Die Streifenwanze - durstige Vegetarierin

Sieh Dir nur die Wanz´ an: Mit ihrem schwarz-roten Streifenkleid hält sich die kleine Wanze  mögliche Fressfeinde vom Leib.
  • Sieh Dir nur die Wanz´ an: Mit ihrem schwarz-roten Streifenkleid hält sich die kleine Wanze mögliche Fressfeinde vom Leib.
  • Foto: Dittes
  • hochgeladen von Chris Heinemann

Teil 5 unserer Serie Klimawandel im Kraichgau

Zunehmende Wetterextreme, steigende Meeresspiegel, sich ausbreitende Wüsten – weltweit finden Forscher immer mehr Anzeichen des Klimawandels. Auch im Kraichgau registriert der Brettener Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) schon seit Jahren den Klimawandel anhand von Wanderungsbewegungen in der Tier- und Pflanzenwelt. Heute: die Streifenwanze.

Sie ist auffällig und unverwechselbar. Die etwa ein Zentimeter große, rote Wanze hat auf ihrem Kopf zwei, auf ihrem Halsschild sechs und über dem Hinterleib vier schwarze Längsstreifen. Die Unterseite ist schwarz gefleckt. Auch im Raum Bretten kann man dieses Insekt vom Frühling bis zum Spätsommer auf Doldengewächsen antreffen, wo es an den noch unreifen Samen saugt. Da Streifenwanzen – anders als die mit ihnen verwandten Bettwanzen – kein Blut, sondern nur Pflanzensäfte mögen, sind sie für Menschen völlig ungefährlich.

Nuckeln an Möhren, Pastinaken und Mannstreu

Nach der Paarung legen die Vegetarierinnen im Juni/Juli ihre Eier ab. Die Jungtiere schlüpfen einige Wochen später. Die ausgewachsenen Tiere überwintern in der Laubstreu oder in Pflanzenpolstern. Die Streifenwanze, wissenschaftlich Graphosoma lineatum, bevorzugt Brachflächen, Wald- und Wiesenränder, ehemalige Weinberge, die warm und sonnig sind. Dort wachsen ihre bevorzugten Futterpflanzen wie die Wilde Möhre, Pastinake oder Mannstreu. Auch in Gärten mit Dill oder Fenchel kann man der Streifenwanze begegnen.

Seit der Jahrhundertwende auf dem Weg nach Norden

Die Streifenwanze ist in allen Ländern um das Mittelmeer anzutreffen. Bereits Ende des 20. Jahrhunderts hat sie sich weit nach Norden, bis Südschweden ausgebreitet. Sie profitiert von den höheren Temperaturen des Klimawandels und ist daher auch im Kraichgau heimisch geworden. gd

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Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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