Einweihung der neuen Rechbergklinik: Die Chirurgie

Der OP-Saal ist mit der neuesten Technik ausgestattet.
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Ein engagiertes Team mit großer Erfahrung arbeitet in der chirurgischen Klinik zusammen. 

Bretten (ger) Die chirurgische Abteilung am Standort Bretten bietet nahezu das ganze Spektrum an chirurgischen Eingriffen und in der Zentralen Notaufnahme rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, eine kompetente Notfallbehandlung. Federführend sind in dieser Abteilung Dr. Volker Sauer, Ärztlicher Direktor der Endoprothetik und geschäftsführender Leiter der Chirurgie, Dr. Evgenios Tzifris, Sektionsleiter der Unfallchirurgie und Orthopädie, und Dr. Volker Ihle, Sektionsleiter Allgemeine und Viszeralchirurgie. Die Patienten der Rechbergklinik finden in Chefarzt Dr. Volker Sauer,den beiden Sektionsleitern, 3 Oberärzten und sechs Assistenzärzten ein engagiertes Team mit großer Erfahrung, die Hand in Hand arbeiten.

Endoprothetik

Dr. Volker Sauer ist ärztlicher Direktor der Sektion Endoprothetik an der Rechbergklinik in Bretten und der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal. Nach seinem Studium in Heidelberg absolvierte er bereits sein Praktisches Jahr in Bruchsal und kehrte nach Stationen in Neuenbürg (Enzkreis) und Mosbach dorthin zurück. Seit 2014 ist er zusätzlich in Bretten, seit Januar 2017 ist er Chefarzt. Sein Gebiet, die Endoprothetik, umfasst die Implantation künstlicher Gelenke, in seinem Fall Hüfte und Knie. Für Schulter- und Ellbogengelenke ist in Bretten und Bruchsal Dr. Markus Schneider zuständig.
Rund 1000 Endoprothesen werden in Bruchsal und Bretten im Jahr implantiert. Dr. Sauer macht bis zu vier Operationen täglich in diesem Bereich und kommt so jährlich auf 550 Eingriffe. Schon seit 15 Jahren werden im Bereich der Hüft-und Knieendoprothetik in Bruchsal und Bretten knochensparende Implantate eingestzt. Hüftendoprothesen haben einen kurzen Schaft, beim Knie werden so genannte Schlittenprothesen verwendet, die über einen kleinen Schnitt eingesetzt werden.
Die Operationen laufen bei den geplanten Endoprothesen computerunterstützt ab. Entscheidend bei der Implantation von Kunstgelenken sind nicht nur die knöchernen Schnitte, sondern auch die Spannung der Weichteile, namentlich der Bänder, die am Gelenk ansetzen.

Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. Evgenios Tzifris ist seit April 2014 Sektionsleiter der Unfallchirurgie und Orthopädie an der Rechbergklinik. Über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist er als sogenannter D-Arzt (Durchgangsarzt) als einziger Arzt in Bretten zur Behandlung von Arbeitsunfällen zugelassen. Nach dem Studium in Ulm erwarb er seine spezielle Qualifikation dafür im Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und am Klinikum Ludwigsburg mit dem Durchlauf aller chirurgischen Abteilungen, zuletzt in der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Im Anschluss war er als Oberarzt in Bruchsal in der Abteilung für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie tätig.
Als sein Hauptaufgabengebiet als Leiter der Unfallchirurgie in Bretten bezeichnet Dr. Tzifris die Alterstraumatologie, also die Behandlung von Verletzungen im Alter wie zum Beispiel Oberschenkelhalsbrüchen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Schwerverletzten. In der Zentralen Notaufnahme gibt es einen großen Schockraum mit direkter Anbindung ans CT (Computertomografie). Verunfallte werden zeitnah nach den neuesten Kriterien vom Team aus Anästhesisten, Chirurgen und Pflegepersonal behandelt.
Die Schulter und Ellebogenchirurgie wird von Dr. Markus Schneider hausübergreifend in Bruchsal und Bretten durchgeführt. Zusätzlich können sämtliche Eingriffe nach Sportverletzungen wie Kreuzbandrisse oder Meniskuserkrankungen und auch komplexe fußchirurgische Operationen in Bretten und Bruchsal angeboten werden. Dr. Jörn Thiele, niedergelassener Orthopäde , führt diese Eingriffe im Rahmen seiner Teilanstellung an den Kliniken Bruchsal und Bretten durch.

Allgemeine und Viszeralchirurgie

Dr. Volker Ihle, seit Juli 2016 Sektionsleiter Allgemeine und Viszeralchirurgie, operiert die gesamte Palette seines Fachgebiets mit Ausnahme von Transplantationen, Speiseröhrenchirurgie, Bauchspeicheldrüsenkopf-Entfernungen und Enddarm-Krebsoperationen (Rektumkarzinom). Am häufigsten behandelt er Leisten- und Bauchwandbrüche, Gallenblasenentfernungen, Operationen am Magen, Dünn-und Dickdarm, Blinddarm, Operationen am Darmausgang (Hämorrhoiden, Fisteln, Abszesse) sowie Schilddrüsenoperationen. Nach seinem Studium in Heidelberg und Nizza erlangte er seine chirurgische Ausbildung an Kliniken in England, Achern, Mannheim, Luzern und Bruchsal. Seit Juli 2016 ist er Sektionsleiter an der Rechbergklinik.
Den Altersdurchschnitt seiner Patienten beziffert Dr. Ihle mit etwa 60 Jahren. Bei Standard-Operationen wie Blinddarm sind auch Kinder ab zehn Jahren in der Rechbergklinik gut aufgehoben. Einer seiner Schwerpunkte ist die minimal-invasive Chirurgie (Schlüsselloch-Chirurgie), die er bei rund 80 Prozent aller Eingriffe anwendet. Bei Operationen am Darm wendet er die so genannte Fast-Track-Methode an. Dabei wird der Genesungsprozess deutlich beschleunigt durch unterschiedliche Maßnahmen, zum Beispiel stehen die Patienten schon am OP-Tag kurz auf.

Neueste Technik, effiziente Abläufe

Auf dem neuesten Stand sind in der neuen Rechbergklinik nicht nur die Gebäude, sondern auch die Abläufe und die Technik. Die Patienten kommen entweder als Notfall über die Zentrale Notaufnahme oder über die Terminsprechstunden in die chirurgische Abteilung. Hier erfolgt die genaue Anamnese, die klinische Untersuchung, meist inklusive Ultraschall, und dann, soll tatsächlich operiert werden, das Aufklärungsgespräch zu Operation und Narkose. In der Endoprothetik werden mehrere Patienten in einer Schulung über den Eingriff und den weiteren Therapieverlauf unterrichtet. Im Neubau wird es so sein, dass die Patienten zeitnah vor der Operation kommen und erst nach der OP auf die Station gebracht werden. Dank moderner Implantate und neuester operativer Techniken mit schonenden Verfahren erlangen die Patienten nach der Operation zügig wieder ihre Mobilität. Ältere Patienten profitieren von der engen Kooperation mit der Geriatrischen Abteilung, die darauf abzielt, dass sie schnell wieder ihre Alltagsaktivität zu erlangen.
Die OP-Säle sind funktionell nach den allerneusten Standards ausgerüstet und eingerichtet, zum Beispiel einem C-Bogen zum Röntgen (3D-Scan). Damit ist es möglich, noch genauere Röntgenbilder mit geringerer Strahlenbelastung während eines operativen Eingriffs zu erstellen. Auch die Untersuchungsräume sind mit den neuesten Geräten ausgerüstet und verfügen über ausreichend Platz und viel natürliches Licht, um den Aufenthalt für die Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten. Viele Eingriffe können auch ambulant durchgeführt werden, zum Beispiel Gelenkspiegelungen, Metallentfernungen, Sehnen- und Muskelverletzungen und Knochenbrüche im Bereich der Hand und des Handgelenkes.

Alle Fotos: ch

Mehr über die Rechbergklinik Bretten lesen Sie auf unserer Themenseite.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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