Bretten: Misstände im „Großen Wald” kritisiert

Die von Treut als "hinterspült und ausgerissen" kritisierten Rohre im "Großen Wald".
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Oberbürgermeister Martin Wolff dementiert die Kritik von Ortsvorsteher Aaron Treut.

Bretten (swiz) Der Ruiter Ortsvorsteher Aaron Treut hat in einem Schreiben an den Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff sowie an die Brettener Stadträte Missstände im „Großen Wald” angeprangert. Treut kritisiert in seinem Schreiben vor allem einen fehlerhaften Hochwasserschutz sowie einen, laut dem Ortsvorsteher, "Wildwuchs" an der Mountainbike-Strecke. Zudem wirft er der Verwaltung vor, mit dem Gebiet "Im Köpfle" einen falschen Standort für den Kletterpark ausgewählt zu haben. Wolff hat im Gespräch mit der Brettener Woche zu den Vorwürfen Stellung genommen.

Harsche Kritik beim Hochwasserschutz

Besonders harsch ist die Kritik Treuts beim Thema Hochwasserschutz. Laut dem Ortsvorsteher sind die Entwässerungskanäle im "Großen Wald" in einem "katastrophalen Zustand". "An vielen Stellen wurden die Ableitungsrohre hinterspült oder aus den Querungen/Dammwegen gerissen", so Treut. Großteils wären die Rohre auch durch Schwemmgut verstopft und das, Monate nach dem letzten Hochwasserereignis. "Es handelt sich dort nicht um Entwässerungskanäle, sondern um Rohre, die bei der Querung von Wegen eingesetzt werden", berichtigt Wolff. Diese hätten keine Auswirkungen darauf, ob irgendwo mehr oder weniger Wasser ankomme. Die Mängel würden außerdem nach und nach in Ordnung gebracht. Zudem müsse man wissen, dass der ganze Wald Wasser aufsauge und somit zur Entwässerung beitrage, betont der OB.

Objektschutz wird eingerichtet

Abgesehen davon, werde man ein Ingenieurbüro damit beauftragen, die Situation in diesem Gebiet zu untersuchen. "Dabei werden wir auch mit dem Büro sowie den Eigentümern der Tierklinik und des Bauernhofs über notwendigen Objektschutz für beide Einrichtungen sprechen."

"Wildwuchs" an der Mountainbike-Strecke?

Kritik gibt es von Treut auch daran, "dass sich im Bereich oberhalb des Schutzgebietes am Saubrunnen eine Art Wildwuchs in Bezug auf Mountainbike-Fahrer entwickelt hat. So gebe es im Wald unter anderem diverse Sprungschanzen ohne offizielle Genehmigung. "Belange des Naturschutzes werden hier massiv gestört", so Treut. Wolff findet auch bei diesem Thema deutliche Worte. "Das sind im Moment ein paar Jugendliche, die da fahren. Sollte es allerdings zu viel werden und das erträgliche Maß übersteigen, dann greifen wir ein."

Seilrutschenpark "Im Köpfle"

Der kritische Dreiklang Treuts endet mit einem geplanten Kletterpark im Gebiet "Im Köpfle". Die Stelle ist laut dem Ruiter Ortsvorsteher nicht geeignet. Das Gebiet am Rand des "Großen Waldes" solle bei einer Ortsbegehung mit dem Gemeinderat noch einmal geprüft werden. "Im Hinblick der Belange des Naturschutzes, des Wildschutzes, Unfallschutzes, der Landwirtschaft und der Jagd wäre es wenig sinnvoll, den Klettergarten dort aufzubauen." Die Jagdpächter würden zudem kritisieren, dass das Gebiet eines der Haupteinstandsgebiete für Schwarzwild ist, so Treut. "Zu allererst ist es kein Kletterwald, sondern ein Seilrutschenpark", erwidert Wolff die Kritik. Der Anteil des Parks am gesamten Jagdgebiet mit seinen 500 Hektar Fläche betrage im Übrigen nur rund 2,5 Hektar. Einen von Treut ins Spiel gebrachten alternativen Standort im Bereich zwischen Tierpark und Saatschule lehnt Wolff ab. "Dort ist der Baumbestand sowie das Gefälle für einen Seilrutschenpark ungeeignet." So plant Wolff mit einem Baubeginn des Parks "Im Köpfle" für 2017.

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