Könnte Stadt Anschlüsse erwerben?: Aktiven-Stadtrat Biermann mit Vorschlag zum Thema "Glasfaser in Bretten"

Noch bis 31. Mai können sich Bürger der Brettener Kernstadt für den Abschluss eines Glasfaser-Vertrags bei der BBV Rhein-Neckar entschließen.

Bretten (swiz) Noch bis 31. Mai können sich Bürger der Brettener Kernstadt für den Abschluss eines Glasfaser-Vertrags bei der BBV Rhein-Neckar entschließen. Nach Angaben des Unternehmens soll der Ausbau des Glasfasernetzes in der Innenstadt nur dann durch die BBV vorgenommen werden, wenn noch 600 Kunden einen Vertrag unterschreiben. Dies hatte die Firma noch Ende April auf einer Infoveranstaltung in der Ruiter Festhalle erklärt. Sollte dieses Vorhaben nicht aufgehen, könnte die Stadt Bretten einspringen und die Kernstadt mit Glasfaser ausbauen. Auf der Veranstaltung in Ruit hatte die Leiterin des Amts für Stadtentwicklung und Baurecht, Cornelia Hausner, allerdings erklärt, erst wenn es gar nicht anders gehe, werde die Stadt wohl einspringen müssen. Das sei aber für die Allgemeinheit erstens sehr teuer, zweitens riskant, weil Privatunternehmen dann einfach aufspringen könnten, und drittens sei fraglich, wann die Stadt diese zusätzliche Aufgabe überhaupt stemmen könne. Der Stadtrat der Gemeinderatsfraktion „die aktiven“ Jörg Biermann ist nun mit einer weiteren Lösung an Oberbürgermeister Martin Wolff herangetreten.

Viele offene Fragen

In einem Schreiben an den OB frägt Biermann, ob „in die Gehwege beziehungsweise Straßen für alle Häuser bereits die Einzelröhrchen (sogenannte Speed Pipes) mitverlegt werden, wenn die benötigten 500 Anschlüsse in der Innenstadt zusammen kommen?“. Wenn ja, so Biermann, könnte die Stadt die benötigten Anschlüsse für die Stadt erwerben und der Ausbau könnte beginnen. Abhängig von den tatsächlichen Anschlüssen könnte die BBV diese Kosten wieder zurückerstatten. Was dies kosten würde, ist eine weitere Frage Biermanns an den OB. Sollten die Speed Pipes nicht mitverlegt worden sein, stellt sich für Biermann die Frage, ob in den Ortsteilen nur Leerrohre an die Häuser gelegt worden, die einen Anschluss bestellt haben. Wie werden dann zukünftig Bedürfnisse realisiert und was kostet dann das Nachrüsten, will Biermann ebenfalls von der Verwaltung wissen.

Über die Weiterentwicklung dieser Anfrage halten wir Sie auf kraichgau.news und in der Brettener Woche auf dem Laufenden.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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