„Ernsthafte Konsequenzen ohne Breitband“

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„Die Melanchthonstadt Bretten verbleibt im Mittelalter der digitalen Neuzeit“, wenn sie die Chance zu Breitband nicht wahrnimmt. Dieser Überzeugung sind die Freien Wähler Bretten, die sich mit einer Stellungnahme zu Wort melden und in Beispiele aufzeigen, welche Notwendigkeiten den Ausbau des schnellen Internets bestimmen.

Bretten (FWV) „Es reicht mir doch alles wie es ist“, bekommen die Freien Wähler oft zu hören. Dabei hoffen viele Bürger auf die Investitionskraft der öffentlichen Hand – die es so aber nicht mehr geben wird. Die FWV ist sich sicher, dass die Chance der Realisierung mit der BBV einmalig und die Ausbautechnologie gegenwärtig unbestritten ohne Konkurrenz ist. Das Risiko für die Bürger ist gleich Null! Wir sehen die Gefahr einer Zweiklassengesellschaft, die einen mit und die anderen ohne Anschluss an überregionale schnelle Datennetze – wer das heute nicht erkennt verschläft die Zukunft.

Genau wie Bernd K. und Laura P. im Jahre 2025. Beide hatten sich vor rund neun Jahren erfolgreich, wie sie damals meinten oder aus mangelnder Interesse, gegen die Breitbandversorgung gestemmt. Für beide hat das jetzt ernsthafte Konsequenzen:

Bernd K. ist erfolgreich in seinem Job. Er gehört zur gehobenen Einkommensschicht und ist für seinen Arbeitgeber mit Sitz in Gölshausen viel unterwegs. Um Beruf und Familie besser vereinen zu können, möchte er auf das Angebot seines Chefs zurückkommen und Treffen mit Geschäftspartnern via Videokonferenz durchführen. Zu seinem Leidwesen brechen die Audio- und Videoübertragungen mehrmals unabhängig voneinander ab. Für ihn bedeutet dies wieder mehr Reisen und Staus sowie weniger Familie.

Wie jeder andere in seinem Freundeskreis stöbert deshalb Bernd K. mit Familie auch bei Amazon und Ebay und sieht sich Filme online an. Online Auktionen laufen schlecht und normales Fernsehen ist nur noch mit schlechterer Bildqualität verbunden. Premiumkunden dagegen haben sich höhere Übertragungsqualität gesichert oder fernsehen und streamen nur noch übers Netz. In Bretten ist die Alternative, Empfang über Breitband leider nicht möglich.
Bernd K. freut sich über eine anstehende Reorganisationen in seinem Betrieb.

Durch zusätzliche Personaleinstellungen könnte er endlich seine horrenden Überstunden abbauen. Dabei schwebt dem Betrieb eine digitale Vernetzung der Home-Office-Arbeitsplätze vor und reduziert damit die Präsenz im Betrieb. Nur zwei bis drei Mal Treffen im Betrieb ist ausreichend. Der Betrieb rechnet ihm vor, dass damit ein Bürogebäude eingespart werden kann. Die Stellen gibt es dann aber leider doch nicht am Standort Bretten, sondern können nur in Bruchsal wegen der dortigen Verfügbarkeit eines leistungsfähigen Breitbanddatennetzes zur Verfügung gestellt werden.

Laura P. hat es schlechter erwischt als Bernd K. – sie war zeitlebens gesundheitlich etwas eingeschränkt und ist schlecht zu Fuß. Das zeigt sich mit zunehmendem Alter leider immer deutlicher. Als Alleinstehende und mit kleiner Rente ist sie für den Arztbesuch abhängig auf die von der GKV getragenen Kostenübernahmen der Krankenfahrten. Da diese Leistungen aufgrund der demografischen Entwicklung gestrichen wurden ist sie heute auf den Videochat mit dem Arzt angewiesen. Gerade wegen der Telemedizin hat Ihr Enkel Gott-sei-Dank einen Computer eingerichtet und ihr alles erklärt. Eigentlich gar nicht so schlecht, wie sie findet. Es schmerzt sie, daß der Kontakt mit dem Arzt oft mitten im Gespräch abbricht, weil das Datennetz von Bretten den Anforderungen nicht standhält. Wehmut machte sich breit.

Mit ihren Freundinnen ging Sie früher gemeinsam durch dick und dünn und sie haben sich gegenseitig besucht. Das geht heute nicht mehr, aber um Kontakt zu halten verabreden sie sich im gemeinsamen „virtuellen“ Wohnzimmer über das Datennetz und plaudern über die gute alte Zeit. Einfach verblüffend, welche Qualität die heutigen Minikameras bieten. Nur Laura P. ist es nur ab und zu gegönnt teilzunehmen – sie hat nur begrenzte Zugangsmöglichkeiten wegen den schlechten Übertragungsgeschwindigkeiten.

Schade, denn auch ihre Freundinnen in der Umgebung nutzen die Vorzüge des Mediums mittlerweile mit Vorliebe und luden sie zu einer gemeinsamen Lesung im Internet mit livestream von ihrem Lieblingsautor ein. Wiederholt musste Sie die gemeinsame Aktion abblasen, weil das Bild „ruckelte“ und die Lesung abgehackt rüberkam. Hätte ich doch damals auf meine Tochter gehört und dem Ausbau des Breitbandnetzes unterstützt. Aber zum damaligen Zeitpunkt war es Laura P. ganz und gar ausreichend.

Zukunft mit dem Partner BBV

Bretten schafft den Zeitsprung mit dem Partner BBV, da sind sich die Freien Wähler sicher, um die Voraussetzungen für gleichwertige Lebensbedingungen wie in Großstädten auf dem Land zu schaffen. Die dabei verwendeten Techniken Fibre To The Home (FTTH) und Fibre To The Building (FTTB) sind bereits über fünf Jahre auf dem Markt und in Hightech Ländern wie Süd Korea, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur schon zu über 70% verfügbar, in Deutschland etwas mehr als 1%. Nur mittels dieser Technik ist es möglich der Vorhersage der Cisco Systems Inc., welche mit einer Verdreifachung des Internet Datenverkehrs der Verbraucher im Zeitraum 2014 bis 2019 mit einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 24% rechnet, gerecht zu werden.

Autor:

Gabriele Meyer aus Bretten

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