Infoveranstaltung der "Bürgerinitiative Glasfaser-Bretten" speziell für Mieter, Eigentümer und Hausverwalter

Am Montag Abend fand wieder eine Infoveranstaltung der unabhängigen "Bürgerinitiative Glasfaser-Bretten" in Diedelsheim statt. Dies war vermutlich die letzte einer Reihe von Veranstaltungen in Diedelsheim und Gölshausen.
Der Fokus war dieses Mal speziell auf Mieter, Eigentümer und Hausverwalter gerichtet.

Eine kurze Umfrage ergab, dass die Zuhörer nichts weiter zu den Vorteilen der Glasfaser im Allgemein hören wollten, da diese bekannt waren, sondern es ging recht schnell zur Sache mit konkreten Fragen. Die meisten Fragen bezogen sich auf die verschiedenen Möglichkeiten, um letztlich die Daten vom Keller in die eigentliche Wohnung zu bekommen. Ganz plakativ war dazu die Aussage: "Unn Schlitz klopf i nemmeee" :-)

Die genannten Lösungen sind im wesentlichen, dass man entweder die Glasfaser direkt in die Wohnung legen kann: Am besten legt nutzt man dazu die vorhandenen Leerrohre, Luftschächte, Heizungsschächte oder Kamine mit Belüftung.
Eine weitere Möglichkeit ist über die Außenwand, entweder möglichst unsichtbar hinter dem Regenfallrohr, oder notfalls auch auf direkterem Weg falls das Haus demnächst sowieso eine neue Außendämmung bekommen soll.
Eine weitere Möglichkeit ist, ein vorhandenes Netzwerkkabel vom Keller in die Wohungen zu legen, indem das Kästchen (der sog. ONT), das die Lichtimpulse in Strom umwandelt, im Keller bleibt und so nur noch Stromimpulse zum Router (der "FritzBox") in die einzelnen Wohnungen gehen.

Allerding brauch der ONT Strom und in Mehrfamilienhäusern ist dieser abrechnungstechnisch entweder der Treppenhausbeleuchtung zuzuordnen oder es muss der Stromkreis der Wohnung angezapft werden. Wenn dies aber möglich ist, ist zur Not auch ein sog. PowerLAN-Adapter möglich, der die Daten über das normale 230-Volt-Stromnetz in die Wohnung hochschicken kann. Dann sollte man aber darauf achten, dass die FritzBox möglichst geschützt im Keller steht.

Wenn der Vertragsnehmer (meist der Mieter) und der Immobilienbesitzer (meist der Vermieter) nicht dieselbe Perosn ist, wird eine Grundstückseigentümererklärung (GEE) benötigt. Meist hat auch die Hausverwaltung das Recht, im Namen der Immobilienbesitzer eine solche GEE zu unterzeichnen.

Die Kosten der BBV-Verträge sollten inzwischen jedem interessierten Bürger bekannt sein und gelten auch in Mehrfamilienhäusern.
Speziell für diese gibt es noch zusätzlich die Möglichkeit, dass die Installation im Haus vom Keller in die Wohnung von der BBV (bzw. deren Subunternehmer) gemacht und erstmal finanziert wird, und zwar für eine Pauschale von 11,60 € pro Monat - zusätzlich zum normalen Glasfaservertragstarif. Dieser Vertrag läuft dann 10 Jahre und finanziert diese Kosten. Rechnerisch sind dies 2784 Euro. Dieser pauschale Preis ist wohl derselbe, den auch z.B. Unity Media verlangt.
Alternativ kann diese hausinterne Installation aber natürlich auch vom Hauselektriker erledigt werden.

Eine einigermaßen moderne, schon vorhandene Fritzbox kann in aller Regel weiterverwendet werden, die Telekom Speedports sind allerdings nicht geeignet.

Ebenfalls oftmals unbekannt bei den Zuhörern war noch, dass es auch nur Telefonverträge gibt, sogar günstiger als das Angebot der Telekom. Generell ist daran zu denken, dass bis Ende 2018 sämtliche Telekom-Telefonanschlüsse deutschlandweit zwangsweise auf VoIP umgestellt, daher wird spätestens dann in der Wohnung auf jeden Fall ein Router oder "ein weiteres Kästchen das Strom braucht" benötigt.

Für weitere Informationen sei auf den Blog der Bürgerinitiative Glasfaser-Bretten und die entsprechende Facebook-Gruppe verwiesen.

Nun feiern wir alle erstmal Peter und Paul und dann sind wir alle gespannt, wie sich dei BBV am 15.7. entscheiden wird...

Mehr zum Breitbandausbau und zur Glasfaser-Technologie lesen Sie auf unserer großen Themenseite.

Autor:

Heiko Seebach aus Bretten

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