Ökomobil des Regierungspräsidiums Karlsruhe arbeitet in Heidelsheim mit Schülern
Das Netzwerk Natur entdecken

Blumen sammeln.
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Heidelsheim (bea) Entdecken, Staunen, Forschen und Begreifen. Das sind nur einige der Begriffe, mit denen die Erfahrungen der Kinder mit dem Ökomobil des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe beschrieben werden können. Dieses hatte Günter Kolb, der unter anderem Jugendbegleiter an der Dietrich-Bonhoeffer Grundschule in Heidelsheim ist und dort die Garten AG leitet, in den Stadtteil von Bruchsal geholt. Für insgesamt 47 Schülerinnen und Schüler der beiden dritten Klassen stand Naturschutzbildung auf der Agenda. In vier Gruppen dürfen die Kinder am Mittwoch, 7. Juli, und Donnerstag, 8. Juli, mit dem Ökomobil-Team von Juliane Saar über die Streuobstwiese gehen und diese gemeinsam bewusst entdecken.

Jeder ist ein Teil des Netzwerks Natur

"Es ist ein sehr großer Unterschied, ob ein Kind ein Insekt selbst einfangen und in aller Ruhe anschauen darf oder nur in einem Buch angucken kann", sagt Kolb. Und so beginnt die Erkundungstour mit dem Ökomobil für die Schüler mit zwei Spielen. Mit einer langen Schnur stellt das Team das Netzwerk der Natur nach, von dem jedes Kind ein Teil sein darf. "Sobald jemand die Schnur bewegt oder loslässt, wackelt das ganze Netz. So ist es auch in der Natur", erklärt Juliane Saar. Im zweiten Spiel dürfen die Schüler mit geschlossenen Augen an Dosen riechen, die unter anderem mit Bananen- und Pfirsichstücken gefüllt sind.

Sinne schärfen für die Natur

So sollen die Sinne der Kinder geschärft werden, damit sie sich für den ersten Durchgang, das Sammeln von Blumen auf der Wiese, vorbereiten können. Hier gilt es nicht nur die Augen offenzuhalten, sondern auch die Nasen zu benutzen: wie sieht die Blume aus, wie riecht sie und haben wir diese Blume schon gesammelt, sind einige der Fragen, die die Kinder stellen. So erleben die Heranwachsenden die Pflanzenvielfalt auf der Streuobstwiese hautnah. Zurück beim Ökomobil dürfen die Kinder die Blumen mit ihrem Bleistift nachmalen und müssen sich die Formen der gesammelten Blumen, deren Blüten und Blätter daher genau anschauen.

Tierschau auf dem Monitor

Die Wurzel einer Blume hebt Saar besonders hervor, zerbricht sie und lässt jedes Kind daran riechen. Es ist die Wilde Möhre, deren Geruch dem der Kulturmöhre ähnelt. Im zweiten Spaziergang über die Wiese sollen die Kinder Tiere in ihrem Glas fangen. Doch das klappt nicht bei jedem Insekt, so fliegt eine Biene schnell weiter, sobald sich die Kinder nähern. Auch der Grashüpfer springt vor der kurzen Gefangenschaft im Glas davon. Doch die Veränderliche Krabbenspinne landet im Glas, so auch eine Assel, ein Regenwurm und ein Käfer. Bevor sie von den Kindern wieder freigelassen werden, werden sie unter einem Mikroskop angeschaut, das das Bild auf einem Monitor wiedergibt. Auf diese Weise können alle Kinder das Tier genau beobachten.

Natur beobachten und verstehen

So kommen viele unterschiedliche Tiere auf den Monitor, über die das Ökomobil-Team mit den Kindern sprechen kann. Während die eine Gruppe mit den Aufgaben des Ökomobils beschäftigt ist, beschäftigen Kolb und Lehrerin Susanne Kümmerle sich mit der zweiten Gruppe. So lernen die Schüler die Natur am Wegesrand zu beobachten, indem sie in aller Ruhe mit einem Sitzkissen vor dem Wiesenstreifen sitzen und viele Tiere entdecken. Einige der Kinder trauen sich sogar Brennnesseln anzufassen. "Ihr müsst sie nur von unten nach oben streichen, dann stechen sie euch nicht", erklärt Kolb.

Weitere Informationen zum Ökomobil unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/rpk/abt5/ref56/seiten/oekomobil/

Autor:

Beatrix Drescher aus Bretten

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