Melanchthonstadt würdigt den „Rabber“ zu seinem 70. Geburtstag

Hans Joachim Reiber mit Ehefrau Verena und Oberbürgermeister Martin Wolff beim Empfang der Stadt Bretten anlässlich seines 70. Geburtstages.
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  • Hans Joachim Reiber mit Ehefrau Verena und Oberbürgermeister Martin Wolff beim Empfang der Stadt Bretten anlässlich seines 70. Geburtstages.
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Großer Empfang für Hans Joachim Reiber, Träger der Bürgermedaille der Stadt Bretten.

Bretten (hk) Am vergangenen Freitagabend hatte die Melanchthonstadt zu einem Empfang anlässlich des 70. Geburtstages von Hans Joachim Reiber, Träger der Bürgermedaille der Stadt Bretten und ehemaliger Vorsitzender des Melanchthonvereins Bretten, eingeladen. Rund 200 Gäste – darunter jahrzehntelange Weggefährten, Vereinsfreunde und Persönlichkeiten aus der kommunalen Politik – waren gekommen, um Hans Joachim Reiber ihre Ankerkennung für sein hochkarätiges Wirken zu übermitteln. Gefeiert wurde im Großen Ratssaal des Rathauses mit mittelalterlich-fröhlichen Liedern von „D‘ Eggefeger“, die sich der zu bejubelnde Jubilar gewünscht hatte.

Einer der „letzten Ureinwohner Brettens“

Nur wenige Meter vom Rathaus entfernt, erblickte Hans Joachim Reiber 1949 in der heutigen Fußgängerzone das Licht der Welt. Beeindruckend ist sein bisheriger Lebensweg, den eine Reihe von Gratulanten nahezu lückenlos und kurzweilig nachzeichneten. Oberbürgermeister Martin Wolff wünschte einem der „letzten Ureinwohner Brettens“ in seiner Ansprache „alles erdenklich Gute“ und erinnerte an besondere Ereignisse aus dem Geburtsjahr des Jubilars: Konrad Adenauer wurde zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt, Mao Zedong hatte die Volksrepublik China ausgerufen, während sich in der damals 8.697 Einwohner großen Melanchthonstadt die Bürgerwehr neu formierte. Der Oberbürgermeister übersprang mit einem Augenzwinkern die „Sturm-und-Drang-Jahre“ des Pädagogen. Stattdessen ließ Martin Wolff zum „Rabber-Jubiläum“ aufleben, in welch vielfältiger Weise sich Hans Joachim Reiber – als Lehrer, als Vorsitzender des Melanchthonvereins oder als Sportler – in seiner Heimatstadt engagiert hat.

„Dein notwendiger wie auch kritischer Unterton bleiben mir gerne in Erinnerung“

So machte er sich zunächst einen Namen als Pädagoge am Melanchthon-Gymnasium in Bretten. Einen besonders tiefen und nachhaltigen Eindruck hinterließ er bei seiner ehemaligen Schülerin Sonja Winkler, die sich laut eigener Aussage „nichts Anderes getraut habe als Deutsch zu studieren“. Es folgten die 23 Jahre als Vorsitzender des Melanchthonvereins, woür Hans Joachim Reiber 2017 mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurde. Karin Gillardon, stellvertretende Vorsitzende des Melanchthonvereins, würdigte die „großzügige und gesellige“ Art von Hans Joachim Reiber, der den Zusammenhalt im Melanchthonverein maßgeblich gefördert habe. „Dein notwendiger wie auch kritischer Unterton bleiben mir gerne in Erinnerung. Ich danke dir für die gemeinsame Wegstrecke“, sagte sie sichtlich gerührt.

„Handfeste“ Glückwünsche von den Kochfreunden

Pfarrer Ralf Bönninger von der evangelischen Kirchengemeinde bediente sich für seine Glückwünsche an einem Zitat von Loriot: „Es ist der Reiz des Lebens, dass man nicht alles für selbstverständlich hält, sondern noch bereit ist, sich zu wundern.“ Stefan Hammes, Vorsitzender des Turnverein 1846 Bretten, lobte den erfolgreichen Volleyball-Trainer Hans Joachim Reiber für seine „offene und ehrliche Art“ und als einen der „engagiertesten Mitglieder der Vereinsgeschichte“. Auch Joachim Kößler, CDU-Landtagsabgeordneter und Vorstandsmitglied des Melanchthon-Schülerpreises, hielt sich mit Dankesbekundungen nicht zurück und rühmte Hans Joachim Reibers „Wohlwollen für die Stiftung“. „Handfeste“ Glückwünsche hatten Horst Werner und weitere Kochfreunde des Geburtstagskindes in Form von leckeren Canapés für die Gäste dabei.

Vom „Reiber“ zum „Rabber“

An diesem Abend lüftete sich auch das Geheimnis um den Spitznamen „Rabber“: Hans Joachim Reiber habe im Volksschulunterricht seinem Klassenkameraden Thomas Mellert das Federmäppchen entwendet. Dieser habe ihm daraufhin den Namen „Zappzarapp“, angelehnt an einen Begriff aus dem russischen Sprachgebrauch, verpasst. Im Laufe der Jahre entstand daraus der „Rabber“.

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