25 Jahre Lebenshilfe in Bretten: Kein einfacher Start

Feierten 25 Jare Lebenshilfe-Werkstatt in Bretten (von links): Oberbürgermeister Martin Wolff, Dieter Zimmermann, Armin Knab, Zweigstellenleiter Bretten, Sascha Pahl, Lebenshilfe-Sozialdienst, Alex Huber und Dirk Ringer.
  • Feierten 25 Jare Lebenshilfe-Werkstatt in Bretten (von links): Oberbürgermeister Martin Wolff, Dieter Zimmermann, Armin Knab, Zweigstellenleiter Bretten, Sascha Pahl, Lebenshilfe-Sozialdienst, Alex Huber und Dirk Ringer.
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Die blauweiße Lebenshilfe-Fahne wehte im Wind über der Brettener Zweigwerkstatt der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten. Davor hatte ein großer Pizzawagen Stellung bezogen, viele Menschen liefen geschäftig umher, denn es gab etwas zu feiern in der Hildastraße 15.

Bretten (cs) Die blauweiße Lebenshilfe-Fahne wehte im Wind über der Brettener Zweigwerkstatt der Lebenshilfe Bruchsal-Bretten. Davor hatte ein großer Pizzawagen Stellung bezogen, viele Menschen liefen geschäftig umher, denn es gab etwas zu feiern in der Hildastraße 15: Vor einem Vierteljahrhundert eröffnete diese Werkstatt der Lebenshilfe. Nicht ganz einfach sei der Start gewesen - mit 40 Mitarbeitern und Gruppenleitern, berichtete der Vorsitzende der Lebenshilfe, Alex Huber, bei der Feier im vollbesetzten Speisesaal der Werkstatt. So gab es Ängste von Bürgern gegenüber Mitarbeitern mit Behinderungen, die aber bald entkräftet wurden, als „man merkte, dass hier einfach Menschen ihrer täglichen Arbeit nachgingen“, so Huber. 

Kampf gegen Hochwasser und korrodierte Rohre

In seiner Rede beschrieb Huber die Entwicklung der Werkstatt, die gegen Hochwasser und korrodierte Kupferrohre kämpfen musste. „An keinem unserer Standorte sind wir so oft „baden“ gegangen“, ließ er das Publikum wissen, aber das schweiße auch zusammen, so Huber. Er wies zudem auf die Besonderheit der Werkstatt als Mischform hin, in der heute Menschen mit psychischem und geistigem Handicap zusammen arbeiten. Aufgrund der stetig steigenden Zahlen von Menschen mit psychischen Erkrankungen und der Tatsache, dass es 2007 in Bretten zwar Wohn- und Beratungsangebote der Diakonie für diese Zielgruppe gab, jedoch keine Arbeitsmöglichkeiten, habe man sich entschieden, 25 Arbeitsplätze für Menschen mit psychischer Erkrankung in der Hildastraße einzurichten. Zusammen mit der Diakonie wurden dann Angebote eingerichtet, die Menschen mit psychischem Handicap wieder an Arbeit heranführen. 

„Wir werden Sie auch weiterhin unterstützen“

Im Anschluss gab Dirk Ringer, Lebenshilfe-Geschäftsführer, einen Überblick auf die aktuellen Belegungszahlen. So arbeiten dort zur Hälfte Mitarbeiter mit geistigen und psychischen Einschränkungen, der Schwerpunkt liegt auf Montage- und Verpackungsarbeiten. In drei Förder- und Betreuungsgruppen, erhalten elf Menschen mit schwersten Behinderungen eine Tagesstruktur, im Berufsbildungsbereich werden acht Personen qualifiziert. Der Brettener Oberbürgermeister Martin Wolff gab in seinem Grußwort einen Überblick über die Leistungsbereiche der  sechs Lebenshilfe-Werkstätten in Bretten, Bruchsal und Graben-Neudorf und nannte die Lebenshilfe „eine der wichtigsten sozialen Einrichtungen in der Behindertenarbeit in Bretten“, die eine sehr gute Außenwirkung habe. „Wir werden Sie auch weiterhin unterstützen“, versicherte er. Den Menschen mit Behinderung wünschte er, dass sie sich auch in Zukunft wohlfühlten und betonte, dass der Landkreis auch weiterhin eng und konstruktiv mit der Lebenshilfe zusammenarbeiten werde.

Autor:

Christian Schweizer aus Bretten

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