Verein für Stadt- und Regionalgeschichte Bretten begeht Jubiläum
Zum 100-jährigen Jubiläum ein Kinoabend

Anzeige aus dem Brettener Tagblatt, November 1921, mit Ankündigung eines Vortrags, der zur Gründung des ersten Geschichtsvereins, der Ortsgruppe Bretten des Dachverbandes „Badische Heimat“, führte.
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  • Anzeige aus dem Brettener Tagblatt, November 1921, mit Ankündigung eines Vortrags, der zur Gründung des ersten Geschichtsvereins, der Ortsgruppe Bretten des Dachverbandes „Badische Heimat“, führte.
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Bretten (WS) Der 4. November 1921 gilt als Gründungstag des ersten Brettener Geschichtsvereins. Nach einem Vortrag des Kunsthistorikers Max Wingenroth aus Freiburg im Hotel Krone wurde eine Ortsgruppe Bretten des Dachverbands der „Badischen Heimat“ mit Sitz in Freiburg gegründet. Spontan traten 54 Mitglieder der Ortsgruppe bei, um sich neben der Landes- und Regionalgeschichte für den Schutz der Natur, der Umwelt und Landschaft sowie für Denkmalpflege und Heimatkunde einzusetzen. Es waren harte Jahre der Not und Entbehrungen nach dem Ersten Weltkrieg. Die Menschen sehnten sich nach wirtschaftlicher Besserung und neuer Lebensfreude und hofften, das verlorengegangene Selbstvertrauen und den Verlust des Heimatgefühls in der Gemeinschaft wieder zurückzugewinnen. Das kleine Städtchen Bretten mit circa 5.500 Einwohnern verzeichnete damals rund 60 Vereine.

Verschmelzung mit Museums- und Geschichtsverein im Jahr 2000 

Fast 80 Jahre bestand die Ortsgruppe trotz wechselvoller Jahre, trotz des verheerenden Zweiten Weltkrieges und trotz des zeitweiligen Vereinsverbots durch die Alliierten Besatzungsmächte. Im Jahre 2000 führte der personelle Aderlass der Gruppe zur Verschmelzung mit dem 1991 gegründeten Museums- und Geschichtsverein und damit zur Auflösung der Ortsgruppe. Nachdem zu den Heimattagen 1990 in Bretten ein kleines Stadtmuseum im Alten Rathaus entstand und später als schmuckes Refugium im Nebengebäude des Schweizer Hofs endgültig seinen Platz fand, wurde das Aufgabenspektrum wieder breiter gefasst und durch die Namensänderung im März 2007 in „Verein für Stadt- und Regionalgeschichte Bretten“ verdeutlicht.

Wichtige Instanz im Kulturleben der Stadt

Seit 100 Jahren ist der Geschichtsverein nun eine wichtige Instanz im Kulturleben der Stadt. Die Mitglieder fühlen sich einer langen Tradition verpflichtet und bereichern die Stadt und an Geschichte Interessierte durch Forschungen, Dokumentationen, Publikationen, Vorträge und sonstige Aktivitäten zur Stadtgeschichte. Heute besteht der Verein, wie im Gründungsjahr 1921, aus 54 Mitgliedern und neue Mitglieder sind immer herzlich willkommen.

Kinoabend am 16. November

Der Verein möchte dieses Jubiläum in fröhlicher und lockerer Art begehen und lädt Mitglieder und Bevölkerung sehr herzlich am Dienstag, 16. November, zu einem Kinoabend in das Brettener Kinostar ein. Je nach Wetterlage wird ab 19 Uhr – aus Corona-Gründen im Freien – Glühwein ausgeschenkt. Die Veranstaltung im Kino beginnt um 19.30 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro. Karten sind an der Kino-Abendkasse oder online erhältlich unter www.kinostar.com/kino/kinostar-filmwelt-bretten/
Der Vorsitzende Wolfgang Stoll wird den Gästen mit einigen ernsten und heiteren Ausschnitten aus dem „Brettener Tagblatt“ von 1921 einen authentischen Einblick in die Zeit vor 100 Jahren geben. Anschließend wird Stadtarchivar Alexander Kipphan einen 60-minütigen, vertonten Jubiläumsfilm vorstellen, der vor über 55 Jahren vom Inhaber des ehemaligen Fotogeschäfts Derfo, Hans M. Meier, zum 1200-jährigen Stadtjubiläum 1967 gedreht wurde.

Anzeige aus dem Brettener Tagblatt, November 1921, mit Ankündigung eines Vortrags, der zur Gründung des ersten Geschichtsvereins, der Ortsgruppe Bretten des Dachverbandes „Badische Heimat“, führte.
"Was will der Verein 'Badische Heimat'?" Artikel aus dem Gründungsjahr 1921 im Brettener Tagblatt.
Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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