Gedicht

Beiträge zum Thema Gedicht

Freizeit & Kultur

Dehoim in Eisingen: Mundart-Gedicht von Fritz Mößner
D´Vergesslichkeit

Um lebendig zu bleiben, muss Mundart gepflegt werden. Einer, der sich um die Pflege der Eisinger Mundart verdient gemacht hat, ist Fritz Mößner. Seiner Gedichtsammlung sind die folgenden Reime entnommen. D´Vergesslichkeit A großes Übel weit und breit isch heutzutag d´Vergesslichkeit. Alte, Jonge send betroffe: Oftmals lasch die Haustür offe oder steh´sch im Keller dronne, denksch: „Was will i denn dahonne?“ Nor gucksch rom: Was hend mir alles? Grombiere, Äpfel, Zwetschgegsälz. Oder bisch wege...

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  • 28.08.19
Freizeit & Kultur

Dehoim in Eisingen: Mundart-Gedicht von Fritz Mößner
I un mei neie Wei

Um lebendig zu bleiben, muss Mundart gepflegt werden. Einer, der sich um die Pflege der Eisinger Mundart verdient gemacht hat, ist Fritz Mößner. Seiner Gedichtsammlung sind die folgenden Reime entnommen. I un mei neie Wei Z´erscht war mir´s wie an jedem annere Owed, in bin komme un heb au sche g´seit „godden Owed!“ Un noch de Singschdun hat´s gebbe Zwiwwelkuche un neie Wei, natierlich da ware feschd dabei. De Kuche hat mir g´schmeckt und de Wei war guet, un i heb denkt, des gibt widder ganz...

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  • 28.08.19
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Dehoim in Eisingen: Gedicht von Friedrich Mößner
Unser Dorf

Einst war ein Dörflein, ach so klein, umrahmt von Feldern, Wiesen, Wald und Wein. Das Dörflein lag mal ganz versteckt, bis man es endlich hat entdeckt. Das Dörflein sprach: Ach, seid mir nicht so streng, so langsam wird es mir zu eng! Hier in dem Tal, ich halt´s nicht aus, ich will doch endlich auch mal raus. Bin schon so alt und noch so klein, ich möchte auch mal größer sein. Könnt ihr mich wirklich nicht versteh´n? Genau wie andre möchte ich um mich seh´n. Das Dörflein wuchs nach allen...

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  • 28.08.19
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Dehoim in Kieselbronn: S´Dörfle - Mundart-Gedicht von Gustav Bischoff

Die Kieselbronner Mundart droht in Vergessenheit zu geraten. Umso bedeutsamer sind Zeugnisse wie die von Bärbel Rudin 1981 mit der Gemeindeverwaltung herausgegebene Sammlung "Im Flecke on dromromm, Reimschwänke und andere Mund-Art, Zeichnungen und Fotos aus Kieselbronn", aus der auch folgendes Gedicht von "gubi" alias Gustav Bischoff stammt. S´Dörfle Do liegt´s, des Dörfle, mäusleschtill em glitzernasse Tau, als ob´s no weiter schlofe will em frühe Morgegrau. Koi Lüftle rührt sich, on koi Wurm...

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  • 30.01.19
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Dehoim in Kieselbronn: D´Gaißeschenner - Mundart-Gedicht von Karoline Link

Die Kieselbronner Mundart droht in Vergessenheit zu geraten. Umso bedeutsame sind Zeugnisse wie die von Bärbel Rudin 1981 mit der Gemeindeverwaltung herausgegebene Sammlung "Im Flecke on dromromm, Reimschwänke und andere Mund-Art, Zeichnungen und Fotos aus Kieselbronn", aus der auch folgendes Gedicht von Karoline Link stammt. D´Gaißeschenner En Metzger hat g´metzlt eme Haus, de Nochber nützt den Gang a aus: „Heh“, sagt er, „hasch en freie Moment? No machsch meim fette Gaißbock e End.“ D´r...

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  • 30.01.19
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Dehom in Heidelsheim und Helmsheim: Mundart-Gedicht "Hoimed"

Die Helmsheimerin Alexandra Nohl hat dieses und weitere Gedichte des Söllinger Mundartautors Wolfgang Müller vertont und präsentiert sie zur Gitarre bei ihren Auftritten. Hoimed Vum Sechseleite morgens uffgweckt werre Owets d’Hase nomol fiedere un d’Hehner eisperre Bisz dunkel wird uff de Stroß rumrenne Enanner gut kenne Solang die Alte drauße sitze, uffbleiwe derfe Mit em Opa seim Wetzstoi s’Daschemesser schärfe Im Sommer sich traue im Haischopf zu penne Dass ma Mores devor hett, zugewwe kenne...

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  • 29.08.18
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Blick von der Michaelskapelle über Untergrombach und das Rheintal. Foto: ch

Dehom in Ober- und Untergrombach: Mundart-Gedicht "Heimat"

Unnedrunne uff de Kaad, do, wo ich gebore waad, liegt e Lond des aa en Rhein hat, s' nennt sich Baade, ich nenn´s Heimat! Geel - rot - geel - so sinn de Foabe, östlich von uns lebe d' Schwoabe. D' Wackes wohne übberm Roihn westlisch von uns, trinke Woin. Schwätze do ma Dialekt, Esse do ma Woascht mit Weck, Grummbier, Sparchl, Geelariewe, Dampfnudl dun mer aa liewe. Grobach hoist de kloine Odd, do geh' ich so schnell net fodd! Brusels Obber-Boamoischda kam sogaa mol einscht von da! Owedrowe d'...

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  • 28.02.18
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Dehoim in Oberderdingen: Oifach, wenn m`rs koo!

(ch) Oskar Combe ist Ortsvorsteher im Oberderdinger Ortsteil Großvillars. Er kennt das ehemalige Waldenserdorf wie seine Westentasche. Hin und wieder trägt er zu besonderen Anlässen selbst verfasste Geschichten und Mundart-Gedichte vor, die den früheren Dorfalltag beleuchten und hin und wieder Eigenheiten der Dorfbewohner mit liebevollem Humor aufs Korn nehmen. „Schwäbisch isch oifach, wenn m´rs koo!“ Die oinzig Sproch, die jeder vorsteht, isch Schwäbisch, weil des oifach geht. S´isch blos mit...

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  • 28.06.17
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Samuel Friedrich Sauter, nach dem Titelbild seiner Gedicht-Gesamtausgabe von 1845

Dehoim in Oberderdingen: "Abschiedslied für Auswanderer" von Samuel Friedrich Sauter

(ch) Samuel Friedrich Sauter lebte von 1766 bis 1846 und war damit Zeitgenosse von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe. Obwohl er insgesamt 30 Jahre lang Dorfschullehrer in Flehingen und später in Zaisenhausen blieb, hat er über 500 Gedichte, Reime und Erzählungen veröffentlicht. Nach ihm wurde die Flehinger Grundschule benannt. Abschiedslied für Auswanderer nach Amerika Nun ist die Scheidestunde da, Adieu! Wir ziehen nach Amerika, Adieu! Die Wagen sind schon vor der Thür, Mit...

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  • 28.06.17
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Dehoim in Oberderdingen: "Dreschdag" - Mundartgedicht von Oskar Combe

(ch) Oskar Combe ist Ortsvorsteher im Oberderdinger Ortsteil Großvillars. Er kennt das ehemalige Waldenserdorf wie seine Westentasche. Hin und wieder trägt er zu besonderen Anlässen selbst verfasste Geschichten und Mundart-Gedichte vor, die den früheren Dorfalltag beleuchten und hin und wieder Eigenheiten der Dorfbewohner mit liebevollem Humor aufs Korn nehmen. Dreschdag (Dreschtag) Heit komma d`Mähdrescher naus uffs Feld, so funktionierts en da moderna Welt. No ganz annersch war des vor 50, 60...

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  • 28.06.17
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Dehoim in Sternenfels: Gedicht über die Zweitnamen von Sternenfels, Diefenbach und Zaisersweiher

Gedicht von Frieda Oelschläger, Bauerndichterin aus Diefenbach (1907-1991), in: Frieda Oelschläger, Hier tut´s mich leis ermahnen Zaiserweihermer, des send d`Kuckuga, mir, dia Diefabacher, den d`Räuber, on d`Sternafelser den Sandhasa. Jetzt sen mir zammag`schlossa, d`Sternafelser on dia Diefabacher, jetzt heißt`s halt d`Sandhasaräuber. Do weiß mr net, wer wen raubt, d`Sandhasa dia Räuber oder dia Räuber d`Sandhasa. Also sonst heißt`s dia Räuber on dia Hasa, dia den mitnander grasa. Mancher kann...

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  • 22.02.17
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Dehoim in Sternenfels: Unser einst so schönes Mettertal

Gedicht von Frieda Oelschläger, Bauerndichterin aus Diefenbach (1907-1991), in: Frieda Oelschläger, Hier tut´s mich leis ermahnen O Stromberg, o Heimat, wie bist Du so schön, durch Deine lieben Wälder tu ich so gern gehen. Wie herrlich Dein Kraich- und Dein Mettertal, da möchte ich wandern noch oft und viel mal. Im Stromberggebirge klar und hell Entspringt unsere schöne Metterquell. Rieselt am Fuße des Strombergs vorbei, und weiter fort, bis beim Meer sie sei. Lustig und mit frohem Sinn,...

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  • 22.02.17
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Der Aalkistensee bei Ölbronn. Foto: ch
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Dehoim in Ölbronn-Dürrn: Hinnerem Berg am a griana Wäldle

Ölbronner Mundart-Gedicht von August Velte Hinnerem Berg am a griana Wäldle Emma Tal so wonnerschee Liegt a irdischs Paradiesle Des isch dr Aalkistasee. So an See isch ebbes schös Laigna ko wohl niamer dees. (…) On dia Fisch wu do drenn schwemma Kerle wia an Zuckerhuet Schleia, Bärschleng, Hecht onn Karpfa Nirgnds grote se so guat. Alles Fleisch word g´holt em See Onn mr braucht koin Metzger meh. (Das zu Maulbronn gehörende Naturschutzgebiet Aalkistensee ist auf drei Seiten von der...

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  • 06.12.16
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Landschaft bei Neulingen im Winter.

Dehoim in Neulingen: Gedicht über die Gründung von Nußbaum

Nußbaums Gründung Hört, wie dereinst in alten Zeiten das Dorf aus jenem Berg erwuchs. Der Kaiser Karl tat einstens reiten zur Jagd auf Bär und Elch und Luchs. Da kam er auch in jene stillen Wälder, wo heut das stille Dörflein steht. Noch dehnten sich nicht seine Felder dahin in stolzer Majestät. Doch sah man weithin in die Lande; des Kaisers Auge war entzückt, als er die herrlich blauen Bande der fernen Berge hat erblickt. Die Jagd war gut und wohlgeraten, sie währte auch den ganzen Tag, und es...

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  • 27.11.16
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