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Nachhaltiges Projekt in Bretten sucht noch Sponsoren
Repair Café trifft einen Nerv

Gerd Lehmann, Sibille Elskamp und Winfried Gerstner (von links) vor dem Gebäude, in dem das Repair Café Platz findet. ger
  • Gerd Lehmann, Sibille Elskamp und Winfried Gerstner (von links) vor dem Gebäude, in dem das Repair Café Platz findet. ger
  • hochgeladen von Katrin Gerweck

Bretten (ger) Offensichtlich hat Winfried Gerstner mit der Idee, ein Repair Café in Bretten ins Leben zu rufen, einen Nerv getroffen. Den Rentner stört schon lange die Wegwerfmentalität in Deutschland, die zum Beispiel an Sperrmüllterminen sichtbar wird. Oft seien es nur Kleinigkeiten, die wieder instand gesetzt werden müssten, damit Toaster, Fahrrad, Schrank oder Laptop wieder funktionierten, aber das Wissen dafür fehle, so Gerstner. Er wünscht sich daher einen regelmäßigen Treff, an dem jeder mit fachkundiger Hilfe seine Haushaltsgegenstände reparieren kann.

40 Personen möchten mitmachen

Und mit dem Wunsch ist er offenbar nicht allein. Nach dem Aufruf auch in der Brettener Woche Anfang März haben den gelernten Werkzeugmacher sage und schreibe 40 Personen kontaktiert, die gerne beim Repair Café mitmachen würden. Vom Schreiner über Schlosser, Elektriker, Fahrradmechaniker und Schneiderin bis zum IT-Spezialisten war alles dabei. Ausdrücklich wolle man keine Konkurrenz zu bestehenden Handwerkern sein, sondern sich vor allem um das kümmern, was für Handwerker eher zu klein sei, sagte Gerstner.

Räumlichkeiten von der Städtischen Wohnungsbau

Mit im Boot sind inzwischen auch Gerd Lehmann, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbau und die FWV-Stadträtin Sibille Elskamp. Elskamp hatte am Rande der Haushaltsklausur vor einem Jahr ebenfalls die Idee eines Repair Cafés aufgebracht, von der Lehmann gleich begeistert war. Von der Pandemie ausgebremst, hatten die beiden den Gedanken aber erst einmal nur im Hinterkopf behalten, mit Gerstners Vorstoß helfen sie jetzt tatkräftig bei der konkreten Umsetzung mit. „Wenn Corona nicht wäre, könnte man flott loslegen“, sagte Lehmann beim Pressetermin.
Für den Treff stellt die Städtische Wohnungsbau nämlich, mit dem Einverständnis der Stadt, kostenfrei Räumlichkeiten zur Verfügung im Erdgeschoss des Gebäudes An der Schießmauer 6, das als Anschlussunterbringung und Obdachlosenunterkunft dient. Einen Raum für eine Werkstatt, einen für das Café – denn der Treff soll auch dem kommunikativen Miteinander und gemütlichem Austausch bei Kaffee und Kuchen dienen – sowie sanitäre Anlagen stehen dort bereit. Gegenüber, vor den Gebäuden An der Schießmauer 1 und 3, gibt es gute Parkmöglichkeiten, und die Stadtbahnhaltestelle ist auch nicht weit.

Auch soziales Miteinander wichtig

„Jetzt sind wir noch auf der Suche nach Spendern und Sponsoren. Sowohl gutes Werkzeug als auch finanzielle Unterstützung sind willkommen“, appellierte Elskamp an alle, die für das Projekt etwas beisteuern möchten. Der Hagebaumarkt Wertheimer hat bereits seine Unterstützung zugesagt. Die nächsten Schritte seien nun die Gründung eines eingetragenen Vereins, worin Lehmann versiert ist, und die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu wäre es laut Gerstner gut, jemanden zu haben, der den Aufbau und die Pflege von Social-Media-Seiten und einer Homepage übernimmt. Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, wolle man mit zwei Nachmittagen in der Woche starten. Und je nachdem, wie sich der Treff entwickelt, seien auch Kooperationen mit Schulen, mit der Lebenshilfe oder anderen Institutionen denkbar. „Mir geht es vor allem auch um das soziale Miteinander und dass die Leute wieder mehr miteinander sprechen“, betonte Gerstner.

Kontakt zu Winfried Gerstner gibt es unter 0171-6555770 oder gerstner-winfried@gmx.de.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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