Kritik an Busfahrplänen: Gespräch zwischen Kommunen und KVV am 29. November

Die Fahrplanänderungen bei den Buslinien sind auch in Bretten umstritten. Foto: ch
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Über Verbesserungen der seit Schuljahresbeginn geltenden umstrittenen Fahrplanänderungen auf den sechs Buslinien 141 bis 146 wollen die betroffenen Kommunen am 29. November mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) sprechen. Das hat der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp auf Nachfrage der Brettener Woche mitgeteilt.

GONDELSHEIM/BRETTEN/OBERDERDINGEN (ch) Über Verbesserungen der seit Schuljahresbeginn geltenden umstrittenen Fahrplanänderungen auf den sechs Buslinien 141 bis 146 wollen die betroffenen Kommunen am 29. November mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) sprechen. Das hat der Gondelsheimer Bürgermeister Markus Rupp auf Nachfrage der Brettener Woche mitgeteilt. Derweil dauert der Unmut über die Ausdünnung der Linien in Bretten, Gondelsheim und Oberderdingen an.

"Dorfkern abgehängt"

„Ich frage mich, wer die Entscheidungen gefällt hat und ob man sich das vorher mal angesehen hat“, moniert Petra Hotz. Die Brettener Gesamtelternbeiratsvorsitzende kritisiert unter anderem den Wegfall der zwei Bushaltestellen Ortsmitte und Höhenstraße auf der Linie 146 im Brettener Stadtteil Ruit, wo sie selbst wohnt: „Damit wird der Dorfkern abgehängt.“ Außerdem seien die Fahrzeiten „in keinster Weise an den Schulbetrieb angepasst“. Kritik hatte damals auch Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff geäußert.

Vor allem ältere Menschen betroffen

Der Gondelsheimer Rathauschef Markus Rupp bekräftigt ebenfalls seine ablehnende Haltung gegen die vom KVV „ohne vorherige Rücksprache und ohne Fahrgastauswertung“ verfügte Streichung der Haltestellen Graf-Douglas-Straße und Marktplatz auf der von Bretten über Büchig und Neibsheim nach Gondelsheim führenden Buslinie 141. Die innerörtlichen Haltestellen werden, außer zu den Schulzeiten, vormittags und am Wochenende nicht mehr angefahren, Endhaltestelle ist der Bahnhof. „Das trifft besonders ältere Menschen, die nach Bretten fahren wollen“, so Rupp. In seinen Augen ist die auf Verlangen der Gemeinde vom KVV nachgereichte Begründung „nicht stichhaltig“.

Sind Tempolimits die Ursache?

Auch in Oberderdingen sind laut Sönke Heim, dem Vorsitzenden der AG der örtlichen Vereine, „vor allem ältere Menschen mit Rollatoren“ davon betroffen, dass im Kernort einige Bushaltestellen nicht mehr angefahren werden. „Das geht nicht, dass man einfach so eine Haltestelle streicht“, meint Heim. „Man muss auch an die älter werdende Gesellschaft denken.“ Andererseits hat er Verständnis dafür, dass die Fahrpläne nicht mehr einzuhalten seien, nachdem die Kommunen zwecks Lärmminderung auf vielen Straßen Tempo 30 eingeführt hätten. Gleich nach Bekanntwerden der Fahrplanänderungen hatte Bürgermeister Thomas Nowitzki unter anderem bemängelt, dass die Linie 144 zu bestimmten Zeiten nicht mehr die Ortsmitte von Großvillars anfährt und insgesamt „erhebliche Verschlechterungen des ÖPNV-Angebots für unsere Gemeinde“ festgestellt.

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