Aslybewerber lernen Deutsch an der Volkshochschule

Die Kommunikation klappt: Bürgermeister Michael Nöltner unterhält sich mit einigen Teilnehmern des Deutschkurses über ihre Erfahrungen im Fußballverein.
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In Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Karlsruhe bietet die Volkshochschule Bretten Deutschkurse für Asylsuchende an. Der Intensivkurs ist die Umsetzung einer Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Integration.

Bretten (wh) „Kannst du träumen?“, fragt eine afghanische Teilnehmerin ihre Dialogpartnerin in einer kleinen Übung im Deutschkurs für Aslysuchende der Volkshochschule Bretten. „Nein“, antwortet diese. „Katastrophe!“, die Reaktion bringt die Anwesenden zum Lachen. „Heute üben die Teilnehmer den Satzbau mit dem Modalverb `Können´“, erklärt Dozentin Julia Gutekunst, die zusammen mit Barbara Keller-Dall’Asta den Kurs leitet.

Der Grundkurs, in dem Asylbewerber Deutsch als Fremdsprache lernen, bietet die VHS in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Karlsruhe an. Rund 20 Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte in Bretten, Walzbachtal und Gondelsheim nehmen daran teil.
Er ist die Umsetzung einer Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Integration. Katharina Schuh, Ehrenamtskoordinatorin des Landratsamtes, ist mitverantwortlich für die Organisation des Kurses: „Wir wollen Chancen eröffnen und Wege in den Arbeitsmarkt gestalten“.

Das Angebot richtet sich an Menschen mit hoher Bleibeperspektive, die nicht aus Syrien, Iran, Irak oder Eritrea stammen, da es für diese Zielgruppe bereits andere Angebote durch die Arbeitsagentur und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gibt. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 25 Jahre geht die Ausbildung in der Schule vor.

Der Kurs ist intensiv. Fast jeden Tag müssen die Teilnehmer zum Unterricht. In etwa vier Monaten sollen sie 300 Unterrichtstunden absolvieren und den Kurs mit einem Test abschließen. Danach sollen die Teilnehmer in der Lage sein, einfache Wörter und Sätze zu verstehen und sich auf einfache Art verständigen können.

Ob ein Aufbaukurs in Bretten angeboten werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Wenn die Sprachkurse den erhofften Erfolg erzielten, könne man sich auch die Weitervermittlung in Praktika oder sogar Ausbildungen vorstellen. „Die ersten Firmen haben schon bei uns angefragt“, berichtet Bürgermeister Michael Nöltner.

Die Kommunikation klappt: Bürgermeister Michael Nöltner unterhält sich mit einigen Teilnehmern des Deutschkurses über ihre Erfahrungen im Fußballverein.
Das Modalverb "Können": Zwei Teilnehmerinnen des VHS-Kurses präsentieren eine Dialog-Übung.
Autor:

Wiebke Hagemann aus Bretten

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