Naturbeobachtung

Beiträge zum Thema Naturbeobachtung

Freizeit & Kultur
Larve der grünen Reiswanze
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Schädlinge kommen aus den Tropen und den Subtropen
Grüne Reiswanze jetzt auch in Brettener Gärten

Bretten (gd) Sie hat in den letzten Jahren einen weiten Weg zurückgelegt. Von Ostafrika hat sich die Grüne Reiswanze, Nezara viridula, wie sie von Wissenschaftlern genannt wird, über die Länder am Mittelmeer ausgebreitet und jetzt auch die Felder und Gärten von Bretten und seinem Umland erobert. Sie erreicht eine Körperlänge von eineinhalb Zentimetern und ist meistens grün gefärbt. Aber es gibt auch rot oder orange gefärbte Exemplare. Von der ähnlichen Grünen Stinkwanze ist sie durch drei weiße...

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  • 14.04.21
Freizeit & Kultur
3 Bilder

Der Acker-Gelbstern
Ein selten gewordener Frühlingsbote

Bretten/Region (gd) Namensgebend für den Acker-Gelbstern sind seine leuchtend schwefelgelben Blütenblätter. Im Umland von Bretten kann man diesen Frühlingsboten gelegentlich noch an besonnten Weinberghängen entdecken. Er besitzt nur zwei etwa vier Millimeter breite, fast fadenförmige Laubblätter. Als Liliengewächs ist er mit den Tulpen verwandt, blüht nur von März bis Mai und überdauert als Zwiebel den Sommer, Herbst und Winter. Zusammen mit den gelben Weinbergstulpen und den blau blühenden...

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  • 18.03.21
Freizeit & Kultur
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Vogelspinnen in Brettener Gärten und Wiesen ?
Die Pechschwarze Tapezierspinne Atypus affinis

Monsterspinnen im Kino oder Fernsehen sorgen bei den Zuschauern für Angst und Schrecken und lassen ihre Knie schlottern. Andere Zeitgenossen halten handtellergroße Vogelspinnen als Terrarientiere im Wohnzimmer. Viele Menschen leiden an einer Spinnenphobie und geraten beim Anblick selbst kleinster Spinnen in Panik. Zum Glück gibt es große und gefährliche Spinnen meist nur in den warmen Tropen und Subtropen. Doch wurde erst vor Kurzem in einem Garten mitten in Bretten Verwandte der Vogelspinnen...

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  • 15.02.21
Freizeit & Kultur

Winzlinge auf dem Eis
Der Bunte Kugelspringer

Bretten/Region (gd) Eingemummt in den dicken Wintermantel, die Mütze weit über die Ohren gezogen und gefütterte Stiefel an den Beinen, nur so trauen sich Spaziergänger an frostigen Wintertagen ins Freie. Unvorstellbar, dass es auch im Kraichgau gleich mehrere Arten winziger Tiere gibt, die unbekleidet und mit nackten Beinen auf dem eiskalten Schnee herumlaufen und sich dabei sichtlich wohlfühlen. Die meisten sind langgestreckt und dunkel, einige aber kugelförmig und rotbraun gefärbt wie der...

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  • 02.02.21
Freizeit & Kultur
Bild von  Dirk (Beeki®) Schumacher auf  Pixabay
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In der Unterwelt Brettener Gärten zu Hause
Der Maulwurf

Bretten (gd) Wegen seiner unterirdischen Lebensweise bekommt den Maulwurf (Talpa europaea) selten zu sehen. Sein Name ist auf das alte Worte "Molte", das Erde bedeutet, zurückzuführen. Der „Erdwerfer“ häuft in Wiesen und Gärten stattliche Erdhügel auf. Diese Maulwurfshügel sind kuppelförmig und enthalten grobe Erde. Für ein Leben unter der Erde ist dieses Säugetier mit einer Körperlänge von etwa 15 Zentimetern Länge bestens ausgerüstet. Seine Schnauze ähnelt einem Schweinerüssel, mit dem er...

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  • 15.12.20
Freizeit & Kultur

Die Mauerassel (Oniscus asellus)
Nützlicher Krebs in Wald und Garten

Bretten/Region. Nicht nur in den Wäldern von Bretten und Umgebung, sondern auch unter Steinen, in Komposthaufen und manchen Kellern, überall dort, wo es feucht und dunkel ist, kann man die Mauerassel (Oniscus asellus) finden. Der Körper dieser Tiere, der gut 15 Millimeter Länge erreichen kann, ist abgeflacht, bräunlich gefärbt mit hellen Flecken. Das zweite Fühlerpaar ist lang und gut sichtbar. Die Fühlerspitze ist, im Gegensatz zur ähnlichen Kellerassel, dreigliedrig. Dagegen ist das erste...

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  • 17.11.20
Freizeit & Kultur
Blatt vs. Handschuh
5 Bilder

Exoten im Wössinger Gemeindewald
Bäume mit Riesenblättern am oberen Walzbach

Am Ende des Wössinger Ernstweges, gleich zu Beginn des Waldes wurde eine kleine Fläche neu aufgeforstet. Dort fällt eine kleine Baumgruppe ins Auge die mit riesigen Blättern ausgestattet ist. Riesig ist bei dem Blattwerk durchaus wörtlich zu nehmen. Im Falle der Wössinger Exemplare hängen im Bereich der Baumkrone Blätter von einem Durchmesser von 60 oder mehr Zentimetern. Selbst der Blattstiel kann gut einen Zentimeter Durchmesser haben und fast einen halben Meter lang sein. Gerade in diesen...

  • Region
  • 12.11.20
Freizeit & Kultur

Migrantin aus dem Süden
Die Kräuseljagdspinne

Sie hat sich in den letzten drei Jahrzehnten von den Mittelmeerländern über die Alpen bis zu uns in den Kraichgau ausgebreitet: Die Kräuseljagdspinne Zoropsis spinimana. Jetzt wurde ein Exemplar in einem Garten der Brettener Innenstadt entdeckt. Diese Spinne kann eine Körperlänge von fast zwei Zentimetern erreichen. Ihre ausgestreckten Beine haben eine Spannweite von bis zu fünf Zentimetern. Die Grundfärbung ist sehr variabel, von gelblich über grau bis zu dunkelbraun mit einer dunklen...

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  • 24.10.20
Freizeit & Kultur

In Trockenstarre durch den Sommer
Flucht vor Hitze und Trockenheit

Spaziergänger entdecken sie nur selten, obwohl sie in Bretten und Umgebung gerne sonnige Böschungen und Straßenränder besiedelt: Die Gemeine Heideschnecke (Helicella itala). Ihr Gehäuse mit einem Durchmesser bis zu zweieinhalb Zentimeter ist scheibenförmig flach, hell, mit braunen, variablen Bändern. Dort, wo sie optimale Lebensbedingungen vorfindet, kann diese Schnecke auch in zahlreichen Exemplaren vorkommen. Bevor es sommerlich heiß und trocken wird, klettern die Heideschnecken an...

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  • 06.09.20
Freizeit & Kultur
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Vom Aussterben bedrohte Käferart
Seltener Fund in Bretten

Bretten. Der bis zu fünf Zentimeter große Käfer zählt zu den größten Käfern Mitteleuropas und ist leicht zu erkennen. „Die ersten Glieder seiner körperlangen Fühler weisen eine körnige Struktur auf. Daher der Name Körnerbock (Aegosoma scabricorne)“, erklärt Hans-Georg Leonhardt vom BUND Bretten. Dieser Bockkäfer ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet, aber sehr selten. In Deutschland ist er vom Aussterben bedroht. Deshalb steht er auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten. In...

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  • 18.08.20
Freizeit & Kultur
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In immer mehr Brettener Gärten und öffentlichen Grünanlagen wird er angepflanzt: Der Lavendel
Der Lavendel - Arzneipflanze 2020

Bretten (kn) Der Lavendel liebt die heißen und trockenen Sommer der Mittelmeerländer. Doch der Klimawandel hat es ihm ermöglicht, sich auch nördlich der Alpen auszubreiten. Seine meist blauen oder lila Blüten sind eine Futterquelle für zahlreiche Insektenarten wie Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen. Auch Schmetterlinge wie Weißlinge oder gar das Taubenschwänzchen, das mit raschen Flügelschlägen wie ein Kolibri im Rüttelflug vor den Blüten schwebt, naschen an den Blüten des Lavendels....

  • Bretten
  • 15.06.20
Freizeit & Kultur
Am Rande des Abgrunds
4 Bilder

Farbenpracht auf dem Lugenberg zwischen Dürrenbüchig und Wössingen
Es treibt Blüten am Rande des Steinbruchs

Dürrenbüchig/Wössingen (wb/gr) Ungeachtet der derzeitigen Lage schreitet die Vegetation weiter fort. Kulturpflanzen wie auch Wildpflanzen entwickeln sich mit dem Fortschreiten der Jahreszeiten, wie seit Urzeiten, einfach weiter und erfreuen den Betrachter.  Dabei entwickeln nicht genutzte Agrarflächen schnell ein Eigenleben. Auch auf dem Lugenberg, an den Gemarkungsgrenzen von Bretten-Dürrenbüchig und Walzbachtal-Wössingen, kann man dies beobachten. Von der Landwirtschaft aufgegeben und vom...

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  • 23.05.20
Freizeit & Kultur

Hirschkäfer in Büchig entdeckt

Ein stattliches Exemplar eines Hirschkäfers wurde dieser Tage im Brettener Ortsteil Büchig entdeckt. In einem Hausgarten krabbelte diese größte einheimische Käferart über den Gartenweg. Bei den männlichen Hirschkäfern, die eine Länge von bis zu neun Zentimetern erreichen können, sind die Oberkiefer geweihartig vergrößert. Die Weibchen sind deutlich kleiner und tragen kein Geweih. Der Bestand dieser Käferart hat durch die Beeinträchtigung seiner Lebensräume in Mitteleuropa stark abgenommen.Er...

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  • 13.05.20
Freizeit & Kultur

Reptil des Jahres 2020
Die Zauneidechse

Bretten. Auf der Brettener Gemarkung gibt es die bis zu 25 Zentimeter langen Zauneidechsen noch. Sie besiedeln verschiedene Lebensräume wie Böschungen, Waldränder, Streuobstwiesen und Gärten. Männchen und Weibchen weisen große Unterschiede in Zeichnung und Färbung auf. So tragen die Männchen zur Paarungszeit im Frühling ein leuchtend grünes Hochzeitskleid, während die Weibchen eher braun gefärbt sind. Im Mai/Juni legt das Weibchen etwa ein Dutzend weichschalige Eier in selbst gegrabene...

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  • 05.05.20
Freizeit & Kultur

BUND-Ökotipp
Gegen den Lagerkoller: Stadtnatur entdecken

Region (kn) Der Frühling ist da und lädt dazu ein, Zeit außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen. Der Aufenthalt im eigenen Garten oder auf der Wiese nebenan ist für Bewohnerinnen und Bewohner des ländlichen Raums eine willkommene Abwechslung in Zeiten von eingeschränkter Bewegungsfreiheit. In den Städten wird das schon deutlich schwieriger: Grünflächen sind begrenzt vorhanden, gleichzeitig ist Abstandhalten das Motto der Stunde. „Aktuell wird bewusst, wie wertvoll unser Stadtgrün ist“,...

  • Region
  • 29.03.20
Freizeit & Kultur
Kurz nach der Lausquelle,
das leere Bett gefüllt

Wasser marsch für das Walzbachtal
Oberlauf des gleichnamigen Baches fließt wieder

Wössingen(wb) Während die Narren mit ihrem Slogan gerade in die Fastenzeit gestartet sind und bis November Atem holen, macht ein reales Bächlein Ernst mit „Wasser marsch“. Nach einer wahren Durststrecke fließt der Walzbach wieder ab seinem Ursprung der Lausquelle. Lange musste man warten bis das Bett des Baches in seiner ganzen Länge mit Wasser gefüllt war. Seit einigen Tagen ist es jetzt soweit. Grund für das Versiegen einiger der oberen Quellen des Baches waren die beiden, viel zu trockenen,...

  • Region
  • 10.03.20
Freizeit & Kultur
4 Bilder

Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen
Naturschutzgebiet Zwölf Morgen

Walzbachtal (wb) Im Landkreis Karlsruhe gibt es gerade einmal 41 Naturschutzgebiete. Das sind gar nicht so viele, wie man vielleicht annehmen möchte. Eines davon befindet sich am Rande des kleinen Höllwaldes auf Walzbachtaler Gemarkung. Es heißt Zwölf Morgen und ist knapp 19 Hektar groß. Hier befinden sich zum großen Teil Streuobstwiesen mit alten Bäumen, Hecken und artenreiche Wiesen, die unter besonderem Schutz stehen. Da das Gelände an den nahe gelegenen Wald grenzt und auch sonst eine...

  • Region
  • 14.01.20
Freizeit & Kultur

In Bretten zu Hause
Die Feldspitzmaus

Bretten (kn) „Die Spitzmaus kann mit ihrem kleinen Mäulchen weder die Kühe ins Eiter (Euter) beißen, wie die Sage geht, noch ist sie giftig.“ So steht es in einem Lehrbuch der Naturgeschichte von 1834. Tatsächlich hat die Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) ein Insektenfressergebiss mit vielen kleinen, spitzen Zähnchen und gehört deshalb nicht zu den Nagetieren wie Mäuse und Ratten. Ihre Nahrung besteht deshalb hauptsächlich aus Insekten und deren Larven sowie Asseln, Schnecken und Würmer. Die...

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  • 08.12.19
Freizeit & Kultur

Schönheit einheimischer Sträucher

Immer wieder wird in den Medien der Nutzen einheimischer Sträucher und Bäume für Insekten und Vogel hochgepriesen. Die leckeren Beeren sind auch eine Bereicherung für jedes Menü. Dabei wird oft vergessen, dass sie nicht nur nützlich sondern auch unglaublich schön sind. Sanddorn hat eine sehr exotische Erscheinung mit feinem silbrigen Laub und mit orangenen Beeren im Oktober. Traubenkirsche erfreut mit duftenden Blüten im Frühjahr und mit rot-gelber Blattfärbung im Herbst. Kornellkirschen blühen...

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  • 23.09.19
Freizeit & Kultur
Rastplatz an der "trocken gefallenen" Hungerquelle
6 Bilder

Kein Wasser für den Walzbach
Naturphänomen lässt auf sich warten

Im Osten von Wössingen und südlich von Dürrenbüchig findet man am Waldrand im Naturschutzgebiet Wössinger Waldwiesen eine Besonderheit. Was hier nur wie ein idyllisches Plätzchen erscheint ist eigentlich ein Quelltopf. Es ist die Hungerquelle die, wenn sie denn sprudelt, den Ursprung des Walzbaches markiert. Sie ist äußerst unberechenbar das Erscheinen betreffend. Mancher Forscher würde sich an ihrem Verhalten sicherlich die Zähne ausbeißen. Derzeit kann man nur ahnen dass hier Quellwasser...

  • Region
  • 19.07.19
Freizeit & Kultur

Seltener Fund in Bretten
Ligusterschwärmer im Honeymoon

Die Überraschung war groß, als kürzlich in einem Diedelsheimer Garten eine bei uns inzwischen selten gewordene Schmetterlingsart – und diese auch gleich bei der Paarung - entdeckt wurde: Mit einer Flügelspannweite von bis zu zwölf Zentimeter zählt der Ligusterschwärmer zu den größten einheimischen Schmetterlingen. Seine Brust ist immer schwarz, aber die übrige Körperfarbe kann sich von Tier zu Tier stark unterscheiden. Dieser Falter ist nicht nur in unseren Wäldern, sondern auch gelegentlich in...

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  • 15.07.19
Freizeit & Kultur

Gesucht : Eigelege der Gottesanbeterin

Der Sommer ist vorbei. Inzwischen haben auch im Kraichgau die Weibchen der Gottesanbeterinnen ihre Eier in verschieden geformten Paketen abgelegt. Diese Eipakete (Oothek) kann man jetzt an Pflanzenstängeln, Steinen oder Hauswänden finden. Die Eier sind in diesem festen, schwammartigen Kokon fest miteinander verklebt und so vor Fressfeinden und der Witterung geschützt. Je nach Art kann ein Weibchen mehrere Kokons von unterschiedlicher Größe und Eierzahl ablegen. Zur Erfassung dieser...

  • Bretten
  • 08.12.17
Freizeit & Kultur

In Bretten daheim : Die Maulwurfsgrille

In einem Lehrbuch der Naturgeschichte von 1834 steht: „Die Maulwurfsgrille, der Gartenkrebs, die auch Werre heißt, hat ausgezackte Händlein an den Vorderfüßen, womit sie, wie mit einer Schaufel, Löcher in die Erde gräbt. Sie thut viel schaden, man giebt sich deshalb viel Mühe, sie auszutilgen.“ Die schaufelartigen Grabhände machen diese bis zu zehn Zentimeter große, braun gefärbte Grille unverwechselbar. Ihren Namen hat das harmlose Insekt von ihren Grabhänden, mit denen sie wie der Maulwurf...

  • Bretten
  • 22.08.17
Freizeit & Kultur
Leucospis dorsigera

Seltene Erzwespe in Bretten entdeckt

Einen deutschen Namen hat dieses auffällige Insekt nicht. Dies ist allerdings nicht verwunderlich,weil dieser Hautflügler zwar über ganz Europa verbreitet ist aber nur ganz selten beobachtet werden kann. Leucospis dorsigera zählt zu den Erzwespen, kann eine Körperlänge von etwa elf Millimeter erreichen und ist schwarz und gelb gefärbt. Der Legebohrer der Weibchen liegt auf der Oberseite des Hinterleibs. Die Schenkel der Hinterbeine sind auffällig verdickt. Erzwespe ist ein Schmarotzer An...

  • Bretten
  • 10.08.17
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