Foto: Pixabay, falco
  • hochgeladen von Christian Schweizer

(ch) Die erschreckend dichte Abfolge an Gewalttaten in Deutschland und Frankreich in den vergangenen Wochen, an denen auch Flüchtlinge beteiligt waren, hat nicht nur viele Bürger, sondern auch die Verantwortlichen in den Rathäusern der Region beunruhigt.

„Das stimmt mich alles schon sehr nachdenklich“, sagt Walzbachtals Bürgermeister Karl-Heinz Burgey. Der Rathauschef tritt zugleich der Sorge entgegen, dass sich dadurch an der bislang stabilen Sicherheitslage in der Gemeinde etwas ändere.

Bürgermeister: "Löwenanteil der Flüchtlinge ist friedfertig"

Im Umfeld der Flüchtlingsunterkunft in der Wössinger Alemannenstraße herrsche Ruhe, auch dank der Einbindung der Bewohner in ein Betreuungsnetz aus rund 60 Ehrenamtlichen sowie Vereinen und Kirchen. Er gehe davon aus, „dass der Löwenanteil der Flüchtlinge friedfertig ist“, so der Bürgermeister. Aber natürlich könne man nicht ausschließen, dass auch andere Leute darunter seien. In diesem Fall komme es darauf an, dass das bundesweite Sicherheitssystem mit Registrierung und Abschiebungen funktioniere. Im Übrigen sei die Gemeinde dankbar, dass sie vor Ort einen Polizeiposten habe, mit dem sie „in ständigem, engem Kontakt“ stehe.

Zwei Gemeinschaftsunterkünfte für 160 weitere Flüchtlinge

Gegenwärtig leben in Walzbachtal rund 100 Flüchtlinge, darunter rund 45 in einer Gemeinschaftsunterkunft (GU). Im nächsten Jahr ist die Gemeinde verpflichtet, weitere 250 aufzunehmen. Dafür baut das Landratsamt im Wössinger Gewerbegebiet Bitschengässle die erste von zwei neuen GUs. 2017 folgt ein weiterer Neubau in der Jöhlinger Jahnstraße. Gemäß einer Vereinbarung mit dem Gemeinderat hat jede GU maximal 80 Plätze.

Knapp 100 anerkannte Flüchtlinge benötigen eine Anschlussunterbringung

Bei 96 anerkannten Flüchtlingen muss die Gemeinde jeweils für Anschlussunterbringungen sorgen. Rund 50 von ihnen sollen 2017 in ein im Bau befindliches Wohnhaus am Jöhlinger Bahnhof ziehen, 20 in ein anderes Haus. Für den Rest werde die Verwaltung noch Mietwohnungen finden, ist der Bürgermeister zuversichtlich. Das gilt auch für die Finanzierung: Die im Haushalt veranschlagten 1,5 Millionen Euro werden nach seiner Aussage nicht nur für dieses, sondern auch für nächstes Jahr reichen. Offen sei allerdings noch die Anzahl von Personen aus Familiennachzug.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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