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VBU-Vorsitzender Jörg Biermann im Gespräch
Gespräche auf Augenhöhe stehen im Fokus

Der Vorsitzender der VBU, Jörg Biermann. Foto: privat
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Bretten (swiz) In Bretten ist Jörg Biermann als Sprecher der Gemeinderatsfraktion "die aktiven" für eine durchaus kritische Haltung gegenüber der Verwaltung bekannt. Nun hat der ehemalige Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Karlsruhe auch den Vorsitz bei der Vereinigung Brettener Unternehmen (VBU) übernommen. In der Brettener Woche spricht er unter anderem über seine Motivation und seine Ziele mit der VBU.

Herr Biermann, warum haben Sie sich dafür entschieden, für den Vorsitz in der VBU zu kandidieren?
Ich bin schon seit Jahren eng verzahnt mit den Problemen und Wünschen von gewerblichen Betrieben jeder Art. Die erste Leistungsschau in Bretten hatten im Jahr 1985 Manfred Groß als Vorsitzender des Handels und Gewerbevereins und mein Vater organisiert. Zuerst noch in der heutigen TV-Halle, später im Sportzentrum im Grüner. Hubschrauberflüge über Bretten waren damals zum Beispiel ein Teil des Rahmenprogramms und ich war in vielen Arbeitsbereichen eingebunden. Seit dieser Zeit war mir bewusst, wie wichtig ein Verein für Betriebe jeder Art ist. Damit es mit der VBU weitergeht, bin ich den Wünschen des Vorstandes der VBU gefolgt und habe meine Kandidatur zugesagt.

Was sind Ihre Ziele als neuer Vorsitzender? Welche Prioritäten werden Sie setzen?
Zuerst ist es wichtig, deutlich zu machen, dass die VBU Interessenvertreter von Handel, Gewerbe, Handwerk und Industrie sein soll, also den gesamten wirtschaftlichen Bereich abdeckt. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung sind Probleme anzusprechen und Lösungswege aufzuzeichnen. Als Beispiel sei unter anderem der Internetauftritt der Stadt und Gewerbebetriebe genannt. Wichtig ist dabei immer der gemeinsame Interessenausgleich, der nicht nur der Stadt und den Akteuren dienen soll, sondern auch der Bevölkerung und dem Umland, um Bretten als Mittelzentrum zu stärken. Zum gemeinsamen Kennenlernen wird die VBU übrigens in der Saatschule, auch Datscha genannt, ein „come together-Fest“ am 22. Juli veranstalten. Ab 18 Uhr sind alle Mitglieder der VBU mit Angehörigen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingeladen. Man kann an diesem Tag natürlich auch Neumitglied werden. Wir werden zudem den Gemeinderat und die Verwaltungsspitze einladen.

Sie haben in Ihrer Antrittsrede von einem „starken Team“ an Ihrer Seite gesprochen. Was macht das neue Vorstandsteam der VBU aus?
Mir war wichtig, schon bei der Kandidatensuche mitsprechen zu können, da eine Mannschaft benötigt wird, die „alte Zöpfe“ abschneidet und darauf brennt, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden, Handwerkern und Industriebetrieben Bretten wieder nach vorne zu bringen. Es ist gelungen, eine Mischung aus allen Wirtschaftsbereichen, quasi als Paket, den Mitgliedern anzubieten. Peter Steiner (stellvertretender Vorsitzender; Anm. d. Red.) ist zum Beispiel Inhaber eines Industriebetriebes in Gölshausen. Benno Keppler und Jürgen Geist (beide Beisitzer) vertreten das Handwerk, Bernd Fricker (Schriftführer) und Alexander Klepzig (Beisitzer) die Freien Berufe sowie Michael Stoll den Einzelhandel (Beisitzer). Dies sind nur einige Beispiele aus dem breiten Angebot der Mitglieder. Wir hatten so viele Interessenten, dass wir sogar einigen absagen mussten. Diese Aufbruchsstimmung muss nun in Projekte kanalisiert werden.

Die „aktiven“ sind im Gemeinderat vor allem auch für ihre kritische Haltung gegenüber der Verwaltungsspitze bekannt. Diese deckt sich in weiten Teilen mit der bisherigen Haltung des VBU-Vorstands. Fürchten Sie keine weitere Verhärtung der Fronten zwischen Rathaus und VBU?

Mir geht es bei der VBU und im Gemeinderat immer um das große Ganze. Wichtig ist, dass man sich auf Augenhöhe begegnet und versucht, die Wünsche und Anregungen der verschiedenen Parteien ernst zu nehmen. Dies gelingt am besten, wenn man versucht, sich in die Position des anderen hineinzuversetzen. Hier hatte man ab und zu den Eindruck, dass das Thema „Augenhöhe“ etwas vernachlässigt wurde. Ich werde in den nächsten Tagen mit meinem Stellvertreter Peter Steiner einen Antrittsbesuch bei Oberbürgermeister Martin Wolff machen, unter anderem mit den Wünschen „gemeinsam für Bretten, gemeinsam für das Mittelzentrum Bretten, zum Wohle der Bevölkerung“. Und dabei spielen Handel, Gewerbe, Handwerk und Industrie eine wichtige Rolle, die es zu beachten gilt, auf Augenhöhe. Die VBU macht mit ihrem „neuen Personal“ ein Angebot zur guten und erfolgreichen Zusammenarbeit.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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