Grundstückseigentümer und Bewohner betroffen
Rollt Autobahnverkehr bald durch Brettener Feldfluren?

In einer gemeinsamen Stellungnahme äußern sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Baden-Württemberg e. V. und der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) zur geplanten Ortsumfahrung Bretten (Südwesttangente, B 294). Im Rahmen des Scoping-Verfahrens sollen die möglichen Folgen der Straße für Natur und Mensch aufgezeigt werden.
Die Südwesttangente muss im Zusammenhang mit den geplanten Ortsumfahrungen Bauschlott und Bruchsal betrachtet werden. Sie ist Teilstück einer Abkürzungsstrecke zwischen der A 5 bei Bruchsal und der A 8 bei Pforzheim. Damit wird künftig zusätzlicher Autobahnverkehr über die Brettener Gemarkung rollen. Die negativen Auswirkungen wie Dauerlärm, Abgase und Feinstaub sowie Änderungen des lokalen Klimas werden besonders die Bewohner der Wohngebiete von Diedelsheim, Rinklingen und Steiner Pfad belasten.

Bretten wird in die Zange genommen:

Im Norden durch die B 35 und die Umgehung Gölshausen und im Süden durch die geplante „Autobahntangente“.
Im Übrigen ist die Einstufung der Südwesttangente in den „vordringlichen Bedarf“, bezogen auf die politisch und gesellschaftlich zu bewältigenden Themen Mobilitätswende, Klimaschutz und Artensterben, als veraltet und überholt zu betrachten.

Deshalb fordern die Naturschutzverbände eine entsprechend neue Bedarfsprüfung, bei der auch sämtliche Nachteile der geplanten Südwesttangente aufgelistet werden! Dabei muss auch untersucht werden welche innerstädtischen Straßen tatsächlich eine Entlastung erfahren und welche durch die Änderung der Verkehrsführung dann zusätzlich mit mehr Verkehr belastet werden.

Bei der Realisierung der Planung muss eine Flurbereinigung durchgeführt werden, bei der Grundstückseigentümer Flurstücke und Landwirte Ackerflächen verlieren. Das dann erforderliche neue Wegenetz wird sich negativ auf die Pflanzen- und Tierwelt auswirken.

Schutzgebiet wird tangiert

Die Südwesttangente wird, trotz teilweiser Untertunnelung, auf etwa drei Kilometer Länge die Brettener Feldflur zerschneiden und ein Schutzgebiet tangieren. Es handelt sich hier um den Rechberg, eine ökologisch wertvolle Hecken- und Wiesenlandschaft von europäischem Naturschutzstatus.

Es ist unstrittig, dass neben der Landwirtschaft mit Monokulturen und Einsatz von Pestiziden die Zersiedelung und Zerschneidung der Landschaft die Hauptursachen für den drastischen Rückgang der biologischen Vielfalt in Europa sind. Daher widerspricht die geplante Trasse der Biodiversitätsstrategie der EU, nach der Schutzgebiete zu stärken und zu erweitern sind. Das Vorkommen von Pflanzen- und Tierarten wie Amphibien, Reptilien, Vögel, Insekten ist zu ermitteln und deren Lebensräume zu begutachten.
Die Stellungnahme von BUND und LNV finden Sie auf der Internetseite des BUND Bretten

Autor:

BUND Bretten aus Bretten

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