Grüne im Brettener Gemeinderat beantragen Radverkehrskonzept

(ch) Die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Brettener Gemeinderat hat die Erstellung eines Radverkehrskonzepts für die Melanchthonstadt beantragt. In ihrem Schreiben an Oberbürgermeister Martin Wolff bittet die Fraktion, den Antrag in einer der April-Sitzungen des Gemeinderats zu behandeln.

Ihren Antrag hätten die Grünen bei ihrem Neujahrstreffen und in der bei der letzten Gemeinderatssitzung am 21. Februar von Grünen-Stadträtin Dr. Ute Kratzmeier gehaltenen Haushaltsrede bereits angekündigt, teilt Fraktionschef Otto Mansdörfer mit. Die Fraktion sehe den Antrag als "eine Weiterentwicklung von Themen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) und als notwendige Aufweitung der viel zu sehr auf den Autoverkehr verengten Verkehrsdebatte" in Bretten.

Handlungszeitraum bis 2022

Nach Vorstellungen der Grünen soll das Radverkehrskonzept für Bretten von der Stadtverwaltung erarbeitet und dann dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Der Schwerpunkt des Konzepts soll auf dem Alltags-Radverkehr liegen. Zuvor soll der Bestand des derzeitigen Radverkehrsnetzes in der Großen Kreisstadt Bretten mit seinen Stärken und Schwächen erfasst und bewertet werden, so dass klar wird, wo Handlungsbedarf besteht. Für einen Zeitraum bis 2022 sollen anschließend Handlungsschwerpunkte und die zeitliche Reihenfolge festgelegt werden. Um den Anteil des Radverkehrs spürbar zu steigern, sollen zudem begleitende Maßnahmen wie Öffentlichkeitsarbeit und das Herstellen eines "fahrradfreundlichen Klimas" aufgezeigt werden. Schließlich soll das Konzept ins ISEK eingeordnet werden.

"Radverkehrsanteile von 15 bis 20 Prozent in Bretten erreichbar"

Als Begründung führen die Grünen an, dass die Potentiale des Radverkehrs in Bretten bislang nur unzureichend ausgeschöpft würden. Der Radverkehr könne im Kurzstreckenbereich bis fünf Kilometer bedeutende Verkehrsanteile übernehmen, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. "Gesteigerte Radverkehrsanteile tragen zu einer Entspannung im Straßenverkehr bei", heißt es im Antrag. Und weiter: "Radverkehrsanteile von 15 bis 20 Prozent sind auch in Bretten erreichbar."

"Wirksam ist nur Routensystem aus einem Guss"

Hierfür genüge es aber nicht, mal hier, mal dort im Laufe der Jahre 100 oder 200 Meter Radweg zu bauen. Wirksam sei nur ein auf den Radverkehr zugeschnittenes ganzheitliches Routensystem aus einem Guss, das die spezifischen Anforderungen dieses besonders stadtfreundlichen Verkehrsmittels aufgreife. "Dies sind vor allem direkte Wegeführung, Umwegarmut und Sicherheit", so die Grünen. Nach ihrer Aussage betragen die Investitionssummen im Radverkehr "nur einen Bruchteil der Kosten für Baumaßnahmen des Autoverkehrs". Mittel hierfür stünden im Planungstopf der Stadtplanung zur Verfügung.

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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