Kompromiss für Gondelsheim gefunden
Bauzeit auf B35 verkürzt sich, sorgt aber für hohe innerörtliche Verkehrsbelastung

Die Gemeinde Gondelsheim leidet derzeit unter gravierenden Verkehrsproblemen.
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  • hochgeladen von Christian Schweizer

Gondelsheim (kn) Die Gemeinde Gondelsheim leidet derzeit nicht nur unter den gravierenden Nahverkehrsproblemen durch Verspätungen und Zugausfälle der Firma Abellio (wir berichteten hier und hier), sondern auch unter den Verkehrsproblemen, bedingt durch die Sanierung der B35. Zudem stehen weitere gravierende Einschnitte in den Verkehr bevor, wenn ab April 2020 die Schnellbahntrasse zwischen Mannheim und Stuttgart saniert wird und daher unter anderem der Gondelsheimer Bahnübergang geschlossen werden muss. "In meinen inzwischen 21 Jahren als Bürgermeister habe ich eine derartige Häufung von Verkehrsproblemen noch nicht erlebt", bilanziert der Gondelsheimer Schultes Markus Rupp.  Und weiter: "Derzeit ist unsere Verwaltung vor allem als Krisenmanager tätig - ohne alle Probleme zu unserer und zur Zufriedenheit der Bevölkerung lösen zu können."

Aus- und Einfahrt Gondelsheim-Süd ab 19. Oktober wieder offen

Doch immerhin bei der Thematik "Sanierung der B35" gibt es inzwischen Positives zu vermelden. So soll die Aus- und Einfahrt Gondelsheim-Süd laut Regierungspräsidium Karlsruhe spätestens am Samstag, 19. Oktober, wieder für den Verkehr zur Verfügung stehen. Ab diesem Datum werde auch der nächste Bauabschnitt eingerichtet, die Arbeiten in diesem Abschnitt werden dann voraussichtlich bis zum 26. Oktober dauern. Der Verkehr werde wie beim ersten Bauabschnitt mit Hilfe einer Ampel an der Baustelle vorbeigeführt. Ab dem 26. Oktober ändert sich nach Angaben von Rupp dann bis zum 14. Dezember die Verkehrsführung. In dieser Zeit werden die Fahrzeuge in Richtung Bruchsal ab Gondelsheim-Süd  auf die innerörtliche Hauptstraße ausgeleitet und bei Gondelsheim-Nord wieder auf die Bundesstraße zurückgeführt.

Drei Wochen kürzere Bauzeit

Das ermögliche die Beschleunigung der Sanierungsarbeiten, die ursprünglich im Mai 2020 abgeschlossen sein sollten, um rund drei Wochen. Diese Verkürzung der Bauarbeiten sei das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Gondelsheimer Gemeinderat sowie Landrat Christoph Schnaudigel, dem Regierungspräsidium Karlsruhe und ihm selbst, so Rupp. „Nach intensiven Diskussionen ist es gelungen, diesen Kompromiss zu erzielen.“

Überlappung musste verhindert werden

Hintergrund ist die für 10. April 2020 geplante Sperrung der Schnellbahnstrecke zwischen Mannheim und Stuttgart durch die Deutsche Bahn. In deren Folge werden die Züge auf die Strecke Bruchsal-Gondelsheim-Bretten umgeleitet. Für Diedelsheim, Gondelsheim, Helmsheim und Heidelsheim bedeutet das, dass während der bis Oktober 2020 andauernden Bauphase die Bahnübergänge geschlossen bleiben. „Eine andere Möglichkeit gibt es wohl nicht“, bedauert der Bürgermeister. Auch mit Blick auf einen möglicherweise notwendigen Schienenersatzverkehr sei eine Verkürzung beziehungsweise Vermeidung einer Überlappung der Straßenbaumaßnahme mit der Bahnmaßnahme zwingend erforderlich.

Keine Beeinträchtigungen in den Weihnachtsferien

Die Verkürzung der Bauzeit um drei Wochen stelle eine zusätzliche, hohe innerörtliche Verkehrsbelastung dar, so Rupp. "Der Verkehr von Bretten nach Bruchsal führt in dieser Zeit durch Gondelsheim. Er wird in Gondelsheim-Süd eingeleitet und fährt dann in Gondelsheim-Nord wieder auf die B35." Während der Weihnachtsferien rolle der Verkehr in beide Fahrtrichtungen ohne Beeinträchtigungen für Anlieger und Verkehrsteilnehmer auf einer provisorischen Fahrbahnfläche auf der B35, bevor dann ab Mitte Januar 2020 wieder in den Verkehr eingegriffen werden muss, um die restlichen Bauabschnitte erneuern zu können. Ziel sei es aber, betont Rupp, die Bauzeit weiter zu reduzieren, um die Überlappung dieser Baumaßnahme mit der Baumaßnahme der Deutschen Bahn, die ab dem 10. April 2020 beginnen soll, so gering wie möglich zu halten.

Einrichtungen für Sicherheit auf dem Schulweg

„Das ist natürlich alles andere als erfreulich. Ich bitte die betroffene Bevölkerung um Verständnis. Aber die Alternative brächte eine um ein Vielfaches schlimmere Verkehrsbelastung mit sich“, bittet Rupp um Verständnis. Er hätte zwar lieber die Einrichtung einer 24-Stunden-Baustelle gesehen, dies sei vertraglich aber zwischen Regierungspräsidium und Baufirma von Anfang an nicht vorgesehen gewesen. Flankierend stehen insbesondere für die Schulweg-Sicherheit zwei provisorische Fußgängerampeln beim Rathaus und in der Höhe Graf-Douglas-Straße/Bruchweg sowie die Einrichtung eines Halteverbots beim Übergang von Bruchsaler in die Brettener Straße ab Ende Oktober auf der Agenda. Und um Tempo 30 Nachdruck zu verleihen werde auch der mobile Blitzer des Landratsamts Karlsruhe in diesem Zeitraum häufig eingesetzt.

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Kraichgau News aus Bretten

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