Ärger über fehlende Kommunikation
Elternvertreter von Melanchthon-Gymnasium Bretten kritisieren Stadtverwaltung

Was passiert mit der Aula des Melanchthon-Gymnasiums? Eine Frage, die die Elternvertreter von der Stadt beantwortet haben wollen.
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Bretten (swiz) "Kommunikation." Es ist dieses eine Wort, das Rebecca Hoek und Constanze Gerber im Gespräch mit der Brettener Woche immer wieder betonen. Dabei beklagen die Elternbeiratsvorsitzende des Melanchthon-Gymnasiums Bretten (MGB), Hoek und ihre Stellvertreterin vor allem einen "eklatanten Mangel" an Kommunikation von Seiten der Stadt, wenn es um Informationen über die anstehende Generalsanierung des Bronnerbaus für rund 9,86 Millionen Euro geht. "Vor zwei Jahren hat das angefangen", erinnert sich Hoek. Damals habe ihr Bürgermeister Michael Nöltner in einem Telefongespräch zugesichert, dass er auf einem Elternabend über die Planungen der Stadt für das Gymnasium sprechen und informieren werde. Besagten Auftritt vor den Eltern der rund 800 Schüler hat es dann laut Hoek bis heute allerdings nie gegeben. "Seit zwei Jahren kommt gar nichts", ärgert sie sich.

"Wir hätten uns den Kontakt gewünscht"

So hätten die Elternvertreter keinerlei Informationen über konkrete Maßnahmen des knapp 10 Millionen-Euro-Projekts. Auch auf mehrmaliges Nachfragen von Hoek und Gerber sei nie eine Antwort aus dem Rathaus gekommen. "Wir hätten uns den Kontakt gewünscht, stattdessen gab es keine Reaktion, keine Rückmeldung und keine Info", fasst Gerber frustriert zusammen. Dabei gebe es viel Klärungsbedarf, betonen die beiden rührigen Vorsitzenden. So stünde die Frage im Raum, ob es durch die nötig gewordene neue Suche nach einem Planungsbüro nicht zu Verzögerungen des Baustarts und damit zur Gefährdung der Landeszuschüsse aus dem Kommunalen Sanierungsfonds, immerhin rund 3,4 Millionen Euro, komme. Nach Rücksprache mit Bürgermeister Nöltner gibt dieser gegenüber der Brettener Woche in diesem Fall Entwarnung. "Wir haben im Mai mit der Sanierung von sanitären Leitungen im Bronnerbau begonnen. Dies war schon Teil der förderfähigen Leistungen." Die anderen Gewerke müsse dann aber das neue Planungsbüro auf den Weg bringen, das der Gemeinderat am 23. Juli beauftragen soll. Bei diesen Gewerken rechnet Nöltner mit einem Baustart "Ende 2019 oder Anfang 2020".

Was passiert mit der Aula?

Doch die beiden Elternvertreter haben noch mehr Fragen. Man wolle zudem wissen, was mit der Aula im Bronnerbau passiere und ob dort weiterhin uneingeschränkt Veranstaltungen geplant werden könnten. Ebenso geht es Hoek und Gerber um das Thema "Oberstufen-Bibliothek". "Da brauchen wir eine komplette Neustrukturierung und Ausstattung. In ihrer jetzigen Form ist diese Bibliothek nicht mehr zeitgemäß", so Hoek. Sorge mache ihr auch, dass inzwischen von Seiten der Stadt nur noch von einer „Sanierung“ und nicht mehr vom ursprünglich angedachten Raumkonzept die Rede sei. Doch auf all diese Fragen gebe es keine Antworten.

"Gerüchteküche in der Elternschaft brodelt"

Und das ließe auch die Elternbeiratsvorsitzenden selbst schlecht aussehen. "Viele Eltern fragen uns, wieso wir denn nichts wissen. Das lässt natürlich auch die Gerüchteküche in der Elternschaft brodeln." Die Gelder seien bewilligt, nur wisse keiner wofür. "Wir wollen wissen, wird mit diesen fast 10 Millionen Euro unsere Schule zukunftsfähig gemacht oder kommt da nur ein bisschen weiße Farbe an die Wände?", so Hoek.

"Es geht nicht gegen die Stadt"

Doch bei aller Kritik gehe es ihnen nicht um ein "Gegen-die-Stadt". "Jede kleine Änderung kann an einer Schule große Auswirkungen auf den dortigen Alltag haben", so Gerber. Darum brauche die Schule einfach Planungssicherheit. "Die Schule und ihre Vertreter müssen deshalb eng in die Planungen miteinbezogen werden, damit es keine Hauruck-Aktionen gibt", so Hoek. Im Moment habe sie aber eher das Gefühl eines Machtkampfes von Seiten der Stadt. "Verlässliche Informationen sind gerade auch für uns Elternvertretrer wichtig, wenn es in die Viertklässler-Informationen geht", betont die Vorsitzende weiter. Die Eltern wollten schon wissen, was in der Schule passiere, auf die sie ihre Kinder schicken sollen. Klärung erhoffen sich die beiden engagierten Elternbeirätinnen nun von einem telefonisch zugesicherten Treffen mit Bürgermeister Nöltner am 29. Mai im Rathaus.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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