"Notbremse" bei Inzidenz von 100
Ausgangsbeschränkung für Landkreis Karlsruhe soll am 7. März enden

"Wir alle haben es selbst in der Hand, ob die Zahl der Infektionen trotz der Öffnungsschritte in einem vertretbaren Rahmen bleibt", meint Landrat Christoph Schnaudigel.
  • "Wir alle haben es selbst in der Hand, ob die Zahl der Infektionen trotz der Öffnungsschritte in einem vertretbaren Rahmen bleibt", meint Landrat Christoph Schnaudigel.
  • Foto: Landkreis Karlsruhe / Jodo
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Region (kn) Gute Nachrichten für die Menschen im Landkreis Karlsruhe: Die derzeit noch gültige Ausgangsbeschränkung für den Kreis soll nicht über den 7. März hinaus verlängert werden.  Vor dem Hintergrund, dass bei der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Karlsruhe, wie im Land schon seit Wochen, keine ansteigende Tendenz zu beobachten sei, sei eine Verlängerung nicht vorgesehen, erklärte Landrat Christoph Schnaudigel. Gegenüber dem Zeitpunkt des Erlasses der nächtlichen Ausgangsbeschränkung am 11. Februar hat sich die Situation bezogen auf den Inzidenzwert verbessert. So sank dieser seit dem Erlass von 67 pro 100.000 Einwohner auf 54,1 (Stand 4. März).

"Notbremse" bei Inzidenz von 100

Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs hatten sich am Mittwoch, 3. März, auf eine Lockerungsstrategie mit mehreren Öffnungsschritten verständigt. Vorausgesetzt, dass die Beschlüsse in Baden-Württemberg so umgesetzt werden, werden ab Montag, 8. März, wieder private Treffen in größerem Umfang ebenso möglich sein, wie Terminshopping-Angebote sowie Museen- und Galerienbesuche mit vorheriger Terminbuchung (wir berichteten). Eine „Notbremse“ soll bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 erfolgen, dann treten wieder verschärfte Regelungen in Kraft.

Vierklang aus Impfen, Testen, Kontaktverfolgung und Lockerungen

„Der beschlossene Vierklang aus Impfen, Testen, Kontaktverfolgung und Lockerungen geht in die richtige Richtung“, sagte Schnaudigel, der allerdings "bedauert, dass für die Schulen keine weiteren Perspektiven entwickelt wurden". "Besonders wichtig erscheint mir, dass die Impfmöglichkeiten ausgeweitet werden und baldmöglichst auch die niedergelassenen Ärzte Impfungen verabreichen können." Darüber hinaus hätten in wenigen Tagen die Mobilen Impfteams bei sämtlichen Pflegeheimen auch die Zweitimpfungen verabreicht und würden als nächstes vor Ort in die Städte und Gemeinden fahren, um dort auch Personen über 80 Jahren ein Impfangebot machen zu können, die bisher keinen Impftermin erhalten konnten, so Schnaudigel.

Corona-Ausbruch in Edeka-Fleischwerk

"Voraussichtlich im April wird ein Großteil aller Impfwilligen der ersten Priorität geimpft sein, und dank dem neuen Impfstoff von AstraZeneca erhalten bereits viele Berechtigte aus der Altersgruppe der 18- bis 64-Jährigen eine Impfung", erklärte der Landrat weiter. Regelmäßige Schnelltests würden künftig auch noch einen besseren Aufschluss über das Infektionsgeschehen geben. Das jüngste signifikante Infektionsgeschehen in der Region sei ein Ausbruch im Edeka-Fleischwerk mit 69 Infektionen, der aber eingrenzbar sei, was bedeute, dass die Kontaktpersonennachverfolgung wirksam erfolgen könne.

"Wir alle haben es selbst in der Hand"

„Sollten die Inzidenzwerte aber wieder deutlich auf über 100 steigen müssen wir nachdenken, entsprechend der nun vereinbarten Notbremse, wieder strengere Regeln einzuführen“, kündigt Schnaudigel an und appelliert: "Wir alle haben es selbst in der Hand, ob die Zahl der Infektionen trotz der Öffnungsschritte in einem vertretbaren Rahmen bleibt, indem wir jetzt erst recht Abstand, Maske, Hygiene und Lüften konsequent einhalten".

Mehr finden Sie auf unserer Themenseite Coronavirus.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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