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Bretten: Sind Schulen die Schrittmacher für das schnelle Internet in der Kernstadt?

Die Beruflichen Schulen in der Brettener Innenstadt werden im Juli an das Glasfasernetz angeschlossen.
  • Die Beruflichen Schulen in der Brettener Innenstadt werden im Juli an das Glasfasernetz angeschlossen.
  • Foto: archiv
  • hochgeladen von Christian Schweizer

Über den Glasfaseranschluss der Kernstadt entscheidet bis Frühherbst der Gemeinderat in Bretten.

Bretten (ch/swiz) Im Juli beginnt der Landkreis Karlsruhe nach eigenen Angaben damit, die Beruflichen Schulen in der Brettener Innenstadt an das Glasfasernetz anzuschließen. Auch die anderen weiterführenden Schulen der Melanchthonstadt sollen laut Oberbürgermeister Martin Wolff bis Ende des Jahres an die Glasfaser-Datenautobahn angeschlossen werden. Verantwortlich für den Ausbau wird dabei das Unternehmen Telemaxx sein, zu dessen Gesellschaftern unter anderem die Stadtwerke Bretten zählen. Der Glasfaser-Anschluss an den Schulen wirft, schon allein wegen ihrer Lage in der Kernstadt, erneut die Frage auf, wie die Brettener Kernstadt insgesamt mit schnellem Internet versorgt werden kann. Denn im Unterschied zu den Stadtteilen kam in der Kernstadt für das von der Firma BBV Rhein-Neckar unterbreitete Angebot bis heute nicht die erforderliche Zahl an Verträgen für den Ausbau zustande.

"Ein Anschluss ist jederzeit möglich"

Zuständig für den Anschluss der Beruflichen Schulen ist die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH (BLK), die auch den Glasfaser-Hauptstrang, das Backbone-Netz, zur Verfügung stellt. Der sogenannte Übergabepunkt für Bretten, von dem das Verbindungskabel zu den Beruflichen Schulen verlegt wird, befindet sich am Brettener Bahnhof. Da die BLK derzeit bereits in Wössingen und in Oberderdingen mit Verlängerung nach Kürnbach Glasfaserkabel in Gewerbegebiete und Privathaushalte verlegen lässt, liegt der Gedanke nahe, dass dies auch in der Brettener Kernstadt möglich sein müsste. Auf Nachfrage bestätigt der zuständige Dezernent im Landratsamt Karlsruhe, Ragnar Watteroth, diese Annahme: Ja, ein Anschluss sei jederzeit möglich. Und weiter: „Wir sind auf Langfristigkeit ausgerichtet.“ Eines förmlichen Antrags bedürfe es nicht, es genüge eine schriftliche Willensbekundung. Voraussetzungen wären lediglich das Vorliegen eines technischen Masterplans, das heißt, eines Plans der vorhandenen und noch zu schaffenden Leerrohrstrukturen und natürlich eine entsprechende kommunalpolitische Entscheidung.

Entscheidung zur Kernstadt fällt voraussichtlich im Sommer oder Frühherbst

Diese soll zum Thema Kernstadt voraussichtlich im Sommer oder Frühherbst im Gemeinderat fallen, wie Wolff gegenüber der Brettener Woche mitteilt. Bis dahin prüfe die Stadt „alle Möglichkeiten für eine zukunftsfähige Internetversorgung der Kernstadt“. Um eine flächendeckende Versorgung der Kernstadt zu erreichen, sei man derzeit mit mehreren Unternehmen im Gespräch. „Die Stadt war beziehungsweise ist im Gespräch mit der BBV Rhein-Neckar, der Deutschen Telekom, der Unity Media, der NetCom BW und der Deutschen Glasfaser und prüft auch die notwendigen Voraussetzungen sowie Möglichkeiten eines Selbstausbaus der Kernstadt mit Glasfaser“, so der OB. Allerdings seien innerörtliche kommunale Netze „für die Bürger im Regelfall“ mit höheren Kosten verbunden, wie Kürnbach gezeigt habe. „Damit wäre ein Hausanschluss deutlich teurer als zum Beispiel ein bislang von der BBV Rhein-Neckar angebotener Hausanschluss in der Vorvermarktungsphase.“

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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