KVV streicht Gondelsheimer Haltestellen „Marktplatz“ und „Graf-Douglas-Straße“

Gondelsheim droht die teilweise Abhängung vom Netz des öffentlichen Personennahverkehrs. Konkret geht es um die von Bretten über Büchig und Neibsheim nach Gondelsheim führende Buslinie 141.

Gondelsheim (pm) Gondelsheim droht die teilweise Abhängung vom Netz des öffentlichen Personennahverkehrs. Konkret geht es um die von Bretten über Büchig und Neibsheim nach Gondelsheim führende Buslinie 141. Die Pläne des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) sehen eine komplette Streichung der Haltestellen „Marktplatz“ und „Graf-Douglas-Straße“ an den Wochenenden vor. Alleine samstags und sonntags fallen damit 23 Verbindungen weg. Wochentags ist eine Halbierung der Verbindungen zu diesen beiden Haltestellen vorgesehen. Lediglich zu Schulzeiten sollen zukünftig die beiden Haltestellen noch angefahren werden. Und beides tritt am 11. September in Kraft. „Das ist nicht akzeptabel. Damit wäre der halbe Ort vom Busverkehr abgeschnitten“, betont Bürgermeister Markus Rupp. Am Bahnübergang wäre dann praktisch Schluss, was für manche Fahrgäste einen Fußmarsch von 1,2 Kilometer mit sich bringt, um an das andere Ende der Gemeinde zu gelangen.

Unmut wächst weiter

Der Bürgermeister kritisiert jedoch nicht nur die angedachten Fahrplanänderungen, sondern ebenso die Art und Weise, wie die KVV diese kommunizierte. „Ohne jegliche Begründung, ohne die Änderungen überhaupt aufzuführen erhielten wir Ende Juli eine Nachricht mit dem Hinweis, dass der neue Fahrplan sechs Wochen später in Kraft treten soll“, ärgert sich Rupp nach wie vor. Für die Verwaltung bedeutete dies erst einmal viel Recherchearbeit, um das Ausmaß der Änderungen in Erfahrung zu bringen. Als die ganze Dimension dann feststand, wuchs der Unmut entsprechend weiter. Diesen artikulierte die Gemeinde in einem Brief an die KVV, in dem sie eine klare Begründung der Maßnahmen einforderte.

Kürzung sei nur in Gondelsheim möglich

In der inzwischen eingetroffenen Antwort des Verkehrsverbundes ist davon die Rede, dass die veröffentlichten Fahrplanzeiten an die realen Fahrzeiten angepasst werden müssten. Letztere würden um rund 20 Prozent überschritten. Deshalb müsse der Linienfahrweg zum Teil gekürzt werden und zwar um die beiden genannten Haltestellen. Eine solche Kürzung sei nur in Gondelsheim möglich. „Den Letzten beißen dann wohl die Hunde“, kommentiert Rupp dies.

Zunahme des Verkehrsaufkommens

Als ein Grund für die zu langen Fahrtzeiten wird die Zunahme des Verkehrsaufkommens insgesamt auf der Linie 141 genannt. „Dann verstehe ich nicht, warum die Wochenendverbindungen komplett gestrichen werden. Genau dann, wenn das Verkehrsaufkommen am geringsten ist“, so Rupp. Als weitere Begründung verweist der KVV auf in Büchig und Neibsheim eingeführte Tempo 30-Zonen. „Die gibt es schon seit vielen vielen Jahren und die dortigen Ortsdurchfahrten waren seit jeher äußerst eng“, lässt der Bürgermeister dieses Argument ebenfalls nicht gelten.
Er vermutet vielmehr, dass der Bahnübergang mit seinen langen Schließzeiten der Hauptgrund für die Fahrplanänderung ist. „Gondelsheim für ein Problem zu bestrafen, wofür einzig und allein die Deutsche Bahn die Verantwortung trägt, das kann und darf nicht sein“, macht Rupp deutlich.

Mehr zum Thema lesen Sie auf unserer Themenseite KVV

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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