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Vorverkauf startet ab Samstag
Peter-und-Paul-Fest findet von 1. bis 4. Juli statt

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Bretten (hk) Nun ist es also sprichwörtlich in Stein gemeißelt: Vom 1. bis 4. Juli 2022 findet nach zwei Jahren Zwangspause das Peter-und-Paul-Fest wieder statt – "ohne Einschränkungen". Auch der Festzug soll wieder als bewährtes Spektakel in unveränderter Form stattfinden, ebenso wie das Brillantfeuerwerk am Samstagabend. Das hat die Vereinigung Alt-Brettheim (VAB) in einem Pressegespräch am gestrigen Dienstag bekannt gegeben. Ab Montag, 30. Mai, können Festtickets und Familienfesttickets, die für alle Festtage gültig sind, bei der Tourist-Info in Bretten erworben werden. Diese und alle anderen Tickets können aber auch schon ab 28. Mai online unter www.peter-und-paul.de gekauft werden. Ausschließlich Tagestickets werden an den drei Festkassen (Seedamm, Luisenstraße, Weißhofer Straße) etwa 30 Minuten vor Festöffnung erhältlich sein. Nach wie vor hoffe man jedoch, so die VAB, dass möglichst viele Tickets über den Online-Vorverkauf verkauft werden, um die Besucherzahlen im Vorfeld besser abschätzen zu können. Eine "vorsichtige Kalkulation" prognostiziere zwischen 20.000 und 25.000 Besucher pro Festtag, ausgenommen am Montag. Die Eintritts-Bändel aus dem Jahr 2020 könnten beim Kauf von Tickets für 2022 in der Tourist-Info angerechnet werden, teilt die VAB weiter mit.

Festupdate soll Stadtfest noch interessanter machen

Der Wegfall des Rummels auf der Sporgasse sowie gestiegene Sicherheitsanforderungen haben umfangreiche Anpassungen und Änderungen am Festkonzept erforderlich gemacht, denen sich die Vereinigung Alt-Brettheim in den letzten Monaten angenommen hat. Besonders wichtig war dem Organisationsteam, dass das Mittelalter-, Bürgerwehren- und Fanfarenzug-Event bei den Besucherinnen und Besuchern sowie den Festbeteiligten nicht an Attraktivität einbüßt. Das Festupdate soll das Stadtfest, das auf der „Deutschen Liste des Immateriellen Kulturerbes“ steht, noch interessanter machen. Aufgrund geltender rechtlicher Vorschriften mussten die Sicherheitswege im Festbereich optimiert werden. Zudem müssen kritische Massenansammlungen künftig vermieden werden. Es war daher erforderlich, das Sicherheits- und Zugangskonzept des Peter-und-Paul-Fests zu erweitern und die Infrastruktur des Festes weiterzuentwickeln. Eine „Arbeitsgruppe Infrastruktur“ hat sich mit diesen Aufgaben beschäftigt und mit der Firma „b.i.g.“ einen bewährten regionalen Sicherheitsdienstleister beauftragt sowie mit „ticket.io“ einen namhaften Ticket-Service ins Boot geholt, über den künftig im Wesentlichen der (Vor)-Verkauf der Online-Tickets laufen wird.

Sperrung der Georg-Wörner-Straße erforderlich

Der bisherige Rummelbereich in der Sporgasse kann aufgrund der Baustelle für Fahrgeschäfte und Co. nicht mehr genutzt werden. In der Brettener Innenstadt gibt es, jedenfalls derzeit, keine vergleichbare Fläche für einen Vergnügungspark, die geeignet wäre. Das angedachte Gleisdreieck samt Teilen des Röther-Parkplatzes wären zwar flächenmäßig denkbar, setzten aber aus Sicherheitsgründen eine Vollsperrung der Wilhelmstraße voraus, was bei einer Bundesstraße nicht möglich ist. Eventuelle Umleitungen haben sich nach eingehenden Überprüfungen etwa für den Lastverkehr als nicht realisierbar oder nicht sicher erwiesen. Festzelt und Fahrgeschäfte müssen daher aus Platzmangel einem neuen Konzept weichen: Ein Straßenfest in der Alten Wilhelmstraße, der Pforzheimer Straße ab Windstegweg und am Anfang der während des gesamten Festes erstmals gesperrten Georg-Wörner-Straße werden einem Teil der Verkaufsbuden des bisherigen „Rummels“ ein neues Zuhause sowie ein zusätzliches Gastronomieangebot bieten. Ein Kinderkarussell und weitere Attraktionen im Bereich Ecke Georg-Wörner-Straße und Pforzheimer Straße werden den Übergang vom Heute ins Mittelalter signalisieren. Historische Szenen, wie man sie vom Marktplatz kennt, sind künftig auf dem Kirchplatz geplant, wo künftig auch die „5 Schneeballen“ ihr Lager aufschlagen werden. Auf beiden Plätzen wird es keine Tribünen mehr geben, sondern Holzgarnituren. Die große Bühne auf dem Marktplatz wird auf die Seite der Pforzheimer Straße verschoben.

Stadtmarktähnliche Atmosphäre wird geschaffen

So formiert sich auch der Mittelalter-Bereich in einer bisher nicht dagewesenen Form: Die zentralen Geschehnisse aus dem Sommer 1504 – niedergeschrieben in der Schwartzerd-Chronik von 1561 – wurden bisher in Spiel- bzw. Theaterszenen auf dem Marktplatz aufgeführt. Ab diesem Jahr wird dieser Themenbereich nun auf den Bereich Kirchplatz, Obere Kirchgasse, Amtshof und Steingasse verlegt und neu konzipiert, mit dem Ziel, innerhalb des Festbereiches die Geschehnisse um 1504 und die Situation innerhalb der belagerten pfalzgräfischen Amtsstadt Bretten näher an die bekannten Quellenvorlagen zu bringen und Besucherinnen und Besucher in ein freizugängliches Museum zu entführen. Hierzu wird auch der Kirchplatz selbst durch Sitzbänke und Tische umgestaltet werden, die die Tribünen der Vorjahre ersetzen werden. Während samstags zwischen 16 und 18.30 Uhr Händler und Handwerker mit ihren angebotenen Waren eine stadtmarktähnliche Atmosphäre schaffen, werden an verschiedenen Orten des Chronik-Bereiches mit kleineren Spielszenen die Ereignisse des Sommers 1504 dargestellt. Zusätzlich sollen die Ereignisse des Jahres 1504 auch auf Info-Tafeln vermittelt werden, die in diesem Bereich aufgestellt werden, um das Konzept mit einer musealen Aufarbeitung zu ergänzen. Die bereits am Kirchplatz ansässigen Gruppen werden durch die Fünf Schneeballen ergänzt, die nun ihr Lager neben Albrecht Schedels Fähnlein hinter der Stiftskirche aufschlagen und dort den Kraichgauadel samt seinem Gefolge repräsentieren und darstellen werden.

Mittelalterliches Kinderangebot

Die Neukonzeption wurde durch die etwa ein Jahr andauernde intensive Zusammenarbeit der Fest-Gruppen Fünf Schneeballen, Albrecht Schedels Fähnlein, Huldelsman Gesind, Landsknechtsgruppe Bretten 1504, Marsilius von Reiffenberg, Stadtwache Bretten und Zigeyner ausgearbeitet. Mittelalterliche Kinderangebote wird es im Bereich des Bauernlagers geben. Das traditionelle Kinderfest, ein Geschicklichkeits-Parcours, findet am Peter-und-Paul-Montag auf dem Seedamm statt. Um sichere Fluchtwege gewährleisten zu können, muss das Schäferlager auf dem Alfred-Leicht-Platz vor dem Rathaus für einen Durchgang zum Seedamm etwas verkleinert werden.

Autor:

Havva Keskin aus Bretten

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