Sohn von Ex-Nationalspieler Dieter und Neffe von Bayern-Patron Uli Hoeneß kommt wohl in den Kraichgau
Hoeneß als Trainer bei der TSG 1899 Hoffenheim ante portas

München/Hoffenheim (Ulrike John und Manuel Schwarz/dpa) Sebastian Hoeneß steht nach zähen Verhandlungen vor einem Wechsel als Cheftrainer zur TSG 1899 Hoffenheim. Nach einem "Bild"-Bericht vom Sonntag, 26. Juli, haben sich der FC Bayern und der Bundesligist aus dem Kraichgau über die Freigabe des Coaches der zweiten Mannschaft der Münchner geeinigt. Nach "Sky"-Angaben steht Hoeneß kurz vor einer Vertragsunterschrift. Eine Bestätigung aus Hoffenheim gab es zunächst nicht, der Vollzug soll nach dpa-Informationen Anfang der Woche vermeldet werden.

Topkandidat auf den vakanten Posten

Das Tauziehen zwischen dem Rekordmeister und der TSG dauert schon länger, Hoeneß gilt als Topkandidat auf den vakanten Posten. Bayern-Cheftrainer Hansi Flick wäre von einem möglichen Wechsel von Hoeneß zur TSG nicht überrascht. Der 38-Jährige hatte zuletzt mit der zweiten Mannschaft des Fußball-Rekordmeisters den Titel in der 3. Liga geholt und gilt als Topkandidat in Hoffenheim. "Dass er sich Gedanken macht und sein Ziel die Bundesliga ist, das haben wir alle gewusst und auch erahnt. Das ist ganz natürlich", sagte Flick, der von Juli 2017 an knapp acht Monate bei der TSG Geschäftsführer war. Hoeneß, Sohn von Ex-Nationalspieler Dieter und Neffe von Bayern-Patron Uli Hoeneß, ist laut Flick "sehr erfolgsorientiert, sehr selbstbewusst, und das sind die Eigenschaften, die man braucht als Trainer in der 3. Liga, aber natürlich auch, wenn man den Sprung schaffen möchte in die Bundesliga".

FC Bayern II zum Meistertitel in Liga 3 geführt

Hoeneß war 2017 als Jugendcoach von RB Leipzig nach München gekommen. Gleich in seiner ersten Saison als Trainer in der 3. Liga holte er mit dem FC Bayern II als Aufsteiger den Meistertitel. "Er ist noch ein junger Trainer, hat aber hier schon einige Fußspuren hinterlassen und sehr erfolgreich gearbeitet", unterstrich Flick. Hoeneß hatte bei den Bayern einen Vertrag bis 2022. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte kürzlich geäußert, dass die Clubführung die Entscheidung, ob man den Trainer ziehen lasse, "ganz alleine zu treffen haben. So oder so, weil ich mich da befangen sehe."

Chefcoach Schreuder musste wegen "Differenzen" gehen

Hoffenheim hatte sich am 9. Juni überraschend von seinem Chefcoach Alfred Schreuder getrennt - wegen "Differenzen" bei der Zukunftsplanung, wie es damals hieß. Der Niederländer hatte nie aus den großen Fußstapfen seines Vorgängers Julian Nagelsmann (heute RB Leipzig) treten können. Nun soll Hoeneß dem einstigen Dorfclub wieder mehr Strahlkraft verleihen. Nach Schreuders Abgang hatte ein fünfköpfiges Betreuerteam - mit Schreuders und Nagelsmanns ehemaligem Assistenten Matthias Kaltenbach an der Spitze - die Mannschaft trainiert. Sportchef Alexander Rosen koordinierte das ungewöhnliche, zeitlich begrenzte Projekt, ließ aber keinen Zweifel daran, dass es vor der neuen Spielzeit "eine externe Lösung" geben wird. Sebastian Hoeneß kennt die TSG ziemlich gut: Er spielte 2006/2007 wenige Male für die Hoffenheimer, als diese noch der Regionalliga angehörten, und auch in deren zweiter Mannschaft.

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Kraichgau News aus Bretten

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