Trotz Verbesserung im Haftbefehlsmanagement
Zeitung: Mehr als 12.000 offene Haftbefehle im Südwesten

In Baden-Württemberg fahndet die Polizei in mehr als 12.400 Fällen nach Menschen mit einem offenen Haftbefehl.
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Heilbronn (dpa/lsw)  In Baden-Württemberg fahndet die Polizei in mehr als 12.400 Fällen nach Menschen mit einem offenen Haftbefehl. Etwa drei von vier Fällen würden Vollstreckungshaftbefehle zugrunde liegen, berichten die «Heilbronner Stimme» und der «Mannheimer Morgen» (Samstag). Diese gebe es «beispielsweise, wenn ein Täter seine Haft nicht antritt, seine Bewährung widerrufen wird oder eine Geldstrafe nicht oder nicht rechtzeitig bezahlt wurde», zitieren die Zeitungen einen Sprecher des Innenministeriums.
Nach der Freiburger Gruppenvergewaltigung vor mehr als zwei Jahren war eine Diskussion über offene Haftbefehle entbrannt. Hintergrund war, dass der mutmaßliche Haupttäter bei der Vergewaltigung einer damals 18-Jährigen nach einem Discobesuch bereits zuvor wegen anderer Straftaten per Haftbefehl gesucht wurde. Dabei kam Ende des Jahres 2018 heraus, dass es landesweit mehr 20.000 offene Haftbefehle gab.

Zentrale Erfassung der offenen Haftbefehle

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kündigte damals Verbesserungen im Haftbefehlsmanagement an. Unter anderem werden die offenen Haftbefehle seitdem beim Landeskriminalamt und in den Polizeipräsidien zentral erfasst. «Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und Ende 2018 ein straffes Haftbefehlsmanagement geschaffen», sagte Strobl den Zeitungen. «Wir haben einen landesweit einheitlichen, sehr strukturierten Umgang mit offenen Haftbefehlen.»

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Kraichgau News aus Bretten

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