Per Pedalo durchs Hügelland: Teilnehmer des Ferienprogramms erfreuten sich am schönen Kraichgau

Start beim Tretlager: Frohgemut stiegen die Teilnehmer/innen in die Pedale. Fotos: ch
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(ch) Bei herrlichem Sommerwetter haben rund 20 Leserinnen und Leser im Fahrradsattel den näheren Kraichgau erkundet. Im Rahmen der Brettener Woche-Ferienaktion "Per Pedalo durchs Hügelland" radelten sie in zwei Gruppen unter der Leitung von Manuela und Egon Fenrich vom Brettener FahrRadLaden Tretlager durch Dörfer,  Wiesen und Wald eine große Runde um Bretten.

„Im Fokus steht: Wir wollen alle ein bisschen Spaß haben – und so werden wir auch fahren“, begrüßte Egon Fenrich am Samstagnachmittag die bunt zusammengewürfelte Schar. Der älteste Teilnehmer war 70 und die jüngste Radlerin elf Jahre alt. Gleich zu Beginn gab es Gelegenheit, kräftig in die Pedale zu treten. Die Reuchlinstraße bot einen Vorgeschmack auf kommende Steigungen. Und sie offenbarte zugleich, dass manche aufgrund elektrischer Unterstützung klar im Vorteil waren, was jedoch durch gelegentliche Zwischenstopps ausgeglichen wurde.

Phantastischer Fernblick vom Derdinger Horn

Zunächst ging es am Pferdehof vorbei Richtung Oberderdingen, dann bog man ab Richtung Knittlingen, um – vorbei am Gut Schwarzerdhof – Großvillars anzusteuern. Eine leichte Brise und der Fahrtwind linderten die sommerliche Hitze. Gleichwohl war es nach Großvillars so weit: Beim nächsten Anstieg teilte sich die Gruppe. Die Schnelleren, angeführt von Manuela Fenrich, radelten voraus. Oben auf dem Derdinger Horn traf man sich wieder und genoss gemeinsam den phantastischen Fernblick über den sonnenverwöhnten Kraichgau. Die Ravensburg bei Sulzfeld und die Burg Steinsberg bei Sinsheim waren gut zu erkennen, jemand meinte, in der Ferne sogar den Königsstuhl bei Heidelberg auszumachen. „Schweißtreibend“, kommentierte eine Teilnehmerin die erste Etappe, während ein anderer lächelte: „Es kommt drauf an, wen Sie fragen.“

Vorbei am verträumten Aalkistensee

Per Schussfahrt ging es hinab zum Bernhardsweiher. Kurz vor Hohenklingen bog man ab auf den Radweg durchs Weißachtal Richtung Knittlingen. Eine Stunde nach dem Start überquerte die Spitzengruppe die Kreuzung vor dem Knittlinger Rathaus und strebte zügig weiter Richtung Kleinvillars, passierte Ölbronn und den verträumten Aalkistensee, um Bauschlott anzusteuern. Vorbei am Schloss und durch den angenehm kühlen Wald ging es wieder Richtung Bretten, wo schon einmal der Grill angeworfen wurde. Fünf Jugendliche und zwei Eltern der Jugendgruppe des Radsportclubs Bretten übernahmen die Bewirtung der inzwischen hungrig und durstig gewordenen Teilnehmer mit Würstchen, Salaten, Kaffee und selbstgebackenen leckeren Kuchen. Alles war kostenlos, aber das aufgestellte Spendenkässle bekam auch etwas ab.

Begleitung und aufmunternde Worte für Nachzügler

Derweil hatte die zweite Gruppe an der Kreuzung in Knittlingen den geraden Weg durch die Altstadt genommen, dann den Radweg nach Kleinvillars, war aber am Ortsausgang ins Ruiter Tal abgebogen, um durch Ruit hindurch wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. „Wir wollten die angekündigten zwei Stunden Fahrzeit nicht überschreiten – und das hat für die meisten auch gereicht“, begründete Egon Fenrich die Abkürzung. Auch Nachzügler wurden betreut. Michael Ritzkowski sorgte durch seine begleitende Fahrweise und mit aufmunternden Worten dafür, dass auch die Langsameren wohlgemut ins Ziel kamen.

Elfjährige meisterte cool und ohne E-Bike die Strecke

„Es war schön, dass man nicht hängen gelassen wurde und es immer wieder Treffpunkte unterwegs gab“, freute sich der 70-jährige Gerd Friedrich, der schon vor der Tour 17 Kilometer von Unteröwisheim nach Bretten geradelt war. Obwohl kein trainierter Radler, sei er gut mitgekommen, resümierte der ehemalige Aufzugsmonteur, der sich noch erinnert, wie er 1975 die Lifte im ehemaligen Kaufhaus Schneider eingebaut hat. Auch Jörg Fernsel aus Sternenfels hat sich erst vor sechs Wochen ein Rad zugelegt und war begeistert. Die elfjährige Sophia Föll aus Knittlingen hingegen ist mit der RSC-Jugendgruppe schon längere Touren gefahren, entsprechend cool meisterte sie - ohne E-Bike - die Strecke.

Lob für landschaftliche Reize

Von den landschaftlichen Reizen der Tour durch Weinberge und mit Aussichtspunkten zeigte sich Michael Salzer aus Pfinztal-Wöschbach am meisten beeindruckt. Während seinem Nachbarn Manfred Haury aus Walzbachtal-Wössingen auch das Auf und Ab der Hügel Respekt abnötigte: „Der Kraichgau hat´s schon in sich.“ Zudem habe er „das Glück“ gehabt, „in einer Gruppe mit fünf E-Bikes und drei Normalradfahrern, von denen zwei sehr sportlich sind,“ mitradeln zu dürfen, meinte augenzwinkernd der 58-jährige Betriebsleiter, der sich als Ausgleich zum Beruf einmal pro Woche „den Kopf frei“ radelt.

Wiederholung im Herbst ist angedacht

„Mir hat´s gefallen“, sprach Irene Ohnheiser aus Oberderdingen den Ausflüglern aus der Seele. Und Tanja Reichert aus Bretten, die sich mit ihrem Mann kurzfristig zur Teilnahme entschlossen hatte, pflichtete bei: „Es war richtig schön und hat Spaß gemacht.“ Die gute Resonanz soll nicht folgenlos bleiben. „Viele haben nachgefragt, ob man das nicht wiederholen kann“, stellte Egon Fenrich fest und kündigte an: „Wir denken, dass wir Ende Oktober eine Herbsttour mit Einkehr in eine Besenwirtschaft hinbekommen.“ Und im nächsten Jahr sei man auch gerne wieder bei einer Ferienaktion von Brettener Woche und kraichgau.news dabei.

Mehr über unsere anderen Ferienaktionen lesen Sie auf der Themenseite <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://kraichgau.news/themen/ferienaktion.html">Ferienaktion</a>

Autor:

Chris Heinemann aus Bretten

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