Drei Fragen an Cathrin Wöhrle
"Gemeinsam vieles bewegt"

Cathrin Wöhrle möchte Bürgermeisterin in Zaisenhausen bleiben.
  • Cathrin Wöhrle möchte Bürgermeisterin in Zaisenhausen bleiben.
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  • hochgeladen von Katrin Gerweck

Zaisenhausen (kn) Cathrin Wöhrle ist seit 2014 Bürgermeisterin in Zaisenhausen. Am 5. Dezember stellt sie sich wieder zur Wahl. Die Brettener Woche/kraichgau.news hat mit ihr darüber gesprochen, wie es ist, die einzige Kandidatin zu sein, und was in den nächsten Jahren in der mit 1.800 Einwohnern kleinsten Gemeinde im Landkreis besonders wichtig ist. 

Frau Wöhrle, Sie sind für Zaisenhausen die einzige Kandidatin bei der Bürgermeisterwahl. Stimmt Sie das eher froh oder eher nachdenklich? Oder anders gefragt: Worin vermuten Sie die Gründe, dass sich sonst niemand um den Posten beworben hat?
Ganz persönlich stimmt mich das natürlich eher froh, als nachdenklich. Den Grund sehe ich darin, dass wir in Zaisenhausen (Gemeinderat, Verwaltung und Einwohnerschaft) in den vergangenen acht Jahren gemeinsam vieles bewegt haben. Viele Projekte konnten angestoßen und auch umgesetzt werden. Die Zusammenarbeit im Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung ist sehr wertschätzend und vertrauensvoll. Gerade im politischen Gremium suchen wir den Konsens. Wir sind nicht immer alle einer Meinung, versuchen aber immer Kompromisse zum Wohle unserer Gemeinde und Einwohner zu finden. Dabei hat die Sachbezogenheit Priorität. Dieses gute Miteinander in Zaisenhausen ist auch über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und darum wahrscheinlich nicht die attraktivste Gemeinde für einen potenziellen Kandidaten, um gegen einen Amtsinhaber anzutreten.

Wie haben Sie den Wahlkampf ohne Gegenkandidat gestaltet?
So, als wäre einer da! Ich habe meine Wahlwerbung unabhängig von Mitbewerbern geplant und gestaltet. Der Begriff „Wahlwerbung“ sagt mir im Übrigen schon immer mehr zu als „Wahlkampf“. Ich möchte bei den Bürgerinnen und Bürgern für mich werben und nicht gegen jemanden kämpfen, daher würde ich mich auch über eine gute Wahlbeteiligung freuen.
Ich habe im Amtsblatt und durch einen Brief an alle Haushalte über meine erneute Kandidatur informiert, Plakate aufgehängt, eine Homepage und eine Broschüre gefertigt. Diese Woche werde ich nochmals durch eine Anzeige im Amtsblatt zur Wahl motivieren. Zudem fand eine öffentliche Kandidatenvorstellung der Gemeinde in Form eines Spazierganges statt.

Was sind – in kurzen Worten – Ihre wichtigsten Ziele für Ihre eventuelle nächste Amtszeit?
Gemeinsam mit Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft möchte ich mit Herz und Leidenschaft den erfolgreichen gemeinsamen Weg weitergehen und Zaisenhausen auch in Zukunft mit der notwendigen Fachkompetenz, Sachbezogenheit und Kreativität voranbringen.
Die Innenentwicklung des Orts ist mir zum Beispiel sehr wichtig: Wir haben im Ortskern einen überdurchschnittlich hohen Leerstand. Im Zuge des Sanierungsprogramms, mit dem wir schon den neuen Dorfplatz geschaffen haben, möchte ich nun in einem nächsten Schritt die Ortsmitte zu einem attraktiven Wohnort für alle Generationen machen und dafür auch private Eigentümer aktiv ansprechen. Außerdem wird derzeit geprüft, inwieweit ein innerörtliches Baugebiet beim alten Wasserreservoir realisiert werden kann.
Ein weiteres dringliches Anliegen ist mir die „kleine Ortsumfahrung“. Wir haben ein Gewerbegebiet mit 600 Arbeitsplätzen, und auch Schwerlastverkehr, der auf der Achse Eppingen - Bruchsal unterwegs ist, fährt immer mal wieder durch Zaisenhausen. Gerade an der Kreuzung Kelternstraße und Hauptstraße verhaken sich immer wieder Lkws, was durch die „kleine Ortsumfahrung“, für die wir schon mit der Erweiterung des Gewerbegebiets und der Verbreiterung der Kraichtaler Straße eine Voraussetzung geschaffen haben, gelöst werden könnte.
Insgesamt möchte ich, dass Zaisenhausen eine attraktive kleine Gemeinde bleibt. Dazu gehört, dass wir weiterhin den Kindergarten und die Grundschule bedarfsgerecht ausbauen, kreative Lösungen beim Dauerbrennerthema Nahversorgung finden und auch den Breitbandausbau weiterhin vorantreiben.

Die Fragen stellte Katrin Gerweck.

Autor:

Katrin Gerweck aus Bretten

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