Preisverleihung „Beispielhaftes Bauen“
Oberderdingen für Feuerwehrhaus und Mediathek ausgezeichnet

Auszeichnung für "Beispielhaftes Bauen" bei der Mediathek: (von links) Landrat Christoph Schnaudigel, Jurymitglied Sara Vian vom Landesvorstand der Architektenkammer, Brigitte Harms-Janßen sowie die Architekten Günther Meerwarth und Michael Weindel junior.
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  • Auszeichnung für "Beispielhaftes Bauen" bei der Mediathek: (von links) Landrat Christoph Schnaudigel, Jurymitglied Sara Vian vom Landesvorstand der Architektenkammer, Brigitte Harms-Janßen sowie die Architekten Günther Meerwarth und Michael Weindel junior.
  • Foto: Gemeinde Oberderdingen
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OBERDERDINGEN (bl) Die Gemeinde Oberderdingen hat jeweils eine Auszeichnung für das Feuerwehrhaus Oberderdingen und die Mediathek Oberderdingen im Auszeichnungsverfahren „Beispielhaftes Bauen“ erhalten, das von der Architektenkammer Baden-Württemberg im Landkreis Karlsruhe unter der Schirmherrschaft von Landrat Christoph Schnaudigel ausgelobt wurde. Brigitte Harms-Janßen nahm stellvertretend für Bürgermeister Thomas Nowitzki gemeinsam mit den Architekten Michael Weindel Junior und Günther Meerwarth sowie Tim Feigenbutz und Philip Pannier die bronzenen Plaketten und Urkunden bei einer Feierstunde im Landratsamt in Karlsruhe entgegen.

Kreativer und respektvoller Umgang mit baukulturellem Erbe

Die Auszeichnung für die Mediathek begründet die Fachjury unter anderem mit einem architektonischen Kleinod, das mit viel Einfühlungsvermögen, Sachkunde und Fantasie entstand. Die Idee, eine Mediathek in das alte, vom Verfall bedrohte, historische Gasthaus Rössle zu planen, war nicht unbedingt naheliegend, insbesondere in Anbetracht der kleinteiligen Struktur des bestehenden Grundrisses. Mit viel Einfühlungsvermögen, Sachkunde und Fantasie ist hier ein architektonisches Kleinod entstanden, das mehr ist als eine Bücherei. Die neue Erschließung in Verbindung mit dem großzügig verglasten Foyer bezieht den attraktiven Innenhof mit ein, sodass vielfältige Veranstaltungen möglich sind. Es ist ein Ort des lebendigen kulturellen Miteinanders entstanden, mithin ein Beispiel für den gleichermaßen kreativen wie respektvollen Umgang mit dem baukulturellen Erbe.

Klare Gliederung außen wie innen

Die weitere Auszeichnung für das Feuerwehrhaus Oberderdingen begründete die Jury wie folgt: Das Gebäude besticht durch seine deutlich sichtbare Struktur, in der man sich sofort zurechtfindet. Die klare Gliederung setzt sich im Inneren fort: Für den Einsatz wichtige Bereiche sind gut aufeinander abgestimmt und pragmatisch gelöst. Die Räume für den Unterricht, für Logistik und geselliges Beisammensein erleben nach hinten raus eine ruhige Umgebung und eine schöne Terrasse, die gleichzeitig den zweiten, notwendigen Rettungsweg darstellt. Beispielhaft sind auch die geschickt eingebundenen vielen Arbeitsstunden der Helfer sowie die Würdigung dieser Arbeiten in einem schönen Fliesen-Detail. Trotzdem bleibt der Eindruck eines durchgängigen Gesamtwerks. Die etwas spärlichen Außenanlagen lassen noch Raum für planerische und handwerkliche Zuwendung.

Zwei von insgesamt vergebenen 23 Auszeichnungen

Das Auszeichnungsverfahren soll das öffentliche Bewusstsein für Baukultur im Alltag schärfen. Eine siebenköpfige Jury wählte aus 63 eingereichten Arbeiten 33 in die engere Auswahl und besichtigte diese direkt vor Ort. In den Schlussberatungen vergab die Jury 23 Auszeichnungen für beispielhaftes Bauen. Kriterien für die Entscheidungsfindung der Jury waren unter anderem äußere Gestaltung, Maß und Proportion des Baukörpers, innere Raumbildung, Zuordnung der Räume und Zweckmäßigkeit, Angemessenheit der Mittel und Materialien, konstruktive Ehrlichkeit, Einfügung und Umgang mit dem städtebaulichen Kontext sowie der Umwelt.

Auszeichnung für "Beispielhaftes Bauen" bei der Mediathek: (von links) Landrat Christoph Schnaudigel, Jurymitglied Sara Vian vom Landesvorstand der Architektenkammer, Brigitte Harms-Janßen sowie die Architekten Günther Meerwarth und Michael Weindel junior.
Auszeichnung für "Beispielhaftes Bauen" beim Feuerwehrhaus: (von links) Jurymitglied Sara Vian vom Landesvorstand Architektenkammer, Landrat Christoph Schnaudigel, Brigitte Harms-Janßen sowie die Architekten Tim Feigenbutz und Philip Pannier.
Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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